Ha Giang Loop

Ha Giang Loop – Beliebte Motorradroute im Norden Vietnams

Der berühmte Ha Giang Loop ist eine spektakuläre, ungefähr 350 – 400 Kilometer lange Motorradroute in der Provinz Ha Giang im Norden Vietnams, die man in 2 bis 4 Tagen fahren kann. Wenn man einen Führerschein der Klasse A (Motorrad) besitzt und auch einen internationalen Führerschein dabeihat, kann man die Route ohne Weiteres selbst fahren. Da die Straßen stellenweise unbefestigt sind, ist ausreichend Fahrpraxis jedenfalls von Vorteil. Es gibt andernfalls auch die Möglichkeit bei einem sogenannten „Easy Rider“ mitzufahren und die atemberaubende Aussicht als Beifahrer zu genießen. Hierfür gibt es verschiedene Pakete, die man vor Ort buchen kann. Wir sind die Route mit einem Mietroller selbst gefahren und haben den sonst üblicheren Weg in unserer Planung einfach umgedreht, um das Risiko zu minimieren, längere Zeit mit den großen Motorradgruppen mitfahren zu müssen. Der Ha Giang Loop ist sehr beliebt und viele Vietnam-Reisende zieht es zumindest einmal in den Norden hinauf, um die Aussicht auf die Berglandschaften und Karstformationen zu bewundern. Für uns war eine geführte Tour mit Easy Rider keine Option und da wir den Motorradführerschein und auch passenden Internationalen Führerschein hatten, war klar, dass wir selbst fahren wollen. Dieser Blogbeitrag bezieht sich also ausschließlich auf unsere Erfahrung den Loop selbst zu fahren und auch auf die Route gegen den Uhrzeigersinn, für die wir uns entschieden haben.

Unsere bisherigen Aufenthalte in Ha Giang (inkl. Loop):

  • 03.12. – 08.12.2025 (5 Nächte)

FAQ - Mögliche Aufkommende Fragen:

Was ist ein Easy Rider auf dem Ha Giang Loop?

Easy Rider sind einheimische (professionelle) Motorradfahrer, die die Strecke mit einem Touristen hinten auf dem Motorrad fahren. Meistens handelt es sich hierbei um eine größere Gruppe, die miteinander fährt und auch in denselben Unterkünften schläft, also eine geführte Tour. Man hört, dass es hierbei auch oft um die Party nach dem Tagesziel geht, häufig viel Alkohol („Happy Water“ = Reiswein) fließt und gerne Karaoke gesungen wird. Der Vorteil ist, dass kein Motorrad- und Internationaler Führerschein nötig ist, die anspruchsvolle Strecke nicht selbst bewältigt werden muss und bei der Fahrt genügend Zeit bleibt die Aussicht zu genießen. Häufig sieht man aber Easy Rider in waghalsigen Überholmanövern die Serpentinen entlang preschen. Sie fahren die Strecke natürlich sehr häufig und kennen sie sicherlich auswendig. Dennoch benötigt man wohl ein gutes Urvertrauen, wenn man sich für eine Fahrt mit ihnen entscheidet und die Kontrolle somit komplett abgibt.

Ist ein Motorradführerschein und der passende Internationale Führerschein wirklich notwendig?

Es gibt mit Sicherheit auch Menschen, die den Ha Giang Loop ohne obligatorische Dokumente selbst fahren. Möglichkeiten, wenn man das möchte, gibt es bestimmt. Ich kann nur von unseren Erfahrungen berichten und hier möchte ich anmerken, dass bereits unser Motorradvermieter unsere Führerscheine kontrollierte. Hätten wir nicht die passenden vorlegen können, hätte jedenfalls er uns kein Motorrad vermietet. Er kontrollierte dabei auch, ob wir den für Vietnam benötigten internationalen Führerschein dabeihaben (=1968!). Es gibt nämlich zwei unterschiedliche: den Internationalen Führerschein nach Genfer Abkommen von 1949 und den Internationalen Führerschein nach Wiener Übereinkommen von 1968, die jeweils in unterschiedlichen Ländern gültig sind. Da wir mehrere Länder auf unserer Langzeitreise bereisten, hatten wir immer beide im Gepäck. Auf der Strecke des Motorradloops wurden wir insgesamt zweimal von der Polizei angehalten und hier wurde ebenfalls genau kontrolliert. Sogar ein Alkotest wurde dabei einmal gemacht. Da wir alle wichtigen Dokumente dabeihatten und nüchtern waren, konnten wir jedoch ohne Probleme weiterfahren. Die Polizeibeamten waren beide Male freundlich und ließen uns sofort passieren, nachdem klar war, dass wir die Regeln einhalten.

