Pai

Pai – Kleinstadt mit Charme

Pai ist eine Kleinstadt in der Provinz Mae Hong Son. Laut einer Schätzung aus dem Jahr 2019 leben dort knappe 4000 Menschen. Benannt wurde die Stadt nach dem Fluss Pai, der dort fließt. Sie liegt in einem malerischen Tal und ist umgeben von Bergen und Reisfeldern. Schon seit einiger Zeit hat sie sich zu einem Touristen-Hotspot, besonders für Backpacker und junge Leute entwickelt, die dort gerne auch in einer der Bars an der Walking Street Party machen. Aber auch abseits der vielen Restaurants und tollen Cafés hat Pai viel zu bieten, denn in der näheren Umgebung gibt es Wasserfälle, heiße Quellen und wunderschöne, kleine Tempel zu besichtigen. Um den Charme zu behalten, den die kleine Stadt definitiv versprüht, ist es außerdem nicht gestattet auf offener Straße Alkohol zu trinken oder Marihuana zu rauchen. Marihuana zu rauchen ist in Thailand seit 2022 legal, aber viele Cafés und Restaurants sprechen sich dagegen aus und zeigen mit Schildern, dass dort bitte nicht geraucht werden soll. Die Partyszene bleibt also unter sich und man kann auch als Durchschnittstourist dort immer noch eine richtig gute Zeit haben.

Unsere bisherigen Aufenthalte in Pai:

  • 25.03.-04.04.2025 (10 Nächte)

Unsere Anreise nach Pai:

Mit einem Minibus, den wir über unser Hotel buchten, fuhren wir von Chiang Mai nach Pai. Die Fahrt dauerte ungefähr drei Stunden (inkl. einer kurzen Pause) und kostete uns pro Person umgerechnet ca. € 6,80. Für Menschen, denen im Auto schnell übel wird, ist vielleicht wichtig zu erwähnen, dass auf der ca. 130 Kilometer langen Strecke von Chiang Mai nach Pai insgesamt 762 Kurven gefahren werden. Da dies eine zwar anspruchsvolle, aber landschaftlich sehr reizvolle Route ist, fahren sie viele Touristen selbst mit dem Motorrad. Von der Station, an der wir in Pai ausstiegen, war es zu Fuß nicht weit zu unserer Unterkunft.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Pai:

Medio de Pai: Wir haben die für uns optimale Unterkunft gefunden und glücklicherweise früh genug gebucht und vermutlich aufgrund der Nebensaison ein sehr erschwingliches Zimmer bekommen. Das Medio de Pai ist ein kleines Boutique-Hotel mit einem wunderschönen Pool, das etwas abseits des Trubels liegt. Pai ist klein, daher ist dennoch alles zu Fuß ganz gut zu erreichen, aber der Abstand zur Walking Street mit den Bars war für uns perfekt. Insgesamt blieben wir 10 Nächte hier und bezahlten knappe € 20,- pro Nacht für ein Doppelzimmer mit eigenem Badezimmer. Das Zimmer gehörte der günstigsten Kategorