Nong Khiaw

Nong Khiaw – Malerischer Ort zwischen Karstbergen

In der Provinz Luang Prabang im Norden Laos und direkt am Ufer des Flusses „Nam Ou“ befindet sich der kleine Ort Nong Khiaw (Anm.: ausgesprochen „Non Khiau“). Auch, wenn das kleine Dorf einem verschlafenen Nest gleicht, wird es bei Individual-Touristen immer beliebter. Die Region ist nämlich berühmt für ihre anspruchsvollen Wanderwege zu verschiedenen Aussichtspunkten, deren Aufstieg mit einem fantastischen 360-Grad-Blick über die wunderschönen Karstberge belohnt wird. Im Dorf findet man mehrere Reiseveranstalter, die die unterschiedlichsten Trekking-Touren anbieten. Es gibt außerdem mehrere Höhlen zu besichtigen und auch die Möglichkeit per Boot auf dem Fluss zu einem nahegelegenen Dorf zu gelangen. Für Outdoor-Liebhaber, die nicht auf der Suche nach Luxus sind, ist der Ort optimal. Während unseres Aufenthaltes hat es häufig geregnet, weshalb wir ein wenig eingeschränkter waren in den Aktivitäten. Wir konnten aber gut entspannen, denn das geht in dem ruhigen Ort am Fluss auch sehr gut. Für weniger Regen sind die Monate November bis Februar für einen Besuch wohl besser geeignet.

Unsere bisherigen Aufenthalte in Nong Khiaw:

  • 21.04. –25.04.2025 (4 Nächte)

Unsere Anreise nach Nong Khiaw:

Über unsere Unterkunft in Luang Prabang buchten wir eine Mini-Bus-Fahrt nach Nong Khiaw. Wir bezahlten umgerechnet ca. € 9,80 pro Person und wurden direkt von unserer Unterkunft abgeholt. Die Fahrt der ungefähr 140 Kilometer dauerte ca. 4 Stunden. Am Weg waren oft riesige Schlaglöcher, durch die nur im Schritttempo gefahren werden konnte und die Straßen erinnerten uns streckenweise ein wenig an die in Nepal. Dennoch empfanden wir die Fahrt als kurzweilig, da wir vorbei an wunderschöner Natur und durch authentische, kleine Dörfer fuhren.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Nong Khiaw:

Arthith Guesthouse: Die Besitzerin war sehr aufgeschlossen und freundlich und ihre 3-jährige Tochter richtig süß. Die Lage der Unterkunft war für uns optimal. Wir kamen zu Fuß überall gut hin und waren auch recht schnell bei der Brücke, um auf die andere Seite des Flusses zu gelangen. Das Zimmer war groß und auch, wenn es schon etwas in die Jahre gekommen war, und das Badezimmer etwas feucht war, hat es für uns gut gepasst. Der Ausblick, den wir vom Balkon hatten, war spektakulär. Wir verbrachten hier vier Nächte und bezahlten pro Nacht umgerechnet ca. € 19,50 (exkl. Frühstück). Die Buchung der Tickets für den Mini-Bus zur Weiterreise konnten wir auch sehr einfach über die Unterkunft abwickeln.

Fortbewegung in Nong Khiaw:

Zu Fuß: Nong Khiaw ist ein recht kleines Dorf, weshalb man sich hier ohne Probleme sehr gut zu Fuß fortbewegen kann. Man kann natürlich auch einen Motorroller ausleihen, um schneller bei den im Umkreis liegenden Eintrittspunkten für Viewpoints oder Höhlen zu sein. Manche Höhlen und Viewpoints sind näher, andere ca. 2 km entfernt, zu denen man dann in ca. 30 Minuten Fußmarsch gelangt. Für uns hat es gut ausgereicht überall zu Fuß hinzugelangen und wir haben uns dagegen entschieden einen Roller zu mieten, da es während unseres Aufenthaltes leider auch viel regnete.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Nong Khiaw:

Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.

Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.

PhaMery Viewpoint: Der Eingang dieses Aussichtspunktes ist einen ca. 30-minütigen Spaziergang vom Ort entfernt. Als wir beim Tickethäuschen ankamen, war allerdings niemand dort, also mussten wir auch keinen Eintritt bezahlen. Die Wanderung bis zum Viewpoint hinauf war ziemlich anstrengend und stellenweise auch nicht ganz ungefährlich, weshalb wir sie wohl nie mit kleinen Kindern machen würden. Uns hat es trotz der drückenden Hitze Spaß gemacht den abenteuerlichen Weg über Felsen und Bambusleitern zu klettern. Oben angekommen hatten wir einen 360°-Ausblick, der wirklich atemberaubend schön war. Mit 1,5 Liter hatten wir definitiv zu wenig Wasser mit, da wir ganz schön ins Schwitzen kamen. Ein heißer Tipp ist hier also: Gutes Schuhwerk und ausreichend Wasser mitbringen!

Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:

  • weitere Viewpoints: Es gibt unzählige Viewpoint-Wanderungen in der Gegend. Hier sucht man am besten auf Google-Maps die Gegend ab und entscheidet intuitiv, welcher für einen selbst am besten passt.
  • einige Höhlen: Es gibt in der Gegend mehrere Höhlen, die man besichtigen kann. Wir hätten das gerne gemacht, da uns interessiert hätte, wie die Menschen hier früher während der extremen Bombardierung gelebt haben. Sie haben nämlich angeblich zu der Zeit des „heimlichen Krieges“ in den Höhlen gelebt, um Schutz vor den Bomben der USA zu suchen. Leider hat es bei unserem Aufenthalt viel geregnet, weshalb wir den Besuch einer Höhle auslassen mussten.
  • Bootsfahrt bzw. Kajak-Fahrt auf dem Nam Ou-Fluss: Der Nam Ou-Fluss ist wirklich schön und das Wasser, im Vergleich zum Mekong, rein. Eine Boots- oder Kajakfahrt soll gerade mit der Kulisse rundherum wunderschön sein.
  • Besuch des Dorfes „Muang Ngoy“: Es ist angeblich möglich mit einem öffentlichen Boot in den Ort zu gelangen, aber ob am selben Tag die Rückkehr nach Nong Khiaw möglich ist, ist unklar. Hier sollte man dann vielleicht besser eine Übernachtung einplanen. Oder man bucht ein Package mit einem der unzähligen Touranbieter. Dann hat man ein privates Boot und kann auch gleich mehrere Ausflugsziele miteinander kombinieren.

Lokale und Restaurants in Nong Khiaw:

Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv. 

Chill & Grind Café: Direkt von unserer Unterkunft die Straße rauf befindet sich dieses kleine Café. Es hat ausgezeichneten Kaffee und man kann den Cappuccino auch mit Hafermilch bestellen. Das Café lädt zum Entspannen ein und wir haben dort gerne Zeit verbracht.

  • Für 1x Lao Ancient Coffee, 1x Oat-Cappuccino, 1x 1,5l Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 3,30.

Tonpho Restaurant: In diesem Restaurant aßen wir zweimal, da wir die Gerichte und auch Preise richtig gut fanden. Das Restaurant betreibt eine Familie, die bei unserem Aufenthalt auch einen kleinen Welpen im Lokal hatte, der ziemlich süß und sehr verspielt war.

  • Für 1x Panang Curry, 1x Stirfried Basil, 1x gr. Beerlao, 1x Mangoshake bezahlten wir umgerechnet ca. € 7,-.

Home Cafe and Restaurant: Auf der anderen Seite der Brücke frühstückten wir hier zweimal und mochten es sehr. Die Preise sind im Vergleich vielleicht ein bisschen höher, aber es gibt eine gute Auswahl und der Besitzer war sehr freundlich. Wenn man Platz nimmt, bekommt man gleich ein Glas Wasser und eine Banane aufs Haus. Cappuccino kann man mit Soja- oder Kokosmilch bestellen. Für uns war es der beste Platz, um zu frühstücken.

  • Für 2x Breakfast-Set 2 (Baguette, 2 Spiegeleier, Butter, Marmelade, Fruchtsalat, Kaffee) bezahlten wir umgerechnet ca. € 7,80.

2 Sisters Restaurant: Als wir in diesem Restaurant aßen, waren wir – anders als in vielen anderen Restaurants in Nong Khiaw – nicht ausschließlich von anderen Touristen umgeben, denn es aßen auch Einheimische dort, die sich köstlich unterhielten. Das Essen wurde frisch zubereitet und wir mochten es sehr. Auch frische Kokosnüsse konnten wir hier bestellen.

  • Für 1x Massaman Curry mit Reis, 1x Stirfried Morningglory mit Reis, 2x Kokosnuss, 1x 0,6l Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 7,40.

Noi & Ni Restaurant: Dieses Restaurant befand sich ganz in der Nähe unserer Unterkunft. Es war immer gut von Touristen besucht und das Essen war gut.

  • Für 2x Pad Thai, 1x kl. Beerlao, 1x Mango-Shake bezahlten wir umgerechnet ca. € 7,20.

The Trio Bar: Um einmal auch in einem anderen Lokal zu frühstücken, wählten wir dieses Café, das abends eine Bar zu sein schien. Das Menü wirkte ganz gut auf uns, also wollten wir es ausprobieren, auch wenn es etwas teurer als andere Restaurants im Ort war. Ich bestellte die „Avocado Toasties mit Scrambled Tofu“. Mein Kaffee und Constis „Stirfried Basil mit Reis“ kam recht schnell. Als Consti schon zur Hälfte mit seinem Gericht fertig war, kam meine Bestellung, allerdings falsch, da statt dem Scrambled Tofu Ei drauf war. Als ich sie darauf hinwies entschuldigten sie sich und meinten, dass es keinen Tofu mehr gäbe. Also bekam ich Toast mit Avocado. Die Speisen waren geschmacklich in Ordnung, aber preislich bekommt man weit bessere Gerichte in anderen Lokalen dort.

  • Für 1x Avocado Toasties (leider ohne Scrambled Tofu), 1x Fresh Fruitsalad, 1x Cappuccino mit Coconutmilk, 1x Stirfried Basil mit Tofu und Reis, 1x 1,5l Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 10,-.

Weiterreise zum nächsten Stopp:

Mit dem Mini-Bus fuhren wir wieder zurück nach Luang Prabang, da wir von dort aus den Zug nehmen wollten, um weiter in den Süden des Landes zu gelangen. Es hätte aber auch verschiedene weitere Möglichkeiten gegeben, mit dem Mini-Bus von Nong Khiaw in andere Orte in Laos zu gelangen. Die Tickets für den Mini-Bus kauften wir über unsere Unterkunft. Wir wurden von der Unterkunft abgeholt und mitsamt Gepäck zur Busstation gebracht. Dort mussten wir uns in der Schlange zum Ticketschalter anstellen, um einzuchecken. Die Fahrt nach Luang Prabang kostete uns 150.000 Kip pro Person (= € 6,15) und war demnach günstiger als andersherum von Luang Prabang nach Nong Khiaw. Als wir in den Minibus stiegen, wussten wir auch warum es günstiger war: Der Bus war sehr alt und klapprig, es war eng und es gab keine Klimaanlage. Nach 4 Stunden kamen wir in Luang Prabang bei der Bus Station an.

Das war unser Abenteuer in Nong Khiaw. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Nong Khiaw zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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