Wann ist die beste Zeit für den Ha Giang Loop?

Die Hauptreisezeit für den Ha Giang Loop ist der Frühling, insbesondere die Monate März und April. Hier soll es angenehm warme Temperaturen und viel Sonne geben. Natürlich hat die beliebteste Reisezeit auch immer den Nachteil, dass dann die meisten Touristen unterwegs sind und die Preise manchmal höher sein können. Auch im Herbst sind besonders die Monate September und Oktober beliebt. Diese Zeit lockt mit goldgelben Reisterrassen und mildem, eher trockenem Wetter, aber gelegentlichen Regenschauern. Im Winter kann es vor allem in den Monaten Dezember und Jänner recht kalt und neblig sein, dafür soll es viel weniger Niederschlag und keine Touristenmassen geben. Einzig die Sommermonate Juni bis August sollten besser gemieden werden, da es dann viel Regen (manchmal tagelang!) und Erdrutschgefahr gibt.

Exakt vorhergesagt kann das Wetter natürlich nicht werden und man muss sich bei der Planung auch ein bisschen auf sein Glück verlassen bzw. auf Regenwetter vorbereitet sein. Wir fuhren die Motorradroute Anfang Dezember und hatten an den vier Tagen einen Regentag, aber sonst neben Nebel am Vormittag auch in Summe recht gutes Wetter.

Was mache ich mit meinem Gepäck während des Loops?

Egal ob du den Loop selbst oder mit Easy Rider fährst – viel Gepäck kannst du nicht mitbringen. Im besten Fall hast du eine Tasche oder Trolley in Handgepäcksgröße. Viel brauchst du aber theoretisch auch nicht. Dein Gepäckstück wird hinten auf das Motorrad geschnallt. Hinter dem Beifahrer ist meist eine schmale Metallvorrichtung und dort wird das Gepäckstück mit Spanngurten sehr fest verkeilt, damit es sich auch bei Erschütterung nicht löst. In unserem Fall wurde das Gepäckstück vorher zusätzlich noch in einen großen Plastiksack gepackt, damit es während der Fahrt nicht nass oder staubig wird. Du kannst also tagsüber auch in Fahr-Pausen nicht darauf zugreifen und brauchst eventuell noch eine kleinere Tasche mit deinen wichtigsten persönlichen Dingen, wie Geldbörse, Handy, Reisepass etc., die du am Körper trägst. Dein restliches Gepäck lässt du in Ha Giang. In den meisten Fällen kannst du das mit der Unterkunft ausmachen, in der du vor und nach dem Loop nächtigst. Wir haben für eine Nacht vor dem Loop und eine Nacht nach dem Loop ein Doppelzimmer in einem Hostel gebucht und dort auch den Motorroller geliehen. Es war selbstredend, dass wir unser Gepäck dort für die Zeit des Loops aufbewahren können. Das Hostel hatte einen eigenen Gepäckraum, in dem alle Rucksäcke untergebracht waren. Häufig kannst du das Gepäck auch unabhängig von deiner Unterkunft bei dem Motorradvermieter lagern, wenn du das vorher ausmachst.

