Luang Prabang – Die alte Königsstadt
Luang Prabang war ab 1353 für zwei Jahrhunderte die Hauptstadt des historischen Königreichs Lan Xang („Königreich der Millionen Elefanten“). Aber auch als 1560 die Hauptstadt nach Vientiane verlegt wurde, blieb Luang Prabang der kulturelle Mittelpunkt des Landes. Heute zählt die Stadt zu den beliebtesten Reisezielen in Laos. Die hübsche Altstadt wurde 1995 wegen ihrer einzigartigen Architektur aus laotischen Tempeln und französischen Kolonialbauten von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. In den Tempeln im Stadtgebiet leben angeblich um die 2000 Mönche und Novizen. Die täglich stattfindende jahrhundertealte Morgen-Almosenzeremonie, bei der die Mönche durch die Straßen ziehen, um von den Einheimischen Speisen entgegenzunehmen, ist für Besucher ein interessantes Spektakel.



Unsere bisherigen Aufenthalte in Luang Prabang:
- 17.04. –21.04.2025 (4 Nächte)
- 25.04. – 26.04.2025 (1 Nacht)
Unsere Anreise nach Luang Prabang:
Wir reisten von Chiang Rai in Thailand über die Landesgrenze nach Laos ein und fuhren dann von dort in zwei Tagen mit einem Slowboat auf dem Mekong bis nach Luang Prabang. Die Anreise per traditionellem Holzboot kostete uns umgerechnet ungefähr € 18,10 pro Person und war ein ganz besonderes Abenteuer. Wie diese Anreise genau ablief, beschreibe ich im Haupt-Blogartikel „Laos – Land der Millionen Elefanten“ detaillierter. Sieh dir den Beitrag also bei Interesse gerne an. Da das Boot etwas außerhalb der Stadt anlegte, war es nach dem Aussteigen sinnvoll sich mit den anderen Reisenden ein Sammeltaxi zu teilen. Die Preise schienen uns fix und nicht verhandelbar zu sein. Bis zu unserer Unterkunft bezahlten wir hier umgerechnet noch ca. € 4,10 pro Person für die knapp 20-minütige Fahrt von ungefähr 8 Kilometern. Wir hielten uns aber erst im Hintergrund auf und als die mit Touristen vollgestopften Sammeltaxis alle schon abgefahren waren, hatten wir ein Motorrad-Tricycle für uns alleine – zum selben Preis.




Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Luang Prabang:
Liberty Place (Liberty Guesthouse): Die ersten vier Nächte, die wir hier verbrachten bezahlten wir umgerechnet ca. € 23,30 pro Nacht (inkl. Frühstück) und konnten nach der Ankunft auch ein Zimmer auswählen, da mehrere frei waren. Als wir vor unserer Weiterreise Richtung Süden des Landes noch einmal für eine Nacht nach Luang Prabang zurückkamen, blieben wir ebenfalls in dieser Unterkunft. Hier bezahlten wir dann aber umgerechnet nur ca. € 19,30 pro Nacht (inkl. Frühstück), hatten dafür ein sehr kleines Zimmer, welches uns für die eine Nacht aber auf jeden Fall ausreichte. Das teurere Zimmer, das wir für den Großteil unseres Aufenthaltes hatten, war groß und komfortabel. Für das Frühstück durften wir täglich aus ein paar Angeboten wählen und fanden es im Vergleich wirklich toll, obwohl es inkludiert war. Außerdem gab es in der Unterkunft ein paar Fahrräder, die zur freien Verfügung geliehen werden konnten. Das war ein richtig tolles Angebot, da Luang Prabang wunderbar per Fahrrad erkundet werden kann. Die Mitarbeiter an der kleinen Rezeption der Unterkunft waren überaus freundlich und zuvorkommend und wir fühlten uns dort ausnahmslos wohl.








