Hongkong - Weltstadt der Tradition und Moderne
Die Sonderverwaltungszone Hongkong der Volksrepublik China ist eine Metropole an der Südküste Chinas im Mündungsgebiet des Perlflusses. Mit einem bedeutenden Wirtschafts- und Finanzsektor zählt Hongkong zu den Weltstädten, die eine bedeutende Rolle in globalen Wirtschafts-, Kultur- und Politiknetzwerken spielen. Hongkong stand über 150 Jahre unter britischer Kolonialherrschaft. Am 1. Juli 1997 wurde Hongkong dann im Rahmen eines Abkommens zwischen Großbritannien und China wieder an die Volksrepublik China übergeben und gilt seither als Sonderverwaltungszone. Unsere Reise nach Hongkong war gleichzeitig unsere erste Ostasien-Erfahrung und wir waren dementsprechend neugierig auf die Stadt. Da Hongkong zu den teuersten Städten der Welt zählt, dachten wir erst, dass ein Aufenthalt dort nicht in unserem Reisebudget sein würde. Mit ein paar Tricks konnten wir die Kosten allerdings möglichst niedrig halten und die Stadt für eine Woche auch mit kleinerem Budget entdecken.






















Unsere bisherigen Aufenthalte in Hongkong:
- 10.12. – 17.12.2025 (7 Nächte)
Unsere An- und Einreise nach Hongkong:
Wir reisten vom Norden Vietnams aus nach Hongkong und buchten dafür einen Flug der Fluglinie Vietnam Airlines von Hanoi nach Hongkong. Die Flugdauer betrug ungefähr 2 Stunden und wir bezahlten für die Tickets € 103,50 pro Person. Österreichische Staatsbürger benötigen kein Visum zur Einreise nach Hongkong. Bei der Immigration bekamen wir direkt eine Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage. Es gab keinen Stempel im Pass, sondern einen kleinen schriftlichen Beleg dafür, einen „landing slip“, der gut aufbewahrt werden muss. Mit einem der City-Flyer-Bussen fuhren wir dann vom Flughafen ganz nah zu unserer Unterkunft. Wir wurden dafür vor unserer Ankunft dankenswerterweise von unserer Vermieterin mit den nötigen Infos versorgt. Wichtig zu wissen ist, dass öffentliche Verkehrsmittel in Hongkong kein Wechselgeld haben. Man kann zwar auch bar bezahlen, muss den Betrag aber möglichst genau dabeihaben. Generell wird in Hongkong hauptsächlich bargeldlos bezahlt und dafür die Octopus Card verwendet. Die ungefähr 50-minütige Fahrt mit dem City Flyer A22 bis zur Austin Station kostete uns umgerechnet ca. € 4,50 und war die günstigste Methode vom Flughafen in die Stadt zu kommen.


Geld in der Landeswährung bekommen:
Direkt am Flughafen gab es mehrere HSBC-Geldautomaten, bei denen gebührenfrei Geld abgehoben werden kann. Auch bei der Hang Seng Bank konnten wir einmal gebührenfrei in der Stadt Geld abheben. Kosten können hier allerdings beim eigenen Bankinstitut anfallen, daher ist es sinnvoll sich im Vorhinein über die Konditionen zu informieren. Wichtig ist beim Abheben am Automaten immer „without conversion“ zu wählen, also damit den Wechselkurs der Bank abzulehnen. Der ist nämlich im Regelfall immer deutlich schlechter, als der Kurs der eigenen Bank. Hongkongs Währung ist übrigens der Hongkong-Dollar.
Lokale Sim-Karte mit Datenvolumen:
Eine Touristen-Sim-Karte für Hongkong zu kaufen ist zwar nicht ganz günstig, aber sehr hilfreich, um sich in der riesigen Stadt zurecht zu finden. Es soll zwar immer wieder Wifi-Spots in der Stadt geben, aber wir persönlich fühlen uns einfach sicherer, wenn wir jederzeit im Internet etwas nachlesen oder eine Wegbeschreibung auf Google Maps bekommen können. Eine einzelne Sim-Karte hat in dem Fall aber ausgereicht und so konnten wir uns die Kosten wenigstens teilen. Die Tourist Sim für 7 Tage kauften wir bei 7eleven und bezahlten dafür umgerechnet ca. € 8,60. Die Registrierung mussten wir selbst vornehmen, was wir in unserer Unterkunft machten, um mit dem WLan dort Informationen dazu nachlesen zu können. Im Prinzip ist es Schritt für Schritt erklärt und auch nicht schwierig, aber bei uns funktionierte es erst nach mehrmaligem Versuch und am Ende nur bei meinem Samsung, nicht bei Constis iPhone, wobei wir nicht genau sagen können, woran es gelegen hat. Mit Internet am Handy war das Navigieren durch die Stadt jedenfalls sehr einfach, denn man kann mit der App Google Maps jeglichen Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzeigen lassen.



Octopus-Card in Hongkong:
Die Octopus-Card ist das wiederaufladbare, kontaktlose Zahlungsmittel für den Nahverkehr (MTR, Bus, Fähre) in Hongkong. Auch in Supermärkten (wie 7eleven) und in einigen Restaurants ist es möglich mit der Octopus-Card zu bezahlen. Dank dem „Tap & Go“-Prinzip, bei dem sie am Lesegerät angehalten wird bis ein Piepton hörbar ist, gibt es kaum Wartezeiten und keine Wechselgeld-Themen. Es gibt physische Karten oder eine digitale Version via App. Die Karte kann z.B. am Flughafen, in MTR-Stationen und auch in Convenience-Stores (7eleven) erworben und aufgeladen werden. Für die Standard-Karte muss eine Kaution bezahlt werden, die rückbezahlt wird, sobald die Karte wieder abgegeben wird. Es gibt aber auch eine Tourist-Octopus-Card, für die kein Pfand zu entrichten ist, die quasi gekauft wird und nicht mehr zurückgebracht werden muss. Wir konnten die Tourist-Octopus-Card am Flughafen leider nicht kaufen, da der Automat für Visa-Zahlung nicht funktionierte und es auch nicht möglich war sie in bar zu begleichen. Wir bezahlten die Busfahrt zur Unterkunft also mit Bargeld und kauften die Octopus-Card dann im 7eleven.
Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Hongkong:
Student Accommodation – 26 Man Yuen Street: Die Unterkunft buchten wir über die booking.com-App und für uns hatte sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, das wir finden konnten. Beim Suchen nach Unterkünften war uns besonders wichtig, dass es eine Küche gibt, damit wir uns selbstversorgen können. In Restaurants zu essen ist in Hongkong ähnlich teuer wie zuhause in Wien und eine Woche lang täglich zweimal essenzugehen, hätten wir finanziell nicht tragen wollen. Zusätzlich ist es auch gar nicht so einfach in Hongkong Restaurants mit vegetarischen oder veganen Optionen zu finden. Bei dieser Unterkunft handelt es sich um eine Art WG mit mehreren, kleinen Zimmern, zwei Gemeinschafts-Badezimmern und einer Gemeinschafts-Küche. Wir bekamen das Zimmer „F“ (auf booking die Kategorie „Großes Doppelzimmer“) mit ungefähr 6m². Wohnraum ist in Hongkong sehr begrenzt und Zimmer daher klein. Wir konnten uns damit ganz gut arrangieren für die Woche. Wir hatten ein Bett, einen Kleiderschrank, einen kleinen Schreibtisch mit Hocker und mehrere Fenster, die um die Ecke gingen, was das Zimmer sehr hell machte. Um in die Wohnung zu gelangen, mussten wir nach unserer Ankunft erst an der Straße eine kleine Schlüsselbox finden, diese mit einem Code öffnen und einen der darin befindlichen Schlüsselchips herausnehmen. Damit konnten wir das Wohngebäude betreten. Die Eingangstüre der Wohnung war mit einem Code zu öffnen und die Zimmertüre ebenfalls. All das das erste Mal herauszufinden, war ein wenig so, als würde man gerade in einem Escape-Spiel stecken und ziemlich witzig. Wir bekamen alle Informationen in einem pdf-Guide zuvor per WhatsApp geschickt und alles funktionierte reibungslos. Beim Betreten des Wohngebäudes lernten wir den Portier kennen, dem wir zusätzlich unsere Namen und Reisepassnummern mitteilten und unser Abreisedatum. Die anderen Mieter in unserer gebuchten WG nahmen wir kaum wahr. Eine ältere Chinesin, die für einen Monat hier untergebracht war, unterhielt sich manchmal mit uns, aber die anderen jüngeren Mitbewohner sahen wir, wenn, dann nur immer kurz am Gang. Häufig sind es Studenten, die sich in diese relativ günstigen Wohnmöglichkeiten einquartieren. Für unser Zimmer bezahlten wir insgesamt € 390,70. Ich muss aber dazusagen, dass wir für 8 Nächte buchten, da unser Weiterflug erst spät ging und wir am Abreisetag nicht den ganzen Tag mit unserem Gepäck in der Stadt unterwegs sein wollten (bei einem Check-out bis 10:00 Uhr). Theoretisch hätte das Zimmer also € 48,85 pro Nacht gekostet, aber für uns auf 7 Nächte gerechnet im Endeffekt dann € 55,80, was für Hongkong und besonders in der Lage immer noch ein recht guter Deal ist. Wichtig zu wissen ist noch, dass keine Handtücher gestellt wurden und man sein eigenes mitbringen sollte. Wir hatten aber ohnehin unsere beiden Quick-dry-Badetücher und ein kleineres Mikrofaser-Handtuch immer im Gepäck, also war das kein Problem. Super war, dass es zwei Badezimmer gab (beide mit WC und Dusche), so gab es hier eigentlich nie Stau. Die Küchenzeile war sehr klein und auch nicht sehr umfangreich bestückt. Große Gerichte zu kochen war hier also eher nicht so leicht möglich. Um sich Frühstück zu machen und für Spaghetti mit Sugo oder Pesto war sie aber optimal und half uns hier ordentlich beim Geldsparen. Die Lage der Wohnung fanden wir richtig gut. Zu Fuß war man schnell bei U-Bahn oder Bus und konnte so alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen.









