Koh Kood

Koh Kood– Juwel an der Grenze zu Kambodscha

Koh Kood (auch: Ko Kut) ist eine Insel in der Provinz Trat im Osten Thailands, ganz in der Nähe zu Kambodscha. Obwohl ihr Name nicht unbekannt ist, blieb die Insel bisher vom Massentourismus verschont und das, obwohl wir hier die paradiesischsten Strände auf all unseren bisherigen Thailand-Reisen finden konnten. Da es wenig Unterhaltungsangebote und kaum Nachtleben gibt, ist Koh Kood eher für ruhesuchende Reisende geeignet. Die Insel lockt mit den schon erwähnten Traumstränden, Wasserfällen und dichtem Regenwald. Mit rund 110 km² Fläche ist Koh Kood ziemlich einfach per Motorroller auf eigene Faust erkundbar. Übrigens findet man auf Koh Kood keinen 7eleven, dafür aber mehrere kleinere Shops für Wasser und Snacks.

Unsere bisherigen Aufenthalte auf Koh Kood:

  • 24.02. – 28.02.2025 (4 Nächte)

Unsere Anreise nach Koh Kood:

Wir fuhren von Koh Chang mit der „Wooden Boat-Fähre“ in ungefähr 3 Stunden nach Koh Kood. Die Tickets buchten wir ein paar Tage zuvor auf Koh Chang und bezahlten dafür umgerechnet ungefähr € 20,-, inkludiert waren her aber auch der Transfer von der Unterkunft auf Koh Chang zum Pier und dann auch der vom Pier auf Koh Kood zur Unterkunft. Alles sehr easy. Wenn man schneller am Ziel sein will, kann man das (allerdings auch fast doppelt so teure) Speedboat wählen. Wir persönlich wählen im Grunde immer lieber das langsamere Boot, weil die Fahrten häufig angenehmer sind und es mir einfach viel Spaß macht mit Musik auf den Ohren auf einem Boot zu sitzen und den langsam vorbeiziehenden Inseln zuzusehen, oder auch einfach nur auf die Wellen im Meer zu blicken. Das hat für mich etwas tief Entspannendes.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft auf Koh Kood:

Ao Salat View Koh Kood: Wir buchten die Unterkunft mit dem Wissen, dass sie sich ganz im Norden und damit weit abgelegen vom Geschehen im südlichen Westen befindet. Uns war klar, dass wir viel Roller fahren mussten während unseres Aufenthaltes, aber das störte uns absolut nicht. Den Roller konnten wir zu einem fairen Preis direkt in der Unterkunft mieten und zum Glück kamen wir beim Fahren auch nie in den Regen (was unsere Erfahrung wahrscheinlich dann doch etwas getrübt hätte). Der Nachteil war natürlich, dass man nicht mal schnell zur Unterkunft fahren konnte, um etwas zu holen, aber wir fuhren einfach irgendwann los und kamen dann erst abends nach dem Abendessen zurück. Man muss in dem Fall dann einfach den Tag ein bisschen besser planen. Wir waren ohnehin den ganzen Tag entweder am Wasserfall oder am Strand oder essen bzw. Kaffee trinken – für uns hat das echt gut so gepasst, weil wir eben darauf eingestellt waren. Dafür – und jetzt kommt das große Plus – konnten wir auf der sonst eher höherpreisigen Insel ziemlich preiswert nächtigen. Der Bungalow, für den wir ca. € 21,40 pro Nacht bezahlten, war absolut in Ordnung, klein, aber alles an Grundausstattung da und sogar ein kleiner Kühlschrank war vorhanden. Theoretisch hätte es auch einen Pool gegeben, den wir allerdings nicht nutzten, da er zu der Zeit, in der wir dort waren, nicht unbedingt so einladend aussah. Dafür nutzten wir das Angebot der kostenlosen Kajaks vor Ort. Das war ein wunderbares Erlebnis. Direkt am Ufer (an dem man übrigens nicht schwimmen kann) stehen immer, wenn sie gerade nicht in Verwendung sind, zwei Kajaks und Paddel bereit und man kann sie einfach nehmen und damit durch die Mangroven fahren. Ein Erlebnis für das man sonst manchmal gar nicht so wenig Geld bezahlt, war hier einfach inkludiert. Wir haben es dort sehr gemocht und würden auch wieder dort buchen. Sollte man selbst nicht Roller fahren, dann ist die Lage der Unterkunft nicht gut geeignet und ich würde raten eine Unterkunft an einem der schönen Strände zu buchen.