Fortbewegung in Luang Prabang:
Zu Fuß: Je nach Lage der Unterkunft kann natürlich die nähere Umgebung auch zu Fuß erkundet werden. Dabei darf aber die Hitze in der prallen Sonne nicht unterschätzt werden. Besser geeignet fanden wir es mit Fahrrädern durch die Stadt zu fahren.
Mit dem Fahrrad: Mit Fahrrädern kann die Stadt wunderbar erkundet werden. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht am Mekong entlang- und an den hübschen Kolonialbauten vorbeizuradeln.
Motorroller: So einfach wie in Thailand einen Motorroller auszuleihen ist das Unterfangen in Laos nicht. Man bekommt hier meist keinen Vertrauensvorschuss und Vermieter verleihen ihre Roller nur dann, wenn man seinen Reisepass als Kaution dort lässt. Das ist natürlich ein Dilemma, da man seinen Reisepass im besten Fall niemals aus der Hand geben will, besonders wenn man auf Reisen ist. Wir waren bei „Anousay Motorbike Rental“, weil dieser Vermieter sehr gute Bewertungen hatte. Aber auch hier war nichts zu machen. Da wir für einen Ausflug hinaus aus der Stadt aber unbedingt einen Roller mieten wollten, entschlossen wir uns dem Schicksal zu vertrauen und mieteten hier einen 125ccm Honda Click für 24 Stunden. Auch der Preis war mit denen in Thailand kaum vergleichbar, denn wir bezahlten hier umgerechnet ca. € 10,30 für den Tag. Bei der Rückgabe verlief zum Glück alles problemlos und wir bekamen unser Dokument unversehrt zurück.
Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Luang Prabang:
Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.
Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.
Kuang Si Waterfall: Der Kuang Si Wasserfall liegt ungefähr 30 Kilometer südwestlich der Stadt Luang Prabang. Er ist berühmt für seine terrassenförmigen, türkisblauen Kalksteinbecken und den 60 Meter hohen Hauptwasserfall. Die Anlage ist ein absolutes Naturhighlight und bietet die Möglichkeit zum Schwimmen in der beeindruckenden Dschungelkulisse. Natürlich muss einem vorher bewusst sein, dass aus dem Grund auch sehr viele Touristen vor Ort sind, zu jeder Zeit. Am überschaubarsten soll es früh morgens sein, wenn die Anlage öffnet. Wir waren kurz vor 10 Uhr vormittags dort und da war schon einiges los. Von der Stadt aus werden Touren dahin angeboten, aber es besteht auch die Möglichkeit ein Tuk Tuk dahin zu mieten. Wir mieteten einen Motorroller um flexibel zu sein und die Gegend auf eigene Faust und in eigenem Tempo zu erkunden. Für die Fahrt auf den teilweise sehr schlechten Straßen ist es besser, ungefähr eine Stunde Zeit pro Richtung einzuplanen. Nach der Ankunft am riesigen Parkplatz, bekamen wir ein Ticket am Schalter für 60.000 Kip pro Person (= ca. € 2,50). Von dort aus brachte uns ein im Preis inkludierter Shuttle-Bus zum Startpunkt des kleinen Wanderweges. Dabei wurden wir durch eine Auffangstation für gerettete asiatische Schwarzbären (Kragenbären) gelotst (Tat Kuang Si Bear Rescue Centre), in der man Bären beobachten konnte. Das Rettungszentrum soll 2003 gegründet worden sein und von der australischen Non-Profit-Organisation „Free the Bears“ in enger Zusammenarbeit mit der laotischen Regierung betrieben werden. Mag sein, dass die Bären aus illegalem Wildtierhandel gerettet wurden, aber sie hier auszustellen, wie in einem Zoo, löste ziemliches Unbehagen in mir aus. Zu begrüßen ist, dass die Lebenssituation der Bären sich damit zu einer gewaltfreien verändert hat, aber in Gefangenschaft sind sie weiterhin, wo sie täglich begafft und fotografiert werden. Man kann auch kaum an dem Tierpark vorbei gehen und am Ende führt der Weg durch einen Ort, an dem Spenden gesammelt und Souvenirs verkauft wurden. Auf dem weiteren Weg zum Hauptwasserfall kommt man an vielen kleineren und größeren Becken vorbei, in denen man auch schwimmen darf. Übrigens: für das Parken des Rollers wurde eine Parkgebühr von 5000 Kip (= ca. € 0,20) fällig. Wir gingen am Hauptwasserfall vorbei dann noch einen Wanderweg weiter hinauf und gelangten zu „The View“, ein Abenteuer- und Gastronomie-Angebot, das ein Baumhaus-Café und eine Zipline über die Baumkronen umfasst. Wir bezahlten 30.000 Kip pro Person (= ca. € 1,25), um die Wendeltreppe nach oben ins Café steigen zu können und dort einen tollen Ausblick zu genießen.











