Pakse

Pakse – Basis für Ausflüge ins Bolaven-Plateau

Pakse ist die drittgrößte Stadt in Laos und liegt direkt am Mekong. Es gibt einen internationalen Flughafen mit Verbindungen nach Vientiane, Savannakhet, Luang Prabang, Siem Reap, Bangkok und Ho Chi Minh City. Von hier aus kann ein Motorrad-Loop (Pakse-Loop) gefahren werden. Da die meisten Sehenswürdigkeiten und auch das Bolaven-Plateau aber in maximal einer Stunde mit dem Roller erreicht werden können, beschlossen wir in Pakse zu nächtigen und einfach Tagesausflüge in die Umgebung aus zu unternehmen. 

Unsere bisherigen Aufenthalte in Pakse:

  • 08.05. – 11.05.2025 (3 Nächte)

     

Unsere Anreise nach Pakse:

Wir fuhren mit einem Local Bus vom Busbahnhof in Thakhek bis nach Pakse. Wir bezahlten bei einer Organisation für den Transfer ca. € 10,30 pro Person, sahen aber im Anschluss, dass die Tickets direkt am Busbahnhof für diese Fahrt nur 160.000 Kip pro Person, also umgerechnet ca. € 6,30 kosteten. Außerdem gab es gegen Ende der Busfahrt eine dort typische Betrugsmasche, von es klug ist, sie im Vorhinein zu kennen, um dann richtig reagieren zu können. Also, hier kommt sie: Ca. neun Kilometer außerhalb von Pakse bleibt der Bus stehen, der Busfahrer ruft laut den Zielort aus und beginnt damit einfach alle Touristen-Rucksäcke aus dem Gepäckraum zu räumen und auf die Straße zu stellen. Der Betrug ist, dass die Touristen aussteigen, dann nicht oder zu spät bemerken, dass sie noch gar nicht direkt am Zielort sind und von dort für die letzten Kilometer noch ein extrem überteuertes Tuk Tuk (die dort im Nirgendwo natürlich schon warten) in die Stadt zu nehmen. So verdienen die Tuk-Tuk-Fahrer auch noch einmal an den Touristen mit und da es weit und breit dort nichts gibt, ist man ihnen und ihren Preisen völlig ausgeliefert. Alles ausgemacht! Die Einheimischen bleiben alle einfach noch im Bus sitzen, da der ja noch weiter in die Stadt fährt und sie das Prozedere bereits kennen. Glücklicherweise habe ich zuvor schon davon gelesen und war darauf vorbereitet. Internet am Handy ist hier übrigens überaus sinnvoll, da man dann in der App „Google Maps“ genau sehen kann, wo man sich gerade befindet. Wir stiegen nur kurz aus, um unsere Rucksäcke einzusammeln und stiegen damit dann einfach wieder in den Bus ein. Die anderen Touristen taten es uns gleich und nach einer Wartezeit, fuhr der Bus auch ohne weitere Diskussion weiter in die Stadt zum eigentlichen Zielort. Von der Ausstiegsstelle des Busses in der Stadt gingen wir dann zu Fuß zu unserer Unterkunft.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Pakse:

Sabai ca Baille Guesthouse: Wir nächtigten in diesem Guesthouse für ungefähr € 12,50 pro Nacht. Der Vermieter war sehr freundlich und es gab sogar einen Wasserspender im Eingangsbereich, an dem man sich kostenfrei bedienen durfte. Jedes Zimmer hatte dafür eine Glas-Karaffe, die man im Kühlschrank neben dem Wasserspender aufbewahren konnte. In der Unterkunft wird übrigens Frühstück gegen Aufpreis angeboten, was wir am Abreisetag ausprobierten und dabei sehr positiv überrascht waren. Es gab Baguette mit Butter und Marmelade, Coconut-Waffeln, eine Fruchtbowl und einen Americano für umgerechnet ca. € 6,20.

Fortbewegung in Pakse:

Roller: Um Pakse und die Umgebung zu erkunden, bietet es sich sehr an einen Motorroller zu mieten. Wir waren dafür bei „Miss Noy Motorbike“ und bekamen dort einen Honda Click (125ccm) für ca. € 8,20 pro Tag. Die Miete war absolut unkompliziert und man konnte auch direkt seine Wäsche zum Waschen abgeben. Nur eine kleine Vorwarnung: Der Vermieter ist kein Einheimischer und hat einen sehr eigenwilligen Humor, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Wer selbst übrigens nicht Roller fährt, kann auch verschiedene Tages-Touren zu den beliebten Sehenswürdigkeiten der Umgebung buchen.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Pakse:

Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.

Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.

Vat Phou: Seit 2001 gehört diese teilweise in einen Berg gebaute Khmer-Tempelanlage zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es handelt sich um einen ehemals hinduistischen (später buddhistischen) Tempelkomplex. Die erhaltenen Ruinen sollen Großteils aus dem 11. bis 13. Jhdt. stammen, teilweise wurden sie bis ins 6. Jhdt. zurückdatiert, was sogar der viel größeren und bekannteren Anlage Angkor Wat in Kambodscha vorausgehen würde. Der Ort ist knapp 400 Kilometer von Angkor entfernt und soll damals über eine breite Straße mit Angkor verbunden gewesen sein. Hinter den Ruinen führt ein Weg auf einen Hügel, von dem aus man einen tollen Ausblick auf den unteren Teil der Anlage und die Umgebung hat. Für Parken und Eintritt bezahlten wir hier ca. € 2,50 pro Person. Nachdem man sein Ticket am Eingang vorzeigt, wird man kostenfrei mit einem kleinen Shuttle näher an die Anlage gefahren. Zurück zum Ausgang kann man ebenso gelangen, wir gingen allerdings zu Fuß, da gerade kein Shuttle vor Ort war und der Weg auch nicht sehr weit war.

Tad Fane Waterfall (& Zip-Line): Beim beeindruckenden Tad Fane Zwillingswasserfall auf dem Bolaven-Plateau schießt das Wasser ca. 120m in die Tiefe. Neben spektakulärem Ausblick auf den Wasserfall gibt es auch die Möglichkeit an einer Zip-Line am Wasserfall vorbeizufliegen. Für Parken und Eintritt bezahlten wir hier ca. € 1,50 pro Person.

LAK 40 – Bolaven Plateau Coffee Producers Cooperative Cafe: Das Bolaven Plateau ist eine 1200m hoch gelegene und 10.000 km² große Hochebene im Süden von Laos und auch die fruchtbarste Region des Landes. Hier gibt es einige Tee- und Kaffeeplantagen. Das LAK 40 ist eine kleine Plantage mit angeschlossenem Café, in dem wir für umgerechnet ca. € 4,10 pro Person eine Führung bekamen. Die Chefin zeigte uns dabei die Pflanzen im Garten und die Maschinen für die Verarbeitung. Sie betreibt die kleine Familien-Plantage in dritter Generation. Tee wird hier ganzjährig geerntet und getrocknet, die Kaffeeernte findet von Dezember bis Februar statt. Im Anschluss tranken wir noch einen Kaffee und kauften im eigenen Shop ein paar Souvenirs ein.

Tad Gneuang Waterfall: Der Tad Gneuang Wasserfall befindet sich auf dem Bolaven Plateau, ganz in der Nähe von LAK 40. Wir bezahlten für Parken und Eintritt ca. € 1,70 pro Person. Im Areal gibt es mehrere Souvenirshops und Restaurants. Der Wasserfall ist ungefähr 40m hoch und gefiel uns richtig gut. Oberhalb des Wasserfalls gibt es die Möglichkeit zu baden. Wir sahen viele Einheimische, die dort im Wasser picknickten und deren Kinder im Wasser den Spaß ihres Lebens hatten.

Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Thakhek auf unserer Liste:

  • Wat Phousalao (& Big Buddha): Tempel und Goldene Buddha-Statue auf einem Hügel, umgeben von Natur
  • Dao Hueng Market (main Pakse Market): größter Markt in Pakse und liegt ca. 2 Kilometer südöstlich der Stadt
  • Vat Oumoung: eine historische Khmer-Tempelanlage, 40 km südlich von Pakse

Lokale und Restaurants in Pakse:

Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv. 

La Terrasse: An unserem Ankunftsabend hatten wir noch keinen Motorroller, daher mussten wir ein Restaurant in der Nähe unserer Unterkunft finden, das noch offen hat. Unsere Wahl fiel mangels anderer Optionen auf diese Pizzeria. Pizza war ganz gut, aber ohne vegane Optionen ist es einfach immer ziemlich langweilig für mich. Dafür war es dann eigentlich auch nicht günstig.

  • Für 2x Pizza Margherita (1x ohne Käse), 1x Pepsi, 1x kl. Beerlao bezahlten wir umgerechnet ca. € 16,50.

Vida Bakery Cafe: Das Vida Bakery war unser Lieblingscafé in Pakse. Hier gab es ein tolles Menü mit einigen vegetarischen/veganen Optionen und „All Day Breakfast“. Außerdem kann man auch Hafermilch für seinen Kaffee bestellen. Top!

  • Für 1x French Toast, 1x Long Black, 1x Mango-Shake, 1x Hummus Platter, 1x Oat-Cappuccino, 1x Pineapple-Shake bezahlten wir umgerechnet ca. € 10,30.

La Boulange, French Traditional Bakery: Wir waren hier für ein spätes Frühstück, leider war schon viel aus der Karte nicht mehr zu haben, wie beispielsweise Butter. Pflanzliche Milch gab es leider auch nicht zur Wahl. In Summe ein eher enttäuschendes Frühstück für uns.

  • Für 2x Baguette mit Honig, 2x Americano bezahlten wir umgerechnet ca. € 7,80.

Sanga Hostel and Souvenir: Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um ein Hostel, das auch ein Restaurant und einen kleinen Souvenirladen betreibt. Die Speisen waren sehr gut und preislich wirklich günstig. Im Anschluss kauften wir noch ein paar kleine Souvenirs im Shop.

  • Für 1x Yellow Curry with Coconut, 1x Spaghetti Bolognese mit Tofu, 1x 1,5l Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 5,80.

HUG Coffee: Ein kleiner Coffeeshop mit gutem Kaffee und pflanzlicher Milch im Angebot. Schade nur, dass man seinen Kaffee ausschließlich im Plastikbecher bekommt. Man kann im klimatisierten Innenbereich auf ein paar wenigen Hockern, oder draußen vor dem Café in Camping-Stühlen sitzen.

  • Für 2x Oat-Cappuccino bezahlten wir umgerechnet ca. € 3,30.

Weiterreise zum nächsten Stopp:

In Pakse buchten wir zwei Tage vor der Weiterreise direkt über die Organisation „Green Paradise“ einen Transfer nach Don Det (4000 Islands). Im Preis von 160.000 Kip pro Person (= ca. € 6,30) waren die Fahrt mit dem Mini-Bus und auch das Fährticket inkludiert. Wir starteten um 09:00 und brauchten ungefähr 3 Stunden, bis wir am Ziel waren.

Das war unser Abenteuer in Pakse. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Pakse zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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