Fortbewegung in Hongkong:
City Flyer Airport Shuttle: Die City Flyer Busse verbinden den Flughafen mit der Stadt. Es gibt viele verschiedene Linien, die in alle möglichen Ecken fahren. Google Maps kann hier behilflich sein, den richtigen zu finden, der einen dann möglichst nah an die Unterkunft bringt. Wir konnten z.B. mit A22 oder A25 fahren, da beide bei der Station „Austin Station“ hielten. Die Busse fahren in regelmäßigen Abständen und bezahlt wird beim Einsteigen. Wichtig: Barzahlung ist zwar möglich, aber es gibt kein Wechselgeld, weshalb man den Betrag genau haben sollte. Mit der Octopus-Card funktioniert es am einfachsten: einsteigen – scannen – Platz nehmen – aussteigen. Wir konnten auch eine Fahrt mit Visa bezahlen, allerdings ist hier nur möglich für eine Person zu bezahlen. Ist man also zu zweit, bräuchte man hier zwei verschiedene Kreditkarten.





Taxi (über Uber): Wir nutzten einmal ein Taxi über die Uber-App, da wir am Anreisetag spät dran waren und dieser Abend die einzige Möglichkeit war das Pferderennen zu besuchen. Wir kannten uns nicht aus und wussten nicht ob wir es mit öffentlichen Verkehrsmitteln schaffen würden, also riefen wir ein Taxi über Uber und es kam eines der typischen, roten Hongkonger Taxis. Der Verkehr war unglaublich und wir brauchten ziemlich lange für die Strecke, da wir viel im Stau standen. Dennoch ging es sich für uns aus noch knapp vor dem Start des ersten Rennens anzukommen. Die Taxifahrt kostete uns allerdings € 19,50, was natürlich viel mehr war, als wenn wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren wären.



Zu Fuß: Mit einer Kombination aus zu Fuß gehen und öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen kommt man in Hongkong wunderbar zurecht.
MTR (Mass Transit Railway): Die MTR umfasst 11 schnelle, saubere und zuverlässige Linien des Nahverkehrs in Hongkong, die fast alle Stadtteile miteinander verbinden. Sie verkehrt täglich, allerdings nicht rund um die Uhr, oft im 2- bis 4-Minuten-Takt. Die Bezahlung erfolgt am besten kontaktlos per Octopus-Karte oder Kreditkarte. Mit beiden Karten kann nur immer für eine Person bezahlt werden. Die App Google Maps half uns enorm bei unseren Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.