Luang Prabang Nightmarket: Die Straßen, an denen der Nachtmarkt täglich stattfindet, werden ab ca. 17 Uhr für den Verkehr gesperrt und verwandeln sich dann in eine große Fußgängerzone. Es stellen unzählige Händler Kunsthandwerk, wie handgewebte Schals, Papierlampions, traditionelle Holzschnitzereien, Silber, oder aus alten Kriegsbomben recycelten Schmuck aus. Zusätzlich gibt es einen separaten großen Streetfood-Bereich, in dem auch manchmal Tanzvorführungen zu sehen sind. In einer schmalen Seitengasse fanden wir weitere Streetfood-Stände und auch einen, der ein ausschließlich vegetarisches Buffet anbot.




UXO Lao Visitor Center: Das UXO Lao Visitor Center ist ein bewegendes Museum über die Geschichte der Bomben-Blindgänger in Laos. Die Ausstellung klärt über die verheerenden Folgen der amerikanischen Bombenangriffe von 1964 bis 1973 auf und zeigt die wichtige Arbeit der Räumungsteams. Der Eintritt ist kostenlos, Spenden zur Unterstützung der Minenräumung und der Opferhilfe sind jedoch sehr willkommen. Vor dem Eintritt trugen wir uns in ein großes Besucher-Buch ein und konnten dann schon die Ausstellungsstücke sehen und die großen Infotafeln dazu lesen. Am Ende gibt es auch eine Filmvorführung in einem separaten Raum. Der gezeigte Film veranschaulicht die auch heute noch sehr aktuellen Probleme mit den Blindgängern in Laos. Wir waren nach unserem Besuch wirklich betroffen und legten eine Pause in einem Kaffeehaus ein, um das dort Erfahrene verarbeiten zu können.




Phousi Hill Viewpoint: Der Phousi Hill ist der 130 Meter hohe Hausberg in Luang Prabang, der bekannt ist für seinen wunderschönen Panoramablick auf die Stadt, den Mekong, den Nam Khan Fluss und die umliegenden Berge. Beim „Phousi Hill Front Entrance“ kauften wir uns ein Ticket für 30.000 Kip pro Person (= ca. € 1,25) und stiegen die knapp 300 Stufen hinauf zum Gipfel. Dort sieht man den vergoldeten Stupa des Wat Chom Si. Wir beobachteten dort auch, wie Vögel in kleinen Käfigen verkauft wurden. Gläubige Einheimische kaufen sie, um sie während des Gebets freizulassen. Das Freilassen von Vögeln im Buddhismus, bekannt als Tsethar (Lebensrettung), ist eine Praxis des Mitgefühls. Sie soll schlechtes Karma auflösen, gutes Karma ansammeln und den Tieren ein längeres, glücklicheres Leben in Freiheit ermöglichen, was als Akt der Gewaltlosigkeit (Ahimsa) gilt. Leider wird dabei außer Acht gelassen, dass dabei Wildtiere nur gefangen werden, um sie an Touristen und Gläubige zu verkaufen, was die Nachfrage und das Tierleid sogar noch künstlich antreibt. Ob dieses unbewusste Handeln wirklich gutes Karma bringen kann? Wir besuchten den Viewpoint am Hügel am Vormittag. Der Aufstieg war gut machbar und nur anstrengend, weil die Hitze ihres dazutat. Dafür trafen wir oben nur ein paar wenige andere Menschen. Besonders beliebt ist es angeblich den Sonnenuntergang von oben zu sehen, wofür man sehr früh kommen sollte, wenn man einen guten Platz wählen will, da hier offenbar mit regelrechten Besucheranstürmen zu rechnen ist.


