Quy Nhon

Quy Nhơn – Authentische Küstenstadt Zentralvietnams

Quy Nhon ist eine Küstenstadt in Zentralvietnam, die Hauptstadt der Provinz Binh Dinh und soll sich durch unberührte Strände, eine reiche Geschichte und eine authentische Atmosphäre auszeichnen, die noch weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben ist. Da Oktober und November die zwei Monate mit den mit Abstand stärksten Niederschlagsvoraussagen sind, waren wir auf ein bisschen Regen zu unserer Reisezeit eingestellt. Was wir allerdings nicht eingeplant hatten, war der Taifun, der sich gerade von den Philippinen aus auf uns zubewegte. Da wir nicht allzu knapp vor dem Eintreffen des tropischen Wirbelsturms auf die Küste weiterreisen wollten, beschlossen wir schon einen Tag früher als geplant aus Quy Nhon abzureisen, um dann nicht während eines Sturms im Bus sitzen zu müssen, oder gar an einem Ort festzustecken. Ohne Taifun hätten wir uns einen Motorroller geliehen und die Gegend erkundet, aber so hatten wir leider diesmal keine Zeit dafür und hatten nur einen vollen Tag in der Stadt, die wir somit ein wenig zu Fuß erkundeten.

Dass es in Quy Nhon noch weniger westliche Touristen gibt, merkt man schnell an der Auswahl der Restaurants und, weil die Speisekarten in den meisten Fällen ausschließlich auf Vietnamesisch verfügbar sind. Die Menschen sprechen weniger häufig Englisch, kommunizieren aber gerne mit Händen und Füßen und im Notfall auch mittels Google Translate. Den Tag, den wir in der Stadt verbrachten empfanden wir als sehr authentisch und es machte uns Spaß den vietnamesischen Alltag auf der Straße zu beobachten.

Unsere bisherigen Aufenthalte in Quy Nhon:

  • 03.11. – 05.11.2025 (2 Nächte)

Unsere Anreise nach Quy Nhon:

Nach Quy Nhon kamen wir von Nha Trang aus mit einem Mini-Van (mit der Organisation „An Phu Hoi An Travel“). Die Fahrt buchten wir vorab über die App „12go Asia“ und bezahlten dafür € 14,25 pro Person. Die Kommunikation mit der Organisation der Busgesellschaft verlief prinzipiell recht gut über E-Mail und wir wurden auch vorab informiert, dass der Fahrer im Stau steht und uns statt 13:30 Uhr erst gegen 14:00 Uhr am vereinbarten Spot in Nha Trang abholen könne. Dafür bekamen wir ein Foto vom Ort, an dem wir warten sollten, was sehr hilfreich war, da wir quasi vom Straßenrand aufgelesen wurden und es dort kein Büro und keine Haltestelle gab. Als der Fahrer dann kurz nach 14:00 Uhr ankam, wirkte der ziemlich sauer. Und das spiegelte sich dann auch in seinem Fahrstil wider. Er fuhr wie ein Wahnsinniger und überholte, ohne Rücksicht auf entgegenkommende Verkehrsteilnehmer, einfach alles und jeden mit lautem Gehupe. Da die Straße zusätzlich recht serpentinenreich war, wurden wir ganz schön durchgeschüttelt. Es wurde eine kurze Pause eingelegt, um auf die Toilette zu gehen, aber in Summe waren wir dann in dreieinhalb statt vier Stunden am Zielort. Es schien also als hätte der Fahrer die durch den Stau verlorene Zeit einholen wollen. Wir waren ziemlich erleichtert, dass wir überlebt hatten und es keinen Unfall gab. In Quy Nhon riefen wir per Grab-App ein Taxi, das uns dann zu unserer Unterkunft brachte.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Quy Nhon:

Khách Sạn Lucien Hotel: Das Lucien Hotel war für uns eine gute Wahl, da wir die Lage sehr gut fanden und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis echt gut war. Wir buchten hier über „booking.com“ drei Nächte im „Dreibettzimmer mit Badewanne“, das eigentlich ein Doppelzimmer war und bezahlten umgerechnet ca. € 11,70 pro Nacht. Das Zimmer war relativ groß, hatte Doppelbett, Kühlschrank, Wasserkocher, Klimaanlage und TV und ein sehr großzügiges Badezimmer mit Badewanne und Dusche. Alles wirkte noch recht neu. Ich empfand den Geruch im Zimmer als unangenehm, Consti nicht. Kann gut sein, dass auch einfach ein Putzmittel verwendet wurde, das ich nicht gut riechen konnte. Das Zimmer war annehmbar sauber, der Boden und Ablageflächen waren etwas fleckig, aber für den Preis war es wirklich in Ordnung. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und die Rezeption immer besetzt. Als wir ohne Vorankündigung bereits nach der zweiten Nacht auscheckten, mussten wir sogar nur für zwei Nächte bezahlen, anstatt der gebuchten drei Nächte. Das war wirklich nett, denn eigentlich hätte es keine Stornooption mehr gegeben. Es handelt sich also hier tatsächlich um einen kundenorientierten Service – TOP!