Bus & Minibus: Das Hongkonger Bussystem ist extrem dicht, modern und effizient und besteht aus Doppeldeckern und auch Minibussen. Wir nutzten es häufig und verließen uns dabei auf die Angaben bei Google Maps, die eigentlich immer stimmten. Bezahlt wird, wie auch sonst, möglichst bargeldlos mit der Octopus- oder VISA-Card (pro Karte kann nur für eine Person abgerechnet werden).
Straßenbahn (Ding Ding): Die Straßenbahn in Hongkong wird aus geräuschtechnisch wohl offensichtlichen Gründen liebevoll „Ding Ding“ genannt und gilt auch als ein Wahrzeichen der Stadt. Seit 1904 verkehren die doppelstöckigen Wägen ausschließlich an der Nordküste von Hongkong Island und sind bei Touristen beliebtes Verkehrsmittel für langsame Stadtrundfahrten durch Bezirke wie Central, Wan Chai und Causeway Bay. Da wir hier viel zu Fuß unterwegs waren, nutzen wir sie während unseres Aufenthaltes diesmal zwar nicht, aber bewunderten sie immer, wenn sie an uns vorbeifuhren und uns optisch so sehr an den „Fahrenden Ritter“ aus den Harry Potter-Filmen erinnerten.

Star Ferry: Seit über 120 Jahren verbindet die historische Star Ferry den Stadtteil Kowloon mit Hongkong Island. Sie gelten als Wahrzeichen der Stadt und eine sehr kostengünstige Fahrt bietet einen spektakulären Ausblick auf die Skyline, was besonders bei Dunkelheit ein spezielles Erlebnis ist. Auch hier wird beim Eintritt wieder bargeldlos mit der Octopus Card bezahlt.


Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Hongkong:
Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.
Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.
Happy Valley Racecourse: Im Grunde wäre das eine typische Aktivität, die wir sonst aus Prinzip auslassen, da wir Orte, an denen Tiere in Gefangenschaft sind und von Menschen für ihre Zwecke ausgebeutet werden definitiv nicht unterstützen wollen. Da wir aber noch nie ein Pferderennen gesehen haben, wollten wir diese Erfahrung zumindest einmal in unserem Leben machen. In Hongkong gibt es die Möglichkeit und das noch dazu für Touristen kostenlos. Da wir auch sonst dort kein Geld ausgaben (also keine Speisen oder Getränke kauften und auch nicht bei den Wetten mitmachten), unterstützen wir den Ort jedenfalls nicht mit unserem Geld, sondern nur mit unserer einmaligen Anwesenheit. Für uns war es unsagbar spannend die Energie dort zu erleben, auch wenn natürlich nicht alles schön war, was wir dort sahen. Wer das einmal selbst erleben will, der hat immer mittwochs die Möglichkeit. Dann finden nämlich abends mehrere Rennen statt, wobei die Uhrzeiten immer variieren und online nachgelesen werden können. Beim Eingang G kommen Touristen mit ihrem Reisepass kostenlos hinein. Wir kamen recht spät, kurz vor dem ersten Rennen an, und nachdem wir unseren Reisepass vorzeigten, wurden wir direkt durchgewunken. Das Areal ist groß und wir suchten uns einfach am Zaun einen Stehplatz, um das Geschehen zu beobachten. Es gibt mehrere Monitore, an denen man eine nähere Perspektive der Rennbahn, Informationen zu den Pferden und Jockeys sehen und auch Interviews im Anschluss verfolgen kann.




Kowloon Park: Der Kowloon Park ist 13,3 Hektar groß und befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen britischen Armeefestung. Er ist ein beliebter Rückzugsort und Treffpunkt. Bei einem Spaziergang dort fanden wir auch einen kleinen Irrgarten und – wie man sie häufig in Hongkong sieht – viele frei zugängliche Trainingsgeräte, die auch gut genutzt wurden. Außerdem ist hier die Avenue of Comic Stars zu sehen.






Hongkong Avenue of Comic Stars im Kowloon Park: Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Freiluft-Attraktion, die der lokalen Comic-Kultur gewidmet ist. Sie ist im Kowloon Park gelegen und feiert berühmte Hongkonger Comic-Figuren mit lebensgroßen Statuen, die beliebte Fotomotive sind.




Avenue of Stars: Die Avenue of Stars ist eine berühmte Promenade, die der Hongkonger Filmindustrie gewidmet ist. An Kowloons Ufer, in der Nähe des Hong Kong Museum of Art, spaziert man an Handabdrücken von Stars wie Bruce Lee und Jackie Chan vorbei. Die Bronzestatue von Bruce Lee ist ein sehr beliebtes Fotomotiv, wurde aber bei unserem Besuch leider gerade renoviert und konnte daher nicht besichtigt werden.








