Laos – Land der Millionen Elefanten

Unsere Individual-Reise durch Laos:

Als wir in unserem Angestelltenverhältnis noch auf drei Wochen Urlaub im Sommer beschränkt waren, war Laos nie auf unserer Liste, der zu bereisenden Länder. Wir haben uns zu dieser Zeit nicht näher mit dem einzigen Binnenstaat in Südostasien beschäftigt und weil wir immer auch die Möglichkeit haben wollten im Meer zu schwimmen, fiel Laos als Urlaubsziel direkt weg. Im Zuge unserer Langzeitreise stand es aber am Plan und wir sind rückblickend betrachtet überaus froh, dieses Land erkundet zu haben. Ziemlich schnell haben wir uns in Land und Leute verliebt und hätten wirklich etwas verpasst, wenn wir Laos übersprungen hätten. Vermutlich aus ähnlichen Gründen, die uns zuvor davon abhielten es zu bereisen, wird das Land noch von viel weniger Touristen besucht, wenn man es mit seinen Nachbarn Thailand und Vietnam vergleicht. Die Landschaft ist aber ebenso atemberaubend, die Menschen freundlich und die Möglichkeit für Aktivitäten vielfältig. Einzig die Küche hat uns im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern nicht übermäßig begeistert. Laos gehörte definitiv zu den kostengünstigsten Ländern, die wir im Zuge unserer Langzeitreise erkundeten.

Anmerkung: „Land der Millionen Elefanten“ (auf Laotisch: Lan Xang) ist ein historischer Beiname und geht auf das gleichnamige Königreich zurück, das im 14. Jahrhundert gegründet wurde. Das Königreich der Millionen Elefanten stand für militärische Macht und den einst riesigen Elefantenbestand der Region. Heute leben in dieser Gegend schätzungsweise nur noch etwa 1.000 bis 1.500 Elefanten in freier Wildbahn sowie in menschlicher Obhut und sie gelten als stark gefährdet.

Unsere Anreise nach und Einreise in Laos:

Wir reisten von Chiang Rai in Thailand aus über die Landesgrenze nach Laos an. Dafür stiegen wir in Chiang Rai am Busterminal 1 in einen Local Bus, der uns für umgerechnet ca. € 3,70 pro Person in ungefähr zweieinhalb Stunden an die Thailändische Grenze brachte. Die Busse dort starten alle 30 bis 60 Minuten, weshalb wir einfach nach Erreichen des Terminals auf den nächsten Bus warteten. (Aber Achtung: Sollte dich dort ein Taxifahrer ansprechen und dir erklären wollen, dass der letzte Bus gerade weg ist, der nächste erst in vielen Stunden kommen würde und er dich persönlich günstig zur Grenze bringen kann, winke ihm freundlich ab. Das ist ein Scam und stimmt nicht! Einfach auf den nächsten Bus warten.) An der Grenze ging es direkt zur Immigration, um den Ausreisestempel im Reisepass zu bekommen und auf der anderen Seite dann in einen kleinen Shuttle-Bus, der uns für umgerechnet ca. € 1,- pro Person über die „Friendship Bridge No. 4“ und somit über die Grenze nach Laos brachte. Auf der Brücke, die über den Mekong führt sieht man an den Seiten Flaggen, bis zur Hälfte die Thailand-Flagge und danach die Flagge von Laos. Bei der Laotischen Immigration angekommen, füllten wir erst alle Formulare für die Einreise aus und bezahlten USD 40,- (= ca. € 35,-) für unser Visum, das 30 Tage gültig war. Hier ist es besonders empfehlenswert druckfrische USD-Scheine dabei zu haben, da Scheine mit Falten oder Rissen nicht akzeptiert werden. Es gibt auch noch ein paar Extragebühren zu bezahlen, die ein bisschen undurchsichtig wirken, aber sehr geringe Beträge sind. Wir konnten die Gebühren mit Thai Baht bezahlen und im Endeffekt waren es etwas mehr als € 0,50 pro Person, also kaum der Rede wert. Von dort ging es für uns dann mit einem Sammeltaxi für umgerechnet ca. € 2,65 pro Person (wir konnten auch hier noch mit Thai Baht bezahlen) zu unserer Unterkunft in der laotischen Grenzstadt Ban Houayxay („Somewhere over the River“). Dort blieben wir für eine Nacht, bevor es dann in einer zweitägigen Slowboat-Fahrt auf dem Mekong weiter ins Land hinein ging. Für die Slowboat-Fahrt bezahlten wir umgerechnet ca. € 18,10 pro Person und bekamen die Tickets dafür in unserer Unterkunft. Nach dem Frühstück fuhren wir am nächsten Morgen langsam ungefähr 6-7 Stunden am Mekong entlang. Wir schliefen eine Nacht als Zwischenstopp in dem Ort „Pak Beng“ (Unterkunft: „Janh Ya Phone Guesthouse“) und erreichten am Tag danach noch unser Ziel Luang Prabang. Die Unterkünfte buchten wir zuvor über die App „booking.com“. Die Einreise mit dem Slowboat bis Luang Prabang können wir allen Reisenden empfehlen, die lange sitzen und die Ruhe genießen können. Mit Musik auf den Kopfhörern die langsam vorbeiziehende Landschaft zu beobachten, war für mich jedenfalls eine schöne Erfahrung und ich las auch zwischendurch immer wieder gerne in meinem Buch weiter. Für manch andere Reisende war die Fahrt sichtbar zu langweilig. Es ist sicher klug sich im Vorfeld damit auseinanderzusetzen, denn es gibt ja auch andere Möglichkeiten in das Land einzureisen.