Unsere Anreise nach Ha Giang:

Wir fuhren von Hanoi aus mit einem Sleeperbus tagsüber in ca. 6,5 Stunden nach Ha Giang. Für die Tickets bezahlten wir € 11,50 pro Person und die Fahrt verging mit Lesen, Musik Hören und Aussicht Bewundern eigentlich recht schnell. Es gibt auch die Möglichkeit per Nachtbus zu fahren, allerdings fahren wir persönlich lieber tagsüber, da das Einchecken in der Unterkunft dann einfacher ist. Mit dem Nachtbus kommt man häufig irgendwann zwischen 2 und 5 Uhr morgens an und muss dann entweder einen Aufpreis für einen „Early Check-in“ bezahlen oder mehrere Stunden warten, bis man sein Zimmer beziehen kann. Unsere Unterkunft war fast direkt neben der Bushaltestelle, was natürlich für die An- und Abreise praktisch war. Warum ich die Unterkunft dennoch nicht noch einmal wählen würde, beschreibe ich unten näher.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Ha Giang:

HaGiangGo Hostel: Grundsätzlich gibt es ein paar Vorteile, wenn man dieses Hostel als Ausgangspunkt für sein Ha-Giang-Loop-Abenteuer wählt: Es befindet sich sehr nah an der Ein- und Ausstiegsstelle für den Bus von/nach Hanoi und ist daher zu Fuß einfach zu erreichen. Das Hotel selbst und auch unser gebuchtes Doppelzimmer war sauber und die Mitarbeiter an der Rezeption freundlich und hilfsbereit. Das Zimmer war verhältnismäßig groß, hatte ausreichend Tageslicht und auch das Badezimmer war in Ordnung. Wir konnten dort gut schlafen und der Preis war mit umgerechnet ca. € 10,- pro Nacht auch top. Wo Licht ist, da ist aber auch Schatten und daher habe ich leider auch von einigen jedenfalls für uns negativ zu beurteilenden Punkten zu berichten: Auch wenn die Lage nahe an der Bushaltestelle für die An- und Abreise praktisch sein mag, so ist sie nicht besonders vorteilhaft für die Essensbeschaffung. Besonders wenn man, wie wir, darauf angewiesen ist Restaurants mit guten vegetarischen bzw. veganen Optionen zu finden. Um die von uns rausgesuchten Lokale zu erreichen, mussten wir lange zu Fuß gehen und auch manchmal spontan weitersuchen, da nicht alle Öffnungszeiten auf Google Maps immer stimmten. Die Motorroller, die man im Hostel leihen kann, um den Loop selbst zu fahren waren nicht mehr die neuesten und verhältnismäßig teuer (wobei die Preise in ganz Ha Giang so üblich zu sein scheinen). Wir wählten einen der günstigeren Varianten (Semi-Automatik) für 300.000 Dong pro Tag (= ca. € 9,80). Für alle Roller, die wir in den anderen Teilen Vietnams geliehen hatten, bezahlten wir immer zwischen 120.000 und 160.000 Dong pro Tag (= ca. € 3,90 bis € 5,20). Der Preis im Hostel in Ha Giang war also ungefähr doppelt so hoch, als wir es bisher gewohnt waren. Aus dem Grund entschieden wir uns auch dazu nur einen Roller zu mieten, anstatt zwei, wie wir es eigentlich vorhatten. Den ersten Roller, den uns der Vermieter vom Hostel geben wollte, hatte bereits einen Platten, worauf wir ihn hinweisen mussten, da es ihm selbst nicht auffiel. Wir bekamen den Roller auch nicht direkt, sondern erst am nächsten Morgen zum Beginn unserer Loop-Reise. Positiv war, dass wir (Einweg-) Regenschutz (Hose, Jacke, Schuhüberzug) bekamen. Handyhalterung (um mit Google Maps zu fahren) gab es keine, aber zwei Helme waren zumindest im Preis inbegriffen. Was uns nicht bewusst war, war dass man den Roller hier nicht für 24 Stunden pro Tag mietet, sondern nur von Anfang bis Ende des Loops. Das wurde vorher nicht ausreichend kommuniziert und unser Fehler war hier definitiv, dass wir das bei der Buchung nicht klar gefragt und ausgemacht haben. Wir gingen leider davon aus, da wir das in den acht Wochen zuvor überall in Vietnam so erlebten. Wir bekamen den Roller hier also an Tag 1 (Donnerstag, 04.12.2025) gegen 10 Uhr vormittags und weil wir ihn für insgesamt vier Tage buchten, ging ich davon aus, dass wir ihn theoretisch dann Montag (08.12.) bis 10 Uhr zurückgeben sollten. Da wir Montag ohnehin schon vormittags weiterreisten, wollten wir ihn sowieso schon am Abend zuvor oder spätestens Montag sehr früh zurückgeben, rechneten aber in jedem Fall damit, dass wir ihn noch bis zum Abend hätten, um damit für das Abendessen zu einem Restaurant fahren zu können. Als wir an Tag 4 nachmittags gegen 15 Uhr wieder Ha Giang und das Hostel erreichten, wollten sie uns direkt den Roller abnehmen, was mich erst sehr verwunderte und dann nach sehr langen und mühsamen Diskussionen mit dem Mitarbeiter und den Preis, den wir für vier ganze Tage bezahlten, schließlich richtig sauer machte. Der junge Mitarbeiter war ziemlich frech und begann mich komplett zu ignorieren und nur noch mit Consti zu sprechen. Ich fand das in dem Moment so respektlos und auch total lächerlich, dass es überhaupt notwendig war zu diskutieren. Man bezahlt hier ohnehin schon das Doppelte für einen Roller und dann kann man ihn nicht mal für den ganzen Tag, den man voll bezahlt hat, behalten? Ich bestand dann darauf den Roller entweder für den restlichen Tag noch behalten zu können oder das Geld für den halben Tag rückerstattet zu bekommen. Ein zweiter Mitarbeiter schaltete sich ein, versuchte nun etwas freundlicher zu vermitteln und meinte, wir können den Roller behalten, sollen ihn aber bis spätestens 19 Uhr zurückbringen, damit sie ihn noch auf mögliche Schäden checken können. Da ich es auch leid war, gingen wir darauf ein, um wenigstens, auch wenn früh, noch essen fahren zu können. Als wir kurz vor 19 Uhr die Schlüssel abgaben, nahm sie der unfreundliche, junge Mitarbeiter entgegen, checkte absolut nichts am Roller und fuhr direkt mit dem Auto weg. Ihr lest es ja bestimmt schon heraus: ich habe mich ziemlich über diese Art und die ganze Situation geärgert und würde aus diesem Grund auch nicht mehr in diesem Hostel nächtigen bzw. dort einen Roller mieten. Es gibt so viele andere Möglichkeiten in der Stadt, dass es absolut nicht notwendig ist, sich so behandeln zu lassen. Ich denke aber auch, dass, wenn man dort eine Tour mit Easy Rider bucht, anders behandelt wird (bzw. habe ich das auch beobachtet – da wurde sich sehr zuvorkommend gekümmert, viel gelächelt, Fotos gemacht, zum Abschied gewunken etc.). Solltest du das also vorhaben und sollten dir die sehr eingeschränkten Essensmöglichkeiten im Umkreis nicht so wichtig sein, könnte das Hostel für dich vielleicht trotzdem in Frage kommen.