Hong Kong Observation Wheel: Das 60 Meter hohe Riesenrad am Central Harbourfront, bietet bei einer Fahrt für ca. 15 – 20 Minuten spektakuläre Ausblicke auf den Victoria Harbour und die Skyline Hongkongs. Ein Ticket kostete uns 20 HKD (= ca. € 2,20) pro Person und damit fuhren wir insgesamt 3 Runden. Wichtig ist, sich vorher auf eine möglicherweise längere Wartezeit einzustellen, da es jedenfalls bei unserem Besuch eine lange Warteschlange gab. Für uns aber hat sich das Warten auf jeden Fall ausgezahlt und wir fanden die Fahrt nicht nur günstig, sondern auch den Ausblick echt toll!






Central – Mid-Levels-Escalator: Der Central-Mid-Levels-Escalator in Hongkong ist das längste überdachte Außen-Rolltreppensystem der Welt. Es wurde 1993 eröffnet und verbindet das Geschäftsviertel Central mit den Wohngebieten in den Mid-Levels auf insgesamt 800 Metern Länge. Die Nutzung ist kostenlos und überwindet 135 Höhenmeter. Die Rolltreppe fährt durch das beliebte Ausgehviertel SoHo (South of Hollywood Road) mit vielen Restaurants, Bars und Geschäften. Von 06:00 bis 10:00 morgens fahren die Rolltreppen abwärts Richtung Central und von 10:30 bis Mitternacht fahren sie aufwärts Richtung Mid-Levels. Da die Rolltreppen immer nur in eine bestimmte Richtung laufen, gibt es für den Gegenverkehr Gänge und Treppen, um zu Fuß gehen zu können. Hinweis: von 10:00 bis 10:30 ist das System für die Richtungsänderung geschlossen.




Streetart und Hollywood Road: Hongkong hat eine lebendige Streetart-Szene. Ein bekannter Hotspot ist zum Beispiel die Hollywood Road und die Gegend um die Central-Mid-Levels-Rolltreppe.





Man Mo Tempel: Der Man Mo Tempel ist einer der ältesten und bedeutendsten taoistischen Tempel Hongkongs. Er wurde 1847 erbaut und ist den Gottheiten der Literatur (Man) und des Krieges (Mo) gewidmet. Als wir ankamen, waren gerade echt viele Chinesen und Chinesinnen dort. Wir gingen hinein und stellten uns in eine Ecke, um nicht zu stören oder im Weg zu stehen und haben ein paar Minuten einfach nur still beobachtet. Es roch überall nach Sandelholz und Weihrauch. An der Decke hingen mehrere riesige Weihrauchspiralen und zusätzlich zu den vielen Räucherstäbchen, die bei leisen Gebeten geschwenkt wurden, trugen diese zur ganz besonderen Stimmung in dem Raum bei. Gläubige brachten Geschenke als Opfergaben und verbeugten sich mit gefalteten Händen vor dem Gesicht oder vor der Stirn mehrmals. Manche entzündeten Kerzen, während sie kaum hörbar ihre Gebete murmelten. Sobald ein paar Menschen hinausgingen, kamen die nächsten schon nach und alles wiederholte sich in ähnlichem Ablauf. Ich war fasziniert und wäre gerne noch länger geblieben, aber irgendwann tränten die Augen vom vielen Rauch. Was für ein schöner Moment an einem besonderen Ort.






Victoria Peak: Der Victoria Peak (552 m) ist Hongkongs berühmtester Hausberg und bietet einen spektakulären Panoramablick auf den Victoria Harbour und die Skyline. Viele Touristen nutzen die historische Peak Tram (seit 1888), um in ca. 8 bis 10 Minuten von Central aus hinaufzufahren. Alternativ gibt es auch einen Bus mit dem man günstiger ans Ziel kommt. Oder man geht – wie wir – zu Fuß und genießt die ca. 1,5-stündige Wanderung auf der Old Peak Road mit einem Ausblick, der von Schritt zu Schritt spannender wird. Oben angekommen kann man den „Morning Trail“, einen gemütlichen 2,8 Kilometer langen Rundweg spazieren und den spektakulären Ausblick auf die Stadt genießen. Am Ende fuhren wir mit dem Bus Nr. 15 um ca. € 1,40 p. P. wieder den Hügel bis zur Station „Admiralty“ hinunter.