Sa Sa Sunset Cruise: Wenn man am Ufer des Mekong spaziert, wird man häufig von Einheimischen angesprochen, die einem eine Bootstour auf dem Mekong zum Sonnenuntergang verkaufen wollen. Wir haben hier immer abgelehnt, denn unser Plan war es eine Sonnenuntergangsfahrt mit der „Sa Sa Sunset Cruise“ zu buchen. Die Bewertungen sprechen für sich und auch unsere Erfahrung mit dieser Gesellschaft war sehr positiv. Die Tour dauert ungefähr 2 Stunden und wir bezahlten 250.000 Kip pro Person (= ca. € 10,30). Im Preis inkludiert waren auch ein Getränk und gesalzene Erdnüsse als Snack. Auf traditionellen Holzbooten kann man hier die Landschaft genießen, Musik hören, Cocktails trinken und den Sonnenuntergang über dem Fluss bewundern. Wir fanden es sehr entspannend und auch angenehm den Tag so ausklingen zu lassen. Zusätzlich gab es eine total schöne kleine Aktivität an Boot, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte, um die Überraschung nicht zu verderben, sollte jemand ebenfalls eine Tour bei dieser Gesellschaft buchen wollen.










Vat Visounnarath & That Mak Mo: Der Tempel Vat Visounnarath wurde 1512 unter König Visounnarath erbaut. Im Hof des Tempels steht der markante Stupa „That Pathum“. Wegen seiner runden, bauchigen Kuppel wird er im Volksmund liebevoll „Wassermelonen-Stupa“ (That Mak Mo) genannt. Er ist der einzige Stupa dieser Form in Laos. Für den Eintritt werden hier 20.000 Kip pro Person (= ca. € 0,80) fällig. Natürlich sollten auch hier, wie in anderen Tempeln, Schultern und Knie bedeckt sein und Kopfbedeckungen vor dem Eintritt abgenommen und Schuhe ausgezogen werden.









Vat Xieng Thong: Vat Xieng Thong ist der älteste, besterhaltene und bedeutendste Tempel der ehemaligen Königsstadt. Er ist der einzige aus dem 16. Jahrhundert stammende Tempel dort, der bis heute erhalten geblieben ist. Die fein gearbeiteten, vergoldeten Holzschnitzereien und Bilder aus Glasmosaiken an den Rückseiten fanden wir äußerst sehenswert. Für den Eintritt bezahlten wir 30.000 Kip pro Person (= ca. € 1,25).







