Maafushi

Maafushi - Die Action-Insel

Die Insel liegt nur ca. 26 Kilometer vom Internationalen Flughafen bei Malé entfernt und bietet sich aufgrund der guten Erreichbarkeit mit der öffentlichen Fähre und den günstigen Unterkünften als optimaler Startpunkt einer Individualreise an. Da auf der Insel ungefähr 4500 Einwohner leben, handelt es sich um eine höher frequentierte Insel mit vielfältigen Angeboten, Restaurants, Souveniershops und kleinen Supermärkten. Außerdem findet man auf Maafushi Schulen, eine Klinik, Fußballplätze, eine Polizeistation, eine Moschee und sogar ein Gefängnis. Auf den Local Islands herrscht durch den islamischen Glauben der Bevölkerung Alkoholverbot, so auch auf Maafushi. Allerdings gibt es dort angeblich die Möglichkeit eine schwimmende Bar auf dem Meer zu besuchen, um dieses Alkoholverbot zu umgehen.

Unsere Anreise auf die Insel Maafushi:

Mit der öffentlichen Fähre kommt man, wie schon erwähnt, sehr günstig von der Hauptinsel Malé nach Maafushi. Die Fahrt dauert ungefähr 100 Minuten. Mit der Fähre 309 (K. GURAIDHOO – MALE’) gelangt man an allen Tagen, außer Freitag, um 15:00 von Malé nach Maafushi. Von Maafushi kann man dann wieder an allen Tagen, außer Freitag, um 07:25 nach Malé zurückfahren. Wichtig: Wenn das Wetter zu stürmisch ist, fährt diese Fähre nicht. Uns wurde gesagt, dass dies einfach zu gefährlich sei. Es wird am jeweiligen Tag immer spontan entschieden, ob eine Fahrt stattfindet oder nicht. In den meisten Fällen findet sie natürlich statt.

Maafushis Bevölkerung:

Die Einwohner der Insel sind, wie auf allen maledivischen Inseln, Muslime und kleiden sich auch dementsprechend bedeckt. Sie sind freundlich und hilfsbereit, allerdings nicht überschwänglich oder gar aufdringlich. Witzig fanden wir, dass, obwohl die Insel recht klein ist, gefühlt alle Einheimischen überallhin mit dem Motorroller oder Motorrädern unterwegs waren, dabei vorrangig mit der Suzuki GN125, die unseres Wissens nach nicht mehr produziert wird.

Maafushis Strände:

Auf Maafushi werden viele Wassersportaktivitäten angeboten, wie Parasailing und Jetski. Außerdem kann man einige Touren aufs Meer oder andere Inseln in der Umgebung buchen. Es gibt einen wunderschönen Bikini-Beach, an dem Badebekleidung getragen werden darf und einige Public-Beach-Abschnitte, an denen das nicht der Fall ist. Dort sollen zumindest kurze Hosen und T-Shirts getragen werden, um die Kultur der einheimischen Bevölkerung zu respektieren.

Am Bikini-Beach wirst du, sobald du ihn betrittst, von Mitarbeitern der angrenzenden Bars angesprochen. Wenn du bei ihnen ein Getränk konsumierst, dann darfst du eine der Liegen und bei Bedarf einen Sonnenschirm für die Dauer deines Aufenthaltes verwenden. Du kannst den Strand aber auch ohne Konsumation nutzen, wenn du dich mit deinem Handtuch in den Sand legst. Es kann nur sein, dass alle Schattenplätze im hinteren Bereich dann bereits belegt sind. Wir haben beides ausprobiert und an einem sehr sonnigen Tag für zwei große frische Kokosnüsse und die beiden Liegen mit Sonnenschirm 10 USD (= € 9,-) bezahlt. Wir durften dafür bleiben so lange wir wollten und mussten auch nichts nachbestellen. An einem bewölkteren Tag, war es auch kein Problem als wir unsere Handtücher einfach im Sand platzierten. Es wurde zwar immer wieder nachgefragt, ob wir nicht doch etwas bestellen wollen, aber unser freundliches Ablehnen auch immer akzeptiert.

Einen Tag verbrachten wir auch am Public-Beach und wir waren gefühlt die einzigen Touristen dort. Es gab schon ein paar Gruppen, die dort den Startpunkt für verschiedene Touren hatten und auch ein paar Touristen, die am Strand spazierten, aber die kamen und gingen. Wir konnten die Ruhe am öffentlichen Strand sehr genießen und haben die Einheimischen mit ihren Kindern beim Spielen und Schwimmen (in Schwimmanzügen) beobachtet. Es gibt dort an vielen Stellen hängende Sessel in den Bäumen, die sehr zum Entspannen und Lesen oder Musikhören einladen.

Lokale und Restaurants auf der Insel Maafushi:

Das Essen in Restaurants ist auf den Malediven klarerweise nicht so günstig wie beispielsweise in Südostasien. Die maledivische Küche besteht viel aus Fleisch und Meeresfrüchten, aber es ist meist möglich zumindest gebratenen Reis oder Nudeln mit Gemüse als vegetarische Option zu bekommen. Da wir Frühstück in unserer Unterkunft inkludiert hatten und uns zwei Mahlzeiten am Tag ausreichen, waren wir meistens noch einmal am späteren Nachmittag oder frühen Abend essen. Wir ernähren uns vegetarisch bzw. vorzugsweise vegan und haben für unsere Restaurantbesuche auf Maafushi im Durchschnitt gemeinsam jeweils 21 USD (= € 18,90) ausgegeben. Meistens haben wir jeder ein Hauptgericht bestellt, manchmal uns auch eine Vor- oder Nachspeise geteilt und immer eine große Flasche Wasser dazu genommen. Es gibt auch viele Variationen an Säften und Mocktails, daher ist den Kosten hier nach oben natürlich keine Grenze gesetzt.

Wir haben ein paar unterschiedliche Restaurants ausprobiert und eigentlich alle gemocht. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hatte für uns mit Abstand aber eines, in das man vermutlich eher nicht hineingeht, wenn man nur daran vorbei spaziert. Semili’s – ein kleines Lokal, das Platz für nur ungefähr 20 Gäste bietet mit unschlagbaren Preisen, gutem Essen und freundlichem Personal.

Zusätzlich gibt es einige kleinere Supermärkte auf der Insel. Dort haben wir uns ab und zu mit Snacks, wie Crackern oder Keksen versorgt. Lieber hätte ich Früchte oder Nüsse gekauft, aber die Auswahl ist leider sehr auf eher ungesündere Produkte, wie z.B. Chips in allen Variationen, beschränkt. Trinkwasser gibt es z.B. in 1,5l-Flaschen zu ca. 1 USD (= € 0,90).

Märkte sind uns keine aufgefallen. Der Sandboden der Malediven ist aber auch nicht wirklich fruchtbar, weshalb fast alles importiert werden muss.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft auf der Insel Maafushi:

Auf Maafushi gibt es rund um den Bikini-Beach einige größere Hotelanlagen. Im Landesinneren bieten aber zahlreiche kleinere Unterkünfte und Homestays auch Zimmer zu erschwinglichen Preisen an. Wir haben 5 Nächte im „Alaika Maafushi“ verbracht. Da wir die günstigste Zimmerkategorie gebucht hatten, bezahlten wir zusammen nur rund 39,- USD (= ca. € 35,-) pro Nacht zu unserer Reisezeit. Ich muss hier erwähnen, dass das Zimmer aber leider kaum einladend war. Es gab zwei Einzelbetten, die sauber waren und ein kleines Badezimmer, aber leider kein richtiges Fenster im Zimmer. Es war also immer dunkel, was das Aufstehen in der Früh nicht unbedingt vereinfachte. Frühstück war im Zimmerpreis inkludiert, sowie alle Steuern. Die Mitarbeiter waren sehr bemüht und immer freundlich. Ich kann mir vorstellen, dass man sich in einem Zimmer in einer höheren Preiskategorie im Alaika Maafushi durchaus sehr wohlfühlen kann.

Besonderheiten und Wissenswertes:

Es gibt ausschließlich Sandstraßen auf den Malediven, was dazu einlädt ständig nur barfuß oder mit Flip-Flops herumzulaufen. Es ist mir ganz oft passiert, dass ich plötzlich vor mir auf dem Boden wunderschöne kleine Muscheln entdeckt habe. Aber Vorsicht: es ist nicht erlaubt Gegenstände aus dem Meer aus den Malediven auszuführen! Angeblich gibt es hohe Geldstrafen, wenn bei der Ausreise Korallen oder Muscheln im Gepäck entdeckt werden. Das gilt ebenso für Muscheln, die man als Andenken in Souvenir-Läden kaufen kann.

Auf der Insel gibt es aktuell einige Baustellen. Hier wird wohl für den Tourismus erweitert. Von Lärmbelästigung durch die Arbeiten können wir jedenfalls nicht berichten.

Das war unser Abenteuer auf der Insel Maafushi. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Maafushi zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

Schreibe einen Kommentar