Wanderung auf dem Dragon’s Back: Der Dragon’s Back Trail in Hongkong ist eine beliebte, angeblich mittelschwere Wanderung, die für spektakuläre Ausblicke auf die Küste bekannt ist. Die etwa 3-4-stündige Wanderung verläuft über einen Bergrücken, bietet Panoramaaussichten auf den Shek O Beach und Big Wave Bay und ist gut mit dem Bus Nr. 9 erreichbar. Uns gefiel die Wanderung richtig gut und wir fanden sie auch nicht schwierig. Natürlich waren die Temperaturen im Dezember mit 16°C bis 22°C auch optimal dafür. Wir fuhren übrigens mit dem Bus Nr. 9 von der Station „Shau Kei Wan“ zur Station „To Tei Wan; Shek O Road“ und konnten den Wanderweg dort direkt starten. Wir gingen über den Bergrücken und stiegen auf der anderen Seite bei der Station „Cape Collison; Shek O Road“ wieder in den Bus Nr. 9, der uns wieder zur Station „Shau Kei Wan“ brachte. Die Fahrt mit dem Bus kostete uns umgerechnet ungefähr € 1,- pro Person und Richtung.










Yick Cheong Building (Monster Building): Das Yick Cheong Building ist Teil des berühmten, E-förmigen „Monster Building“-Komplexes aus den 1960ern. Bestehend aus fünf 18-stöckigen Blöcken, beherbergt es über 2.200 Einheiten und ca. 10.000 Menschen. Bekannt durch Filme, wie Transformers 4, ist es ein beliebter Fotospot. Wir fuhren mit der Metro (Island Line) bis zur Station „Tai Koo“ und gingen zu Fuß bis zum Wohnkomplex. Wenn man in den Innenhof geht, ist es gut im Hinterkopf zu behalten, dass es sich hier nicht primär um eine Sehenswürdigkeit, sondern um den Wohnort vieler Einheimischer handelt. Die Kehrseite ist, dass viele Menschen den ganzen Tag ihre Jalousien herunterlassen, da täglich zu jeder Tageszeit Touristen dort sind, die Fotos der Gebäude (also ihrer Wohnungen) machen. Nachvollziehbar, dass das nicht überall gern gesehen wird. Natürlich sind die Gebäude spannend zu sehen, aber es ist sicherlich auch gut, sich vor Ort entsprechend respektvoll zu verhalten und die Umstände im Hinterkopf zu behalten. Es gibt außerdem Schilder, die das Fotografieren verbieten und angeblich auch Sicherheitsleute, die es Stichprobenartig kontrollieren. Als wir ankamen, waren nicht besonders viele Touristen dort und Sicherheitsleute sahen wir ebenso nicht. Im Innenhof gibt es außerdem ein paar Geschäfte und wir waren zum Beispiel dort in einem Kaffeehaus für eine kleine Pause.






Golden Bauhinia Square: Der Golden Bauhinia Square ist ein geschichtsträchtiger Platz direkt vor dem Hong Kong Convention and Exhibition Centre. Er ist bekannt für die sechs Meter hohe, vergoldete „Forever Blooming Bauhinia“-Skulptur, ein Geschenk Chinas zur Wiedervereinigung 1997. Die Blume ist außerdem das Wappensymbol der Hongkong-Flagge. Der Bauhinia-Platz bietet zudem eine schöne Aussicht auf den Victoria Harbour.



Ten Thousand Buddhas Monastery: Unser Ausflug zur Ten Thousand Buddhas Monastery hat uns sehr überrascht und total beeindruckt. Die doch etwas längere Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zahlte sich für uns sehr aus, denn schon am Fuße des kleinen Hügels blickten wir gebannt auf all die lebensgroßen, goldenen Buddha-Statuen, die den Weg hinauf zieren und von denen keine einzige der anderen gleicht. Ist der Aufstieg über die ca. 400 Stufen geschafft, findet sich oben eine Tempelanlage mit einem neunstöckigen Pagodenturm und um die 12.800 kleine Buddha-Statuen im Inneren des Tempels. Achtung: Schilder warnen hier vor falschen Mönchen, die Spenden sammeln. Es handelt sich hier aber um kein aktives Kloster mit Mönchen, daher wird geraten kein Geld zu geben. In dafür vorgesehene Boxen können natürlich Spenden für die Erhaltung des Ortes geworfen werden. Bei unserem Besuch trafen wir jedenfalls auf keine falschen Mönche und empfanden den Ort als ruhig und harmonisch.