Tak Bat bzw. Sai Bat: Tak Bat, oder auch Sai Bat genannt, ist die berühmte morgendliche Almosenzeremonie der buddhistischen Mönche in Luang Prabang, die täglich zu Sonnenaufgang stattfindet und bei Interesse beobachtet werden kann. Diese heilige Zeremonie wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und radelten deshalb mit den geliehenen Fahrrädern bereits um 05:00 morgens von unserer Unterkunft los. Die Zeremonie soll zwischen 05:30 und 06:00 starten und wir wollten keinesfalls zu spät kommen. Natürlich waren wir viel zu früh dort und sahen noch im Dunkeln die unzähligen kleinen Plastikhocker, die am Straßenrand aufgestellt und vorbereitet waren. Einheimische verkauften kleine Körbe mit Essensspenden an Einheimische und Touristen, die an der Zeremonie teilnehmen wollten. Da wir selbst keine Buddhisten sind, beobachteten wir aus einem respektvollen Abstand von der anderen Straßenseite aus. Es kommen aber auch viele asiatische Touristen hierher, für die es als gläubige Buddhisten eine Besonderheit ist, an der heiligen Zeremonie teilzunehmen. Immer mehr füllten sich langsam die Straßen und Menschen nahmen auf den kleinen Plastikstühlen Platz. Als es los ging traten aus dem großen Tempel die in orangen Tüchern gekleideten Mönche, die barfuß und in völliger Stille die Essensspenden einsammelten. Eine schöne Geste fand ich, dass manche Mönche von ihren Spenden auch etwas an bettelnde Menschen abgaben und sie so mit ihnen teilten. Für uns war es überaus spannend diese alte Tradition, von der ich zuvor nur in Büchern über den Buddhismus gelesen hatte, beobachten zu dürfen. Wichtig ist vorher zu wissen, dass eine respektvolle Kleidung vorausgesetzt wird. Schultern und zumindest die Knie (besser noch die Beine bis zu den Knöcheln) sollten bedeckt sein, auch wenn man als Zuschauer anwesend ist.




Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:
- Royal Palace & National Museum: ein lokalgeschichtliches Museum im prachtvollen ehemaligen Königspalast
- Pak Ou Höhlen: heilige Stätte, Höhlen mit unzähligen Buddha-Statuen
Lokale und Restaurants in Luang Prabang:
Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv.
Vegetarian & Vegan Buffet One full plate (All you can eat): In einer schmalen Seitengasse, gegenüber dem Streetfood-Bereich am Nachtmarkt, fanden wir diesen kleinen Buffet-Verkaufsstand. Hier wurden ausschließlich vegetarische und vegane Speisen angeboten und man bezahlte für den Teller, konnte sich also auch noch einmal nachholen. Die günstigsten Speisen gibt es ja bekanntlich am Nachtmarkt, aber dass man auch als Vegetarier bzw. Veganer mit so viel Auswahl fündig wird, ist neu. Wir hätten gerne noch einmal hier gegessen, aber an den anderen Abenden war der Stand leider immer geschlossen.
- Für 2x All-you-can-eat-Buffet bezahlten wir umgerechnet ca. € 4,10.

Saffron Coffee: Das Saffron Coffee ist ein Café in einem hübschen Kolonialhaus am Mekong. Durch die offenen Holz-Fensterläden kann man gut das Treiben auf den Straßen mit Blick auf den Mekong beobachten.
- Für 1x Tamarind-Apple-Pie, 1x Iced Americano, 1x hot Americano bezahlten wir umgerechnet ca. € 5,80.



Joma Bakery & Café: Im Joma Bakery & Café waren wir mehrmals uns saßen auch einen Nachmittag lang mit unseren Laptops im oberen Stockwerk. Am Eingang gibt man direkt seine Bestellung auf und sucht sich dann einen Platz aus. Die gewünschten Speisen und Getränke werden dann zum Platz gebracht. Im Erdgeschoß gibt es einen kleineren Raum mit ein paar Tischen, aber im oberen Stock ist richtig viel Platz und man hat auch viel Ruhe. Neben allerhand süßen Speisen in den Vitrinen gab es auch eine Karte für Lunch und Dinner.
- Für 1x Iced Americano, 1x hot Americano, 1x Coconutmacaron, 1x Nanaimo Bar bezahlten wir umgerechnet ca. € 6,70.