Fortbewegung auf Koh Kood:

Motorroller: Es macht so Spaß mit dem Roller über die Insel zu fahren. Ich würde dieses Gefühl nie wieder missen wollen. Wie oben erwähnt, haben wir den Roller direkt über die Unterkunft gemietet. Es sind ausreichend Roller für die Gäste vorhanden und man sucht dann dort einfach einen Helm aus, den man für die Zeit seines Aufenthaltes behält. Wenn ich mich richtig erinnere, dann gab es sogar Kinderhelme im Regal. Wir bezahlten übrigens umgerechnet ca. € 5,70 pro Tag (bekamen aber einen Discount) und hatten den Roller für 4 Tage, also die gesamte Zeit unseres Aufenthaltes.

Zu Fuß: Ist man ausschließlich zu Fuß unterwegs, dann ist es sicher von Vorteil ein Hotel direkt an einem schönen Strand zu buchen und darauf zu achten, dass auch Restaurants in Gehnähe vorhanden sind.

Unsere besuchten Strände auf Koh Kood:

Etwas, worauf man sich auf Koh Kood vorbereiten muss, sind die kleinen Quälgeister, die einem das Leben manchmal schwer machen können. Die Rede ist hier von Sandfliegen, mit denen wir auf den Inseln Koh Chang, Koh Kood und Koh Mak das erste Mal in Berührung kamen. Im Grunde sind sie absolut nicht gefährlich, aber ganz schön hinterlistig. Man bemerkt sie nämlich nicht, da sie sehr klein sind und auch ihre Stiche sind erst Stunden später spürbar. Dann dafür umso stärker. Mit Moskito-Stichen kaum vergleichbar jucken sie um ein Vielfaches mehr und es dauert leider auch länger bis sie wieder abheilen. Die Gefahr besteht einzig darin, dass man die Stiche aufkratzt und diese sich dann entzünden. Vorbeugend kann man natürlich Insektenrepellent verwenden, oder aber in einer natürlicheren Variante seine Haut vor dem Strandbesuch richtig gut mit Kokosöl einreiben. Sollte man dennoch gestochen werden, hilft eine Insektenstich-Creme gegen den Juckreiz oder ein Heater (z.B. „Heat-it“), den wir häufig benutzen. Genauso wie bei Moskitos auch, gibt es Menschen, die mehr und andere die weniger gestochen werden. Ich beispielsweise ziehe diese Tiere stark an und werde immer viel mehr gestochen als Consti. Das ist bei Moskitos schon manchmal nervig, aber auf den drei Inseln im Osten Thailands war das für mich tatsächlich noch einmal eine ganz andere Liga. Dennoch sind es die Inseln in dieser Gegend für mich absolut Wert sie zu bereisen und die Sandfliegen würden mich nicht abhalten noch einmal dorthin zu fahren. Was soll ich sagen… kein Paradies ist perfekt!

Khlong Han Beach: Als wir die Straße zum Strand fahren wollten, waren wir erst unsicher, da überall abschreckende Schilder standen. Wir versuchten es aber dennoch und fuhren die Straße bis nach hinten durch. Hätte ja auch sein können, dass wir eines der Lokale oder Beachbars besuchen wollen, auch wenn wir nicht im dortigen Hotel untergekommen sind. Wie erwartet war es kein Problem, vermutlich auch weil der Strand nur mäßig besucht war. Die Beachbar war geschlossen, aber es gab ein paar Massageangebote. Den Strand fanden wir wunderschön. Feiner, weißer Sand, türkis-grünes, klares Wasser und ausreichend Natur, die Schatten spendete. Das Wasser war recht lange sehr seicht, eignete sich also eher zur Abkühlung, als zum Schwimmen. Wir hatten eine tolle Zeit dort.