Lokale und Restaurants in Ha Giang:

Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv. 

Odyssey Kitchen: Ursprünglich wollten wir zu einem anderen Restaurant mit vegetarischen Optionen, aber als das geschlossen hatte und wir nur zu Fuß unterwegs waren, beschlossen wir das „Odyssey Kitchen“ aufzusuchen. Hierbei handelt es sich um das Restaurant, das zu einem Hostel gehört, aber auch für Menschen, die nicht dort nächtigen, geöffnet war. Es gab ebenfalls ein paar vegetarische Optionen und der Preis und die Speisen waren in Ordnung. Möglicherweise wäre das ein Hostel, in das wir uns beim nächsten Mal einbuchen würden.

  • Für 1x Veg. Fried Rice with fried egg, 1x Tofu-Mushroom-Rice, 2x Beer bezahlten wir umgerechnet ca. € 5,40.

Top of the Loop: Das „Top of the Loop“ ist ein richtig hübsches Restaurant, geführt von einem Franzosen, wie wir denken. Wir konnten uns in dem Ambiente dort sehr wohlfühlen und der Ausblick ist richtig schön. Die Preise sind im Vergleich natürlich auch gehobener. Zum Start unseres Loop-Abenteuers frühstückten wir hier einmal. Wobei ich sagen muss, dass die Portionen recht klein waren für den Preis. Das Abendessen an unserem letzten Abend in Ha Giang hingegen war sehr gut und es hat sich jedenfalls gelohnt mit dem Mitarbeiter in unserem Hostel wegen der Mietdauer unseres Motorrollers zu streiten, um hier noch essen zu können (genaueres dazu lies oben beim Punkt „Unsere Unterkunft“). Übrigens gelangt man zum Restaurant, indem man in das Gebäude eines Hostels geht und mit dem Aufzug am Ende des Ganges hinauffährt. Dieses Hostel wäre also auch eine Überlegung wert für einen möglichen nächsten Besuch.

  • Für 1x Americano, 1x Oat-Cappuccino, 1x Breakfast-Tacos with scrambled Tofu und 1x Fried eggs on Toast bezahlten wir umgerechnet ca. € 8,90.
  • Für 2x Falafel Burger und 2x Bier bezahlten wir umgerechnet ca. € 11,30.

Unsere Ha Giang Loop-Route:

Wie schon erwähnt, fuhren wir die Route gegen den Uhrzeigersinn, also im Prinzip in die andere Richtung, als sonst üblich. Unsere Idee dabei war, weniger im Strom mit den ganzen großen Motorradgruppen der Tourenanbieter zu fahren und vielleicht zeitweise auch alleine unterwegs sein zu können. Dieser Plan ging eigentlich ganz gut auf, auch wenn wir natürlich weder die ersten noch die einzigen waren, die diese Idee hatten.

Anreisetag (Mi, 03.12.2025): Ankunft in Ha Giang gegen 15:30, Check-in und Akklimatisierung, Informationen und Angebote zu Motorradmiete einholen, Gepäck für Loop und zur Aufbewahrung in Ha Giang packen

  • Unterkunft: HaGiangGo Hostel in Ha Giang (€ 10,50/Nacht)
  • Abendessen: zu Fuß im „Odyssey Kitchen“ in Ha Giang

Tag 1 (Do, 04.12.2025): Fahrt von Ha Giang nach Du Gia. Auf dieser Strecke gab es teilweise sehr schlechte Straßen und aus unserer Sicht war dies die schwierigste Strecke des Loops, Übernachtung in Du Gia.

  • Frühstück: mit dem Motorroller zu „Top of the Loop“ in Ha Giang
  • Strecke: ca. 90 Kilometer
  • Dauer (inkl. kurzer Pausen für Kaffee und Wasser): ca. 4 Stunden
  • Sehenswürdigkeiten: Du Gia Waterfall
  • Unterkunft: Muong Tra Stream Homestay in Du Gia (€ 14,-/Nacht)
  • Abendessen: H’mong Restaurant in Du Gia

Tag 2 (Fr, 05.12.2025): Fahrt von Du Gia nach Meo Vac. Leider hatten wir an diesem Tag Pech mit dem Wetter und es regnete die gesamte Fahrt über. Da die Sichtverhältnisse äußerst schlecht waren, konnten wir teilweise auch nur sehr langsam fahren. Das machte so keinen Spaß und damit wir es möglichst schnell hinter uns bringen konnten, machten wir keine Pause und fuhren die Strecke durch. Zum Glück waren die Straßen die meiste Zeit besser als an Tag 1. Ich hatte zuvor überlegt die zweite Übernachtung in dem Ort Dong Van zu buchen, dann wären es für diesen Tag 19 Kilometer mehr und am nächsten dafür weniger gewesen. Nach dem Regentag war ich aber sehr froh, mich so entschieden zu haben. Dass es an dem Tag regnen wird konnte ich natürlich vorher nicht wissen und meine Entscheidung fiel auf Meo Vac, da dieser Ort viel ruhiger als Dong Van sein soll, da die Leute der Motorradtouren angeblich alle in Dong Van nächtigen. Hier hatten wir also ein bisschen Glück.