Fortbewegung in Quy Nhon:

Taxi (über Grab): Taxis kann man problemlos über die App „Grab“ buchen.

Zu Fuß: Wir erkundeten die Umgebung unseres Hotels zu Fuß und konnten Restaurants, Supermärkte und ein paar Tempel und Kirchen gut erreichen. Um Strände und andere Sehenswürdigkeiten sehen zu können, empfiehlt es sich wohl einen Motorroller auszuleihen oder Taxis zu buchen.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Quy Nhon:

Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.

Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.

Quy Nhon Cathedral (Nhà Thờ Chánh Tòa Qui Nhơn): Diese katholische Kirche befand sich ganz in der Nähe unserer Unterkunft und als wir ihr einen Besuch abstatteten, war sie gerade geöffnet, weshalb wir sogar einen Blick hineinwerfen konnten.

Long Khanh Pagoda: Ein buddhistischer Tempel, den wir nicht betraten, aber der von der Straße aus gut zu sehen war und auf den wir schnell aufmerksam wurden. Von weitem sieht man schon die Pagoden im chinesischen Stil. Als wir abends noch einmal dran vorbei spazierten, sahen wir uns auf dem Gelände etwas näher um und entdeckten einen großen Buddha und viele große Töpfe mit Bonsai an den Rändern stehen. Durch die Beleuchtung auch mit Laternen in den Bäumen hatte der Ort im Dunkeln eine sehr schöne Ausstrahlung.

Tam An Pagoda: Dies ist ebenfalls ein buddhistischer Tempel, an dem wir bei unserem Spaziergang vorbeikamen. Wir betrachteten ihn nur von außen und tranken Kaffee im gegenüberliegenden Café.

Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:

  • Bãi biển Quy Nhon: Der Strand von Quy Nhon soll ziemlich lang und sehenswert sein.
  • Ky Co Beach: In den Google-Rezensionen steht, dass diese schöne Bucht nur per Boot über das Wasser erreichbar ist.
  • Bãi Xếp – Quy Nhơn: Ein Fischerdorf mit angeblich einem schönen Strand, das in ca. 25 – 30 Minuten Fahrt von der Stadt aus zu erreichen sein soll.
  • Bảo Tàng Tổng Hợp Bình Định: ein Museum

Lokale und Restaurants in Quy Nhon:

Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv. 

OM Bistro – Vegan & Coffee (Ẩm Thực Thuần Chay & Cà Phê): Im Om Bistro haben wir vegane Pasta gegessen. Sie war ganz gut, vielleicht ein wenig süß für unseren Geschmack. Das Personal ist sehr zuvorkommend und kann ein wenig Englisch. Auch die Speisekarte ist neben Vietnamesisch auch in Englisch gedruckt, was sehr praktisch ist. Bevor die bestellten Gerichte gebracht werden, werden Päckchen mit Nüssen und Sonnenblumenkerne und feuchte Tücher auf den Tisch gelegt, die zusätzlich kosten, wenn man sie in Anspruch nimmt. Wir nahmen die Nüsse und Sonnenblumenkerne mit und bezahlten dafür um die 25.000 Dong extra (= ca. € 0,80). Direkt neben dem Om Bistro gibt es noch ein zweites veganes Restaurant, das wir aber nicht getestet haben.

  • Für 1x Pesto-Pasta, 1x Tomato-Pasta, 1x Herbal Iced Tea, 1x Pineapple-Juice und die Päckchen mit Nüssen und Sonnenblumenkerne bezahlten wir umgerechnet ca. € 7,70.

Rovina Cofffee: Hier legten wir einen kleinen Kaffee-Stopp auf unserem Spaziergang ein. Die Karte ist nur auf Vietnamesisch, konnte aber mit Google Lens gut übersetzt werden. Wir tranken vietnamesischen Eiskaffee, der uns gut schmeckte. Man konnte hier das Treiben auf der Straße ein wenig beobachten. Direkt gegenüber befindet sich die Tam An Pagoda.

