Sri Lanka – Perle im Indischen Ozean

Wir waren erst unschlüssig wie lange wir in Sri Lanka bleiben wollten. Reicht uns ein Monat aus, oder sollen wir doch lieber gleich ein Visum für 3 Monate beantragen? Ungefähr ein halbes Jahr vor unserer Reise hieß es dann, dass das Visum für Sri Lanka für 30 Tage von ursprünglich 50 USD angeblich auf 100 USD verdoppelt wurde. Das erleichterte uns die Entscheidung und wir wussten, dass wir aus Kostengründen nicht länger als ein Monat bleiben werden. Nachdem das fix war, konnten wir den Weiterflug ins nächste Land auch direkt buchen und ich setzte mich an die Planung der Route durch Sri Lanka. 30 Tage klingt ja erstmal viel, aber wenn man nicht durchs Land hetzen, sondern überall auch ein bisschen Zeit verbringen möchte, sind die Tage im Nu aufgebraucht.

Unsere Anreise nach Sri Lanka

Zwischen den Malediven und Sri Lanka gibt es sehr leistbare Direktflüge. Der Flug dauert ungefähr 1 Stunde 20 Minuten und hat uns ca. € 142,- pro Person (mit nur Handgepäck) gekostet. Er startete auf dem Velana International Airport der Malediven dafür schon recht zeitig, gegen 07:35, weshalb wir die Nacht davor bereits in Flughafennähe verbrachten. Auf der Flughafeninsel Hulhumalé schliefen wir im „Reef Guest House“ und bezahlten inkl. Ökosteuer umgerechnet ca. € 65,- für das Zimmer. Um 5 Uhr morgens brachte uns der Vermieter für 15,- USD (= € 13,50) zum Flughafen. Hier muss man einfach selbst abwägen, ob man lieber einen etwas teureren späteren Flug nimmt und sich dafür das Zimmer für eine weitere Nacht spart, oder ob man einen Tag länger bleibt. Für uns hat es so ganz gut gepasst, da wir auch noch ein paar Eindrücke von der Insel Hulhumalé sammeln und richtig (teuer aber) gut am Strand essen konnten.

Einreise:

Da die Website für das Electronic Visa stillgelegt war und wir uns aus dem Grund nicht im Vorhinein darum kümmern konnten, holten wir uns ein „Visa on arrival“. Zu unserer positiven Überraschung kostete es uns 60 USD pro Person (= € 54,-) und nicht die angekündigten 100 USD. Nach der Passkontrolle und Immigration, bei der von uns diesmal übrigens niemand ein Rück- oder Weiterreiseticket sehen wollte, kamen wir in die große Ausgangshalle. Dort sind einige Shops und Wechselstuben und von allen Seiten wird einem zugerufen und man wird zu ihnen gewunken. Das kann im ersten Moment ganz schön erschlagend sein. Hier war für uns wichtig erstmal Ruhe zu bewahren und alles auszublenden, um klar denken zu können und sich einen Überblick zu verschaffen.

Geld in der Landeswährung bekommen:

In dieser Ausgangshalle gingen wir erst ganz nach links und fanden direkt ein paar Geldautomaten (ATMs), bei denen schon mehrere Menschen anstanden. Dort stellten wir uns an und hoben gleich einen etwas größeren Betrag ab, da wir wussten, dass wir alle Unterkünfte und auch Transport und Restaurantbesuche und eben einfach alles bar zahlen würden. In unserem Fall bekamen wir 200.000 Sri Lanka Rupien (Rs) für ungefähr € 625,-. Der Kurs am Flughafen war absolut in Ordnung.

Lokale Sim-Karte mit Datenvolumen:

Direkt im Anschluss fanden wir auch den Dialog-Stand und stellten uns für eine Lokale Sim-Card an. Es gibt mehrere Sim-Karten-Anbieter, aber wir haben gelesen, dass Dialog das beste Netz hätte. Dort bekamen wir eine Sim-Karte mit einem Touristen-Package mit insgesamt 50 GB Datenvolumen um umgerechnet € 7,66 für 30 Tage. Man muss nur seinen Reisepass vorzeigen, sein Handy übergeben und alles andere übernimmt der Mitarbeiter vom Dialog-Stand.

Fahrt vom Flughafen in die Stadt:

Achtung: Wenn man in der Ausganshalle ist oder dort in einer Schlange wartet (wie in unserem Fall beim Dialog-Stand) wird man immer wieder angesprochen, ob man ein Taxi in die Stadt braucht. Wenn man das nicht möchte, dann ist es klug wirklich sehr bestimmt dankend abzulehnen, alles Weitere zu ignorieren und sich nicht auf ein Gespräch einzulassen. Wir wollten eigentlich mit dem Bus in die Stadt und von dort dann mit dem Tuk Tuk zum Hotel fahren und hatten dafür auch alle Infos schon zusammengesammelt. Ein sehr freundlicher Mann hat bei uns einfach nicht lockergelassen und unser Fehler war wohl, dass wir ständig auf seine Fragen geantwortet haben. Dazu kam, dass es ziemlich stark zu regnen begonnen hatte und um endlich unsere Ruhe zu haben, willigten wir in eine Taxifahrt für 5000 Rs (= € 15,63) direkt zum Hotel ein. Das war auf jeden Fall dann auch die angenehmere Variante bei strömendem Regen. Sobald wir zugesagt hatten, telefonierte er schon herum und brachte uns zu einem Ausgang, wo bereits ein Taxifahrer auf uns wartete. Das Dreiste an der Geschichte war dann noch, dass der Taxifahrer plötzlich während der Fahrt meinte, dass unser Hotel so außerhalb liegt, dass wir noch um 500 Rs (= € 1,56) mehr bezahlen sollten. Als wir ihm sagten, dass das so nicht abgemacht war und wir nur den vorher vereinbarten Preis bezahlen würden, war er trotzig wie ein kleines Kind, fuhr wie ein Wahnsinniger, half uns nach dem Aussteigen auch nicht mehr mit unserem Gepäck und fuhr dann ohne sich zu verabschieden. Bei einem zweiten Sri Lanka-Besuch wüsste ich es jetzt jedenfalls besser und könnte auch klarer Grenzen setzen – alles ein Lernprozess.

Die Busse fahren jedenfalls, nachdem du die Ausgangshalle verlässt, auf der linken Seite ab. Es ist nicht weit und kaum zu übersehen. Tickets sollte man direkt im Bus bekommen. Am besten fragst du einfach den Fahrer, ob es der richtige Bus ist, wenn du nach Negombo willst. Uns wurde beim Busfahren so immer geholfen und es war weit unkomplizierter als wir erst dachten.

Unsere Route und Inhalte zu den einzelnen Stopps

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