  • Frühstück: in der Unterkunft in Du Gia
  • Strecke: ca. 75 Kilometer
  • Dauer (ohne Pause): ca. 3 Stunden
  • Unterkunft: Meo Vac Sky Homestay in Meo Vac (€ 17,60/Nacht)
  • Abendessen: in der Unterkunft in Meo Vac

Tag 3 (Sa, 06.12.2025): Fahrt von Meo Vac nach Yen Minh. Mit dem Regen war es zum Glück vorbei und auch, wenn es anfangs noch nebelig und wolkenverhangen war, wurde die Sicht von Zeit zu Zeit immer besser. Auf dieser Strecke gab es einige tolle Ausblicke und viele Sehenswürdigkeiten, bei denen wir Stopps einlegten. Da es auch noch unsere längste Strecke des Loops war, waren wir recht lang unterwegs. Das Fahren hat an dem Tag aber wieder richtig Spaß gemacht.

  • Frühstück: in der Unterkunft in Meo Vac
  • Strecke: ca. 113 Kilometer
  • Dauer (inkl. Pausen bei mehreren Sehenswürdigkeiten): ca. 7 Stunden
  • Sehenswürdigkeiten: Viewpoint of Tu San Canyon, Ma Pi Leng Pass, Lung Cu Flag Point, Northernmost Point of Vietnam (nördlichster Punkt Vietnams), Vuong-Palast (Dinh Vua Meo)
  • Unterkunft: Mam Da Homestay in Yen Minh (€ 14,30/Nacht)
  • Abendessen: in der Unterkunft in Yen Minh

Tag 4 (So, 07.12.2025): Fahrt von Yen Minh zurück nach Ha Giang. An diesem Tag hatten wir das beste Wetter und durchgehend strahlenden Sonnenschein. Leider standen wir an manchen Stellen im Stau und mussten auch einmal an einer Baustelle eine Stunde lang warten, weil die Straßen gemacht wurden und es auf dem Pass keine Ausweichmöglichkeit gab (was für ein Glück, dass das Wetter so gut war). Der Ausblick war an einigen Stellen wieder traumhaft und wir blieben öfter kurz stehen, um zu genießen und machten auch Kaffee-Pausen.

  • Frühstück: in der Unterkunft in Yen Minh
  • Strecke: ca. 100 Kilometer
  • Dauer (inkl. Verzögerungen durch Stau und Baustellen): ca. 5,5 Stunden
  • Sehenswürdigkeiten: Fairy Bosom Mountain Viewpoint, Quan Ba Heaven Gate
  • Unterkunft: HaGiangGo Hostel (€ 9,50/Nacht)
  • Abendessen: mit dem Motorroller zu „Top of the Loop“ in Ha Giang

Rückreisetag (Mo, 08.12.2025): Rückfahrt mit dem Sleeperbus nach Hanoi, Abfahrt: ca. 09:00

Weiterreise zum nächsten Stopp:

Von Ha Giang fuhren wir wieder genauso zurück wie wir angereist sind, also mit dem Sleeper tagsüber in ca. 7 Stunden nach Hanoi. Blöderweise buchte ich hier einen Bus mit einer Ausstiegsstelle, die auf der Karte näher aussah, als sie war. Im Endeffekt mussten wir noch mit einem Grab ca. eine Dreiviertelstunde durch den dichten Verkehr bis ins French Quarter zu unserer Unterkunft fahren. Dieser Fehler kann leicht vermieden werden, wenn man genau auf die Ausstiegsstelle beim Buchen achtet und sich die Strecke vorher bei Google Maps ansieht.

Das war unser Abenteuer in der Ha Giang Provinz. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen den Ha Giang Loop mit einem Motorrad zu fahren? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, die ich oben ergänzen kann, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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