Ella

Ella - im Hochland Sri Lankas:

Ella ist eine Kleinstadt im Hochland Sri Lankas und liegt umgeben von Teeplantagen auf einer Höhe von ca. 1000m. Im Jahr 2012 hatte sie ungefähr 45.000 Einwohner. Das Klima in Ella ist mit meist warmen Tagen und recht kühlen Nächten so ganz anders, als die anderen Orte, die wir in Sri Lanka gesehen haben. Der hübsche Ort inmitten der Berge ist bei Touristen sehr beliebt. So ist man als Besucher nie alleine dort und findet viele verschiedene Restaurants mit regionaler und auch westlicher Küche.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Ella:

Wir schliefen 3 Nächte im „Ella Supreme Villa“, einem Homestay mit traumhaftem Ausblick in die Berge und auf einen Wasserfall. Da wir zu dem Zeitpunkt die einzigen Gäste waren, war es dazu sehr ruhig und wir konnten stundenlang alleine auf der Terrasse sitzen. Das Zimmer mit eigenem Bad war wirklich schön und für uns absolut ausreichend. Inklusive Frühstück zahlten wir dort umgerechnet ca. € 11,50 pro Nacht. Die Besitzerin war sehr freundlich, konnte aber nicht besonders gut Englisch und so gab es kaum Kommunikation. Wenn wir eine Frage hatten, schrieben wir über die Booking-Nachrichtenfunktion und sie konnte das dann vermutlich übersetzen lassen, denn wir bekamen immer eine Antwort. Am Abreisetag organisierte sie für uns sogar kostenlos ein Tuk Tuk, das uns und unsere Rucksäcke zur Bushaltestelle brachte. Zu Fuß war man von der Unterkunft aus in ungefähr 25 Minuten in der Stadt. Der Weg war sehr hügelig und stellenweise ziemlich steil, was eine Fahrt mit dem Tuk Tuk sehr abenteuerlich gestaltete.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Ella:

Nine Arches Bridge: Ein wohl sehr berühmter Spot ist die Nine Arches Bridge, die man von zahlreichen Social-Media-Fotos kennt. Die kleine Wanderung dorthin ist sehr nett und geht viel durch den Wald. Wir haben uns mit Google-Maps bzw. Organic Maps orientiert und sie ohne Probleme finden können. Am Viewpoint, von dem man einen super Blick auf die Brücke hat, angekommen stellten wir jedenfalls fest, dass wir offensichtlich nicht alleine die Idee hatten die Brücke zu besichtigen. Auf der Brücke waren unzählige Touristen und auch am Viewpoint kamen immer mehr Menschen an. Also schossen wir nur schnell ein paar Fotos und spazierten wieder zurück.

Little Adam’s Peak: Da für den Tag Regen angesagt war, entschieden wir uns statt der großen Wanderung, die kleinere auf den Little Adam’s Peak zu machen. Von der Stadt aus dauert die Wanderung nicht ganz eine Stunde und der Weg führt vorbei an Teeplantagen und schöner Aussicht. Das letzte Stück, wenn man an der Flying Fox-Station vorbeigeht, ist dann etwas steiler, aber ohne Probleme machbar. Oben angekommen hat man einen wunderbaren Ausblick, unter anderem auf den berühmten Ella Rock. Als wir nach dem Abstieg schon fast ganz unten waren, begann es ziemlich plötzlich monsunartig zu regnen. Wir hatten noch das Stück durch den Wald vor uns und weil wir uns da nirgends unterstellen konnten, gingen wir etwas geschützt durch unsere Regenponchos weiter. Ziemlich schnell bildeten sich im Wald kleine, reißende Bäche, durch die wir waten mussten. Hier feierten wir neben unseren Ponchos auch unsere Schuhe sehr, mit denen man ganz unkompliziert einfach im Wasser gehen kann und sie auch danach sehr schnell wieder trocknen. In der Stadt stellten wir uns dann unter ein Vordach und warteten bis der Regen etwas weniger wurde. Dabei bemerkten wir einige unliebsame Gäste, die sich an unseren Beinen festgesaugt hatten – Blutegel. Achtung also, wenn ihr dort bei Regen im Wald unterwegs seid. Die kleinen Tiere sind zwar alles andere als gefährlich und ihre Bisse noch dazu kaum spürbar, aber irgendwie ist es dennoch ein eigenartiges Gefühl diese kleinen Würmer an den Beinen kleben zu haben und wir waren froh, als wir sie bald wieder los waren.

Lokale und Restaurants in Ella:

Bei unserem Spaziergang durch die kleine Stadt entdeckten wir das kleine Café „Isle of Gelato“, das mit veganen Eissorten warb. Das musste ich einfach testen, also setzten wir uns im oberen Stockwerk auf den Balkon und beobachteten das bunte Treiben der Stadt bei Kaffee und veganem Eis für umgerechnet € 6,31.

Da es sonst leider oft regnete und unsere Unterkunft ja etwas weiter entfernt von der Stadt mit all den guten Restaurants war, können wir sonst keine Lokale empfehlen. Wir waren nur einmal noch in der Nähe essen beim „Floating View Restaurant“, aber fanden das Essen ziemlich mittelmäßig.

Weiterreise zu unserem nächsten Stopp:

Von der Bushaltestelle in Ella fuhren wir mit dem Local Bus Richtung „Matara“ (auch Busse Richtung „Galle“ hätten wir nehmen können) und stiegen nach guten 2 Stunden Fahrt anfangs durch das wunderschöne, hügelige Hochland am Ende bei der Station „Pannagamuwa Junction“ aus. Die Tickets kosteten umgerechnet € 1,- pro Person. Die Fahrt war mit dem Host unserer nächsten Unterkunft so abgemacht, denn er meinte das wäre der einfachste Weg sein Homestay zu erreichen. Für den restlichen Weg bis zur Unterkunft in Tissmaharama schickte er uns ein Tuk Tuk, das uns von der Haltestelle abholte.

Das war unser Abenteuer in Ella. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Ella zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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