Two little Birds Cafe: Das Two little Birds Cafe war definitiv unser Lieblingslokal in Luang Prabang, weswegen wir auch öfter hier waren. Es bietet ausschließlich vegetarische/vegane Speisen an und das Menü zeigt eine gute Auswahl an traditionellen, asiatischen Gerichten sowie Lunch- und Smoothiebowls. Kaffee gibt es auch mit Soja- und Kokosmilch und das Ambiente gefiel uns auch besonders gut. Alle waren sehr freundlich und wir fanden es einfach super gemütlich.
- Für 1x Gaeng Phet (Red Curry) mit Reis, 1x Rice Paper Rolls, 1x Mushroom Toast bezahlten wir umgerechnet ca. € 7,-.






Weiterreise zum nächsten Stopp:
Wir reisten zweimal aus Luang Prabang ab. Beim ersten Mal fuhren wir mit einem Mini-Bus nach Nong Khiaw. Die Tickets buchten wir über unsere Unterkunft und bezahlten dafür 240.000 Kip pro Person (= ca. € 9,80). Die Fahrt der ungefähr 140 Kilometer dauerte ca. 4 Stunden. Am Weg waren oft riesige Schlaglöcher, durch die nur im Schritttempo gefahren werden konnte und die Straßen erinnerten uns streckenweise ein wenig an die in Nepal.
Unsere zweite Abreise erfolgte mit dem Zug. Mit der Lao-China-Railway (LCR) fuhren wir in weniger als einer Stunde bis nach Vang Vieng. Mit einem Mini-Bus hätte die Fahrt ungefähr acht bis neun Stunden gedauert. Die hochmodernen Züge auf der Strecke von China durch Laos fahren mit einer Geschwindigkeit von ca. 160 km/h. Wir buchten Tickets für die 2. Klasse in der offiziellen App der LCR und bezahlten so ungefähr € 7,- pro Person. Bei „12goAsia“, über die wir sonst häufig Tickets buchen, hätten diese Tickets fast das Dreifache gekostet. Es zahlte sich hier also aus, einen Account bei LCR anzulegen. Dies funktioniert allerdings nur mit laotischer Telefonnummer, was kein Problem darstellte, da wir eine laotische Sim-Karte hatten. Übrigens gibt es einige strenge Regeln beim Fahren mit dem Zug, was die Mitnahme mancher Güter betrifft. So ist es beispielsweise komplett untersagt Dosen mit dem Flammensymbol, wie bei Deodorants oder Haar-Taft, mitzunehmen. Auch Nagelscheren sind untersagt. Der Check am Bahnhof ist ähnlich wie die an Flughäfen. Alle Taschen werden durchleuchtet und man selbst wird abgetastet. Wird ein verbotener Gegenstand entdeckt wird er ausnahmslos abgenommen. Wir hätten uns für die Fahrt also von ein paar Toiletartikel trennen müssen und unternahmen den Versuch uns diese Dinge per Mini-Bus nachsenden zu lassen. Über unsere Unterkunft, deren Mitarbeiter ich hier noch einmal sehr lobend hervorheben muss, konnten wir es arrangieren, dass unsere Sachen zu einem kleinen Paket geschnürt mit einem Mini-Bus, der ohnehin mit Touristen nach Vang Vieng fuhr, mitkonnten. Theoretisch hätten wir dem Fahrer 100.000 Kip (= ca. € 4,-) geben sollen, aber da dieser es eilig hatte und uns das Paket nicht bis zur Unterkunft in Vang Vieng bringen konnte, trafen wir ihn nicht an und konnten ihm dafür leider auch nichts geben. Er lieferte wohl einige Touristen an ein Hostel in der Stadtmitte und ließ unser Paket dort, von wo aus wir es dann abholten, als wir die Nachricht bekamen. Es war echt unglaublich, dass das funktionierte und wir waren froh, unsere Gegenstände nicht entsorgen und nach der Zugfahrt noch einmal neu anschaffen zu müssen.








Das war unser Abenteuer in Luang Prabang. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Luang Prabang zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.
Alles Liebe
Jasmin
Wo möchtest du jetzt hin?