Night Markets: In Hongkong gibt es viele Straßenmärkte, manche sind tagsüber und andere erst abends geöffnet. Hier ist es also immer gut die Zeiten vorher etwas im Auge zu haben. Beinahe überall gibt es die Möglichkeit Kleidung, Accessoires und Souvenirs zu kaufen und natürlich Streetfood zu probieren.
- Temple Street Night Market: ein berühmter, lebhafter Markt in Kowloon
- Flower Market: mehrere Blumenhändler nebeneinander, liegt in der Flower Market Road
- Fa Yuen Street Market: „Sneaker Street“, Fokus auf Kleidung und Schuhe
- Ladies Market: einer der berühmtesten Märkte, Handeln angeblich ein Muss









Nan Lian Garden: Der Nan Lian Garden gilt als 3,5 Hektar große Ruheoase in der Nähe der MTR-Station „Diamond Hill“. Der Eintritt in den im klassischen Stil der Tang-Dynastie gehaltenen Park ist kostenfrei und bietet eine Mischung aus Teichen, Felsformationen und Holzkonstruktionen.





Tagesausflug nach Macau: Von Hongkong aus bietet sich ein Tagesausflug in die Sonderverwaltungszone Macau an, da man diese in ca. 1 Stunde mit der Fähre oder auch mit dem Bus über die HZMB-Brücke erreichen kann. Ein Reisepass ist unbedingt erforderlich, da dieser Ausflug eine Aus- und Einreise erfordert. Für detaillierte Informationen zu unserem Ausflug nach Macau lies gerne meinen Blogbeitrag dazu (hier).
Supermärkte in Hongkong:
Unser Plan war Geld zu sparen, indem wir während unseres Hongkong-Aufenthaltes täglich Frühstück und Abendessen selbst zubereiten wollten. Dafür buchten wir, wie schon erwähnt, eine Unterkunft mit einer kleinen Gemeinschaftsküche. Wir besorgten die Lebensmittel in verschiedenen Supermärkten in der Umgebung, weshalb ich hier Vergleiche ziehen und ein paar Tipps geben kann für Menschen, die einen ähnlichen Plan haben. Unser Frühstück sah im Prinzip in dieser Woche täglich gleich aus und auch für unser Abendessen gab es kaum Abwechslung. Das störte uns nicht und war für eine Woche gut machbar. Es war sogar eigentlich ganz schön, sich zur Abwechslung nach der langen Reisezeit wieder einmal selbst um seine Ernährung kümmern zu können – jedenfalls mit den vorhandenen vegetarischen/veganen Möglichkeiten. Unser Frühstück setzte sich immer aus den folgenden Zutaten zusammen: Toast (in der Pfanne gebraten) mit Margarine und Salz, ein weichgekochtes Ei, eine kleine Schüssel Porridge mit Banane und Kaffee mit Hafermilch und am Abend gab es täglich Spaghetti mit abwechselnd einmal Tomaten-Sugo (mit Basilikum oder Oliven) und einmal mit grünem Basilikum-Pesto. Wir stellten uns ja schon im Vorhinein darauf ein, dass Hongkong für uns keine kulinarische Reise sein würde und da wir lange keine Spaghetti hatten, war es für diese Woche für uns so auch in Ordnung. Kurz überlegten wir, ob wir einmal auch eine Gemüsepfanne machen sollten, aber der Küchenraum war so klein und alles recht eng, sodass wir uns auf diese einfachen Speisen beschränkten.