Bang Bao Beach: Wieder ein wunderschöner Strand. Als wir kurz nach 16 Uhr ankamen, merkte man schon etwas die Ebbe, denn man konnte sehen, dass die Wasserlinie sonst deutlich höher war. Es gab ebenfalls Palmen und andere Pflanzen, in deren Schatten man sich gut legen konnte.

Ao Phrao Beach: Diesen Strand besuchten wir, als wir auf dem Weg zum Ao Yai Fisherman Village waren. Als wir ihn betraten, standen wir direkt vor einer Beachbar, die recht gut besucht war. Wir gingen bis ans ganz hintere Ende des Strandes und fanden es ein wenig schwierig hier einen Schattenplatz zu ergattern. Wir blieben aber ohnehin nicht lange und kühlten uns ein wenig im Meer ab, bevor wir unsere Fahrt fortsetzten.

Khlonghin Beach: Auch, wenn ich alle besuchten Strände auf Koh Kood überdurchschnittlich schön fand, war dieser mein Lieblingsstrand. Der Blick vom Wasser aufs Land war ein Traum und ich fühlte mich als wäre ich hier nun definitiv im Paradies gelandet.

Ao Taphao Beach: An diesem Strand waren wir erst spät und setzten uns vor einer Beachbar unter einen Baum. Von dort aus beobachteten wir den Sonnenuntergang mit einem Cocktail aus dem Plastikbecher. Es wirkte, als würde es dort mehrere Resorts geben und ein langer Holzsteg führte ins Wasser.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf Koh Kood:

Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.

Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.

Khlong Yai Kee Waterfall: Es gibt einen großen Parkplatz, von dem aus man nur noch einen kurzen Weg hinunter gehen muss bis man am Wasserfall steht. In dem großen Naturbecken kann man gut schwimmen und, wenn man Lust hat, auch vom Felsen hineinspringen. Als wir dort waren, war er ganz gut besucht und es hat Spaß gemacht bei den Sprüngen zuzusehen.

Kajak fahren durch die Mangroven: Wie oben schon erwähnt, konnten wir direkt in unserer Unterkunft im Norden der Insel kostenlos ein Kajak benutzen und damit durch den dortigen Mangrovenwald fahren. Das war ein ganz besonderes Erlebnis! Kleiner Tipp dafür: Nimm ein Netz oder einen Müllsack mit und sammle während der Fahrt gleich die Dinge ein, die eigentlich nicht ins Meer gehören. Wir haben eine Art Spiel daraus gemacht und konnten immerhin einen Sack voll Müll aus dem Meer fischen und dann an Land entsorgen.

Ao Yai Fisherman Village: Hier kann man Häuser auf Stelzen sehen und auch, wie das Leben der einheimischen Fischerleute auf Holzstegen abläuft. Es gibt auch einige Shops und Cafés. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir das dortige Treiben ein wenig beobachten.

Wat Ao Salad & Big Buddha Statue: Die einzige Sehenswürdigkeit, die ganz nah an unserer Unterkunft im Norden der Insel war, war dieser Tempel und die goldene Big Buddha Statue. Außerdem hatten wir einen guten Ausblick und konnten ein paar Katzen streicheln. Ein sehr ruhiger Ort, den man kostenfrei besuchen kann. Da es sich um einen Tempel handelt, ist es ratsam sich angemessen zu kleiden, wenn man ihn betreten möchte.