  • Für 1x Iced Black Coffee und 1x Iced Milkcoffee bezahlten wir umgerechnet ca. € 1,45.

Highlands Coffee AN PHU THINH QNHON: Das Highlands Coffee ist eine Kette, die man in ganz Vietnam immer wieder findet. In jedem Highlands Coffee, in dem wir bisher waren, konnten wir auch gut mehrere Stunden bleiben und am Laptop arbeiten, so auch in diesem. Es gibt mehrere Tische, einen oberen Stock und Steckdosen im Boden. Pflanzliche Milch gibt es keine, aber den Iced Americano finde ich ziemlich gut dort.

  • Für 1x Iced Americano (s) und 1x Iced Vietnamese Black Coffee bezahlten wir umgerechnet ca. € 2,50.

Straßen-Banh-Mi-Verkäufer gegenüber von „Ẩm Thực Chay Thanh Tâm 2“: Wir wollten gerne vegetarische Banh Mi zum Frühstück essen und spazierten zum Eckrestaurant „Ẩm Thực Chay Thanh Tâm 2“, wir taten uns aber schwer damit das Menü-Schild zu entziffern und hatten nicht das Gefühl, dass dort Banh Mi angeboten werden. Glücklicherweise sahen wir zuvor einen kleinen Wagen an der Straße stehen, der „Banh Mi Chay“, also vegetarische Banh Mi auf der Scheibe stehen hatte. Das superliebe ältere Ehepaar hatte gerade keine Baguettes mehr, aber verkauften uns vegan gefüllte Bao Ban, die ausgesprochen gut waren. Der Straßenstand ist auf Google Maps nicht eingezeichnet und ich weiß auch nicht, ob er immer an dieser Stelle steht, aber als wir dort waren befand er sich gegenüber dem Restaurant. Neben der Tam An Pagoda sahen wir übrigens ebenfalls einen Wagen mit der Aufschrift „Banh Mi Chay“.

  • Für 4x vegane Ban Bao bezahlten wir umgerechnet ca. € 1,35.

Sisters Tavern & Pizzeria: Wir wären nicht wir, würden wir nicht sogar in der authentischsten Stadt auch ein Restaurant mit westlicher Küche und Menükarten auf Englisch finden. Menschen, die sich komplett vegan ernähren, werden hier eher nicht fündig, aber es gibt einige Optionen für Vegetarier. Dementsprechend fand ich es geschmacklich auch eher mittelmäßig, weil ich einfach kein Fan von Kuhmilch-Produkten bin. Consti hingegen mochte seine Pizza sehr.

  • Für 1x Pizza Napoli (ohne Anchovis), 1x Kürbis-Ravioli, 1x Kokosnuss, 1x Craft Beer bezahlten wir umgerechnet ca. € 15,-.

Weiterreise zum nächsten Stopp:

Von Quy Nhon fuhren wir weiter nach Hoi An. Da der Taifun Kalmaegi im Anmarsch war, buchten wir einen Bus schon einen Tag früher als ursprünglich geplant, der uns in ca. 6 Stunden an unser Ziel bringen sollte. Wir buchten über die App „12go Asia“ und bezahlten € 20,81 pro Person für die Fahrt. Ein Grab-Taxi brachte uns zur Abfahrtsstelle und nachdem wir erst im Büro auf der gegenüberliegenden Seite mit unserem Online-Ticket eingecheckt hatten, wurden wir zum Busbahnhof und unserem Bus geschickt.  Wir buchten die Klasse „Royal Cabin“ und hatten im Bus dieses Mal so viel Platz wie noch nie zuvor. Die Schlaf-Koje, war breit, gepolstert und sehr komfortabel. Es gab einen USB- und USB-C-Steckplatz, was optimal war, um das Handy während der Fahrt zu laden. Es wurde eine 20-Minuten-Pause an einer Raststätte gemacht, an der man die Möglichkeit hatte Snacks und Getränke zu kaufen und auf die Toilette zu gehen. Ein zweites Mal hielt der Bus für eine kurze Toilettenpause an. Für uns verging die Fahrt tatsächlich wie im Flug und es war mit Abstand die komfortabelste Fahrt auf unserer bisherigen Vietnam-Reise.

Das war unser Abenteuer in Quy Nhon. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Quy Nhon zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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