7eleven: Vorsicht bei 7eleven in Hongkong! Die berühmte asiatische Supermarktkette ist in dieser Stadt unfassbar teuer. Wir bemerkten es, nachdem wir hier die ersten Trinkwasserflaschen kauften und wunderten uns an der Stelle noch darüber, wie teuer Trinkwasser in Hongkong sei. Ist es aber nicht überall, nur eben bei 7eleven. Für eine 1,5l Wasserflasche zum Beispiel bezahlten wir hier umgerechnet ca. € 1,60. Will man Schokoriegel oder Pralinen einer bestimmten Marke, dann findet man sie hier und in anderen, günstigeren Supermärkten eher nicht, aber sonst würde ich immer raten: überall sonst hin, nur nicht 7eleven in Hongkong!
Circle K: Auch diese Supermarktkette kannten wir bereits z.B. aus Vietnam. Das Sortiment und auch die Aufteilung der Produkte ist sehr ähnlich zu 7eleven. Wir waren in Hongkong nur einmal drin und haben Kitkat als Dessert gekauft. Ich würde auch hier eher dazu raten, den Markt wenn möglich zu meiden, außer man will Schokolade oder Chips bestimmter Marken kaufen.
Wellcome: Wellcome ist die aus unserer Sicht beste Option für den Lebensmitteleinkauf in Hongkong. Es handelt sich um einen großen Supermarkt mit frischem Obst und Gemüse. Hier bekommt man alles, was man für sein Frühstück und Abendessen braucht: Toast, Eier, Bananen, Haferflocken, Hafermilch, Spaghetti und sogar Barilla Sugo und Pesto – alles vorhanden und preislich machbar. Für alle Lebensmittel für die Woche (also täglich Frühstück und Abendessen für uns zu zweit) gaben wir hier umgerechnet € 53,30 aus (also € 26,65 pro Person) – das kann sich doch sehen lassen!
88 Market: Das war ein kleinerer Shop, an dem wir täglich vorbei gingen, da er nah an unserer Unterkunft war. Hier kauften wir dann immer unser Wasser und bezahlten für die gleiche 1,5l Wasserflasche, die bei 7eleven € 1,60 kostete, hier nur umgerechnet € 0,55. Zahlt sich also definitiv aus Wasser und Snacks in kleineren Shops zu kaufen und die Preise ein bisschen zu vergleichen. Hier bekamen wir auch Erdnüsse und verschiedene Tee-Getränke.
Lokale und Restaurants in Hongkong:
Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv.
Hinweis: Da Restaurants in Hongkong ähnlich teuer sind, wie zuhause in Wien und wir hier sparen wollten, waren wir während unseres Aufenthaltes nur einmal essen und einmal Kaffee trinken. Zusätzlich ist es in Hongkong gar nicht so einfach vegetarisch/vegan zu essen, da hier die meisten Speisen Fleisch und/oder Fisch bzw. Meeresfrüchte beinhalten.
Tim Ho Wan: Tim Ho Wan ist eine weltberühmte Dim-Sum-Kette aus Hongkong, bekannt als das „günstigste Michelin-Sterne-Restaurant der Welt“. Die Erfahrung dort zu essen wollten wir nicht auslassen, daher aßen wir einmal hier, was eine willkommene Abwechslung zum täglichen Spaghetti-Gericht war. Wir bekamen, wie in China offenbar üblich, zu Beginn eine Schüssel, in der wir unser Geschirr und Besteck mit Tee übergießen sollten. Auf einem uns bereitgelegten Tablet bestellten wir zwei Kannen mit unterschiedlichem Tee und 4 kleine Gerichte, von denen wir anhand des Namens darauf schlossen, sie seien vegetarisch. Bei den Avocado-Dumplings mussten wir leider feststellen, dass Garnelen verarbeitet waren, aber die restlichen Speisen schienen tatsächlich vegetarisch zu sein und schmeckten uns echt gut. Es war jedenfalls eine coole Erfahrung einmal in Hongkong richtig chinesisch essen zu gehen.
- Für 2x Tee, 4 kleinere Speisen bezahlten wir umgerechnet ca. € 17,50.




% Arabica (Monster Mansion): Nachdem wir im Innenhof des Monster Mansion ein paar Fotos gemacht hatten, entdeckten wir dieses Kaffeehaus und konnten nicht widerstehen. Natürlich war es toll und der Kaffee und Cookie echt gut, aber für uns eine Ausnahme, da es logischerweise nicht günstig war.
- Für 1x Espresso Macchiato, 1x Oat-Chocolate-Cookie bezahlten wir umgerechnet ca. € 7,50.



Weiterreise zum nächsten Stopp:
Genauso, wie wir vom Flughafen in die Stadt kamen, fuhren wir auch wieder retour – und zwar mit dem City Flyer A22 bzw. A25 und bezahlten ca. € 4,50 pro Person für die ca. 50-minütige Fahrt. Von dort flogen wir mit der Airline „Cebu Pacific“ in ca. 3 Stunden nach Cebu und bezahlten für die Tickets € 178,- pro Person. Ursprünglich überlegten wir von Hongkong nach Taiwan weiterzufliegen, aber als wir hörten, dass es von Hongkong Direktflüge nach Cebu gab, entschieden wir uns doch dazu wieder ins wärmere Südostasien zu fliegen und nun endlich unsere zuvor in Thailand abgeschlossene Tauch-Zertifizierung zu nutzen.
Das war unser Abenteuer in Hongkong. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Hongkong zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.
Alles Liebe