Klong Chao Waterfall: Bei unserem Besuch war der Naturpool gut gefüllt und lud zum Schwimmen ein. Man konnte auch mit einem Seil ins Wasser schwingen. Ein schöner Ort. Wir fanden toll, dass man die Wasserfälle auf Koh Kood kostenfrei besuchen durfte, anders als beispielsweise auf Koh Chang und hoffen, dass es so bleibt.

Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:

  • Wat Ao Phrao: schöner Tempel, mit gutem Ausblick aufs Meer
  • Koh Raet: vorgelagerte Insel, zu der man mit dem Kajak fahren und dort schnorcheln kann, es soll auch Unterwasserstatuen geben
  • Giant Maca Tree: ein beeindruckend großer Baum im Dschungel, gut mit dem Roller erreichbar
  • Huang Nam Khiao Waterfall: angeblich einfach zu erreichen

Lokale und Restaurants auf Koh Kood:

Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv. 

Mandala Vegan: Wir haben uns sehr über dieses vegane Restaurant gefreut und hier richtig gut gegessen. Leider nur einmal, da es an den anderen Tagen, an denen wir es besuchen wollten, entweder geschlossen hatte oder die Speisen bereits „aus“ waren. Wenn man mittags kommt, dann klappt es vermutlich besser, aber abends kann es einfach passieren, dass vieles nicht mehr vorhanden ist. Man darf hier gerne etwas Geduld mitbringen, denn das Restaurant wird von nur zwei Personen geführt. Die Köchin gibt ihr bestes und der Kellner war auch sehr freundlich und bemüht. Es gab außerdem einen ziemlich lieben Hund dort, der es sich zu unseren Füßen gemütlich machte (ein Frenchie). Ich hoffe sehr, die beiden bleiben dran, denn es ist einfach super, dass es ein veganes Restaurant auf der Insel gibt.

  • Für 1x Beef Burger, 1x Panang-Cury mit Reis, 1x Frühlingsrollen, 2x Kaffee, 1x Coconut Ice bezahlten wir umgerechnet ca. € 19,80.

Nomkhon Station Cafe: Hier waren wir mehrmals, denn in dem hübschen Restaurant am Fluss fanden wir die Atmosphäre richtig gut. Es gab Waffeln, guten Kaffee und auch für Mittag- und Abendessen ein paar vegetarische Optionen. Es liegt nicht direkt an der Hauptstraße, sondern ein wenig versteckt an einer unbefestigten Straße.

  • Für 1x Pad Thai, 1x Panang Curry, 1x 1,5l Wasser, 2x Americano, 1x Waffeln mit Kokoseis bezahlten wir umgerechnet ca. € 17,-.

The Marie’s Land Cafe: Dieses fancy Kaffeehaus befindet sich am Ao Yai Fisherman Village-Steg. Ein hübscher Platz von dem aus man bei Kuchen und Kaffee das Treiben beobachten kann. Günstig ist es im Vergleich natürlich nicht, aber der Brownie war richtig gut.

  • Für 2x Americano, 1x Brownie bezahlten wir umgerechnet ca. € 8,80.

Happy Time Restaurant: Wir aßen hier, weil wir vorbeikamen und es aus Zeitgründen spontan versuchen wollten. Für Vegetarier war es allerdings eher langweilig und es gab kaum Auswahl, aber dafür war es günstig.

  • Für 2x Fried Rice mit Gemüse und Ei, 1x 0,5l Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 4,80.

Weiterreise zum nächsten Stopp:

Von Koh Kood fuhren wir wieder mit dem Wooden Boat in ein bisschen mehr als einer Stunde nach Koh Mak. Die Tickets kauften wir ein paar Tage zuvor beim „Tourist Information Center“ um umgerechnet ca. € 14,20 pro Person. Alternativ kann man die Tickets aber vermutlich auch direkt am Nam Leuk Pier kaufen, wo die Boote zu den umliegenden Inseln ankommen bzw. abfahren.

Das war unser Abenteuer auf Koh Kood. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Koh Kood zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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