Mit dem Slowboat von Ban Houayxay nach Luang Prabang – Hard Facts:

Ankunftstag in Ban Houayxay:

Unterkunft in Ban Houayxay: „Somewhere over the River“

  • 1 Nacht um ca. € 9,- inkl. Frühstück & hier auch die Möglichkeit eine Local Sim-Karte (zu unterschiedlichen Datenvolumen und Preisen) und die Tickets für die Slowboat-Fahrt (= ca. € 18,10 p. P.) nach Luang Prabang zu erwerben

Restaurant in Ban Houayxay: Mae Da Restaurant

  • Für 2x gr. Beerlao, 1x Stirfried Veg. mit Ei und Reis, 1x Stirfried Veg. mit Tofu und Reis, 2x Banana-Muffins bezahlten wir umgerechnet ca. € 9,-.

Tag 1 – von Ban Houayxay nach Pak Beng:

  • Frühstück 07:30 in der Unterkunft
  • Abholzeit Sammeltaxi: 08:30
  • Start Slowboat zwischen 09:30 und 10:00
  • Dauer der Fahrt: ca. 6 Stunden

Das Boot war ausgebucht und alle Sitzplätze besetzt. Die Plätze bestanden aus alten, gepolsterten Autositzen und sie waren auf die eigene Ticketnummer reserviert, was bedeutet, dass man nicht um seine Plätze streiten musste. Bis auf eine einheimische Familie waren nur ausländische Touristen an Bord.

Unterkunft in Pak Beng: „Janh Ya Phone Guesthouse“

  • 1 Nacht um ca. € 11,50 exkl. Frühstück (Frühstück und auch Lunchpaket für die Fahrt gegen Aufpreis in der Unterkunft möglich)
  • Für 2x Breakfast Set 1 und ein Lunchpaket für das Boot (1x Baguette mit Käse, 1x Veg. Reis) bezahlten wir umgerechnet ca. € 10,20.

Restaurant in Pak Beng: Alisa

Für 1x Mix. Veg. mit Reis, 1x Red Curry mit Reis, 1x Bananen-Kokosnuss-Shake, 1x kl. Beerlao, 1x gr. Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 9,90.

Tag 2 – von Pak Beng nach Luang Prabang:

  • Start nach dem Frühstück, Uhrzeit habe ich leider nicht notiert
  • Dauer der Fahrt: ca. 7 Stunden

In unserem Fall war es ein anderes Boot als am Vortag und die am Tag zuvor reservierten Plätze galten hier auch nicht mehr. Es empfiehlt sich jedenfalls früh genug da zu sein, um noch einen passenden Platz wählen zu können. Diesmal gab es statt der gepolsterten Sitze überall Holzbänke und die spürten wir nach mehreren Stunden dann doch etwas.

Geld in der Landeswährung bekommen:

Bei den Geldautomaten (ATM) bekommt man ohne Probleme die Landeswährung, muss dabei aber bedenken, dass bei jeder Abhebung eine Gebühr von 30.000 Kip (= ca. € 1,20) fällig wird. Je nachdem mit welcher Karte man Geld behebt, können dann zusätzlich auch noch Kosten an die eigene Bank dazu kommen. Bei manchen Geldautomaten ist die Abhebung dabei auf 1,5 Mio. Kip (= € 60,80) begrenzt, an anderen kann man bis zu 2 Mio. Kip (= € 81,10) beheben. Die besten Erfahrungen haben wir mit den Automaten der Bank BCEL gemacht.

Lokale Sim-Karte mit Datenvolumen:

Eine Sim-Karte in Laos zu bekommen ist einfacher, als man denken mag. An Flughäfen und Shops in den Städten kann man Sim-Karten kaufen, aber es bieten auch bereits einige Guesthouses und Hostels die Sim-Packages zum Kauf an. Am besten fragt man einfach in der Unterkunft nach und es wird einem mit Sicherheit weitergeholfen. Es gibt verschiedene Anbieter, wobei ich gelesen habe, dass „Unitel“ die beste Netzabdeckung haben soll, weshalb wir uns auf unserer Laos-Reise dafür entschieden haben. Weitere Anbieter sind: Lao Telecom (Laotel), TPlus und ETL. Unser Paket von Unitel beinhaltete 30 GB Datenvolumen, war für 30 Tage gültig und kostete uns 230.000 LAK, also umgerechnet ca. € 9,45. Möglicherweise gibt es im Shop auch günstigere Varianten – wir haben die Sim-Karte in unserem Guesthouse erworben und es war dort das teuerste von mehreren angebotenen Paketen mit unterschiedlichem Datenvolumen.

Hilfreiche Apps für die Laos-Reise:

  • Loca & InDrive
  • LCR Ticket App: offizielle Ticketing-App der Laos-China Railway Co., Ltd.

Wäsche waschen in Laos:

Seine Wäsche in Laos waschen zu lassen funktioniert, jedenfalls in den touristischeren Orten, ganz ohne Probleme und genauso wie in den umliegenden Ländern auch. Wir ließen während unseres Aufenthaltes insgesamt dreimal waschen und waren immer zufrieden. Auch preislich ist das in Laos kein Thema – wir bezahlten beispielsweise für ca. 1,8 Kilogramm Wäsche umgerechnet ca. € 1,85.

  • Luang Prabang: Noy Laundry
  • Vang Vieng: DD Guest House (unsere Unterkunft)
  • Pakse: erst wollten wir bei Sunny Laundry waschen, aber gaben die Wäsche dann bei Miss Noy Motorbike ab, da wir dort auch gleich einen Motorroller mieteten

Unsere Route:

Reisezeit: 15.04. – 14.05.2025 (4 Wochen)

Ban Houayxay – Pak Beng – Luang Prabang – Nong Khiaw – Luang Prabang – Vang Vieng – Vientiane – Thakhek – Thalang – Na Hin – Thakhek – Pakse – Don Det (4000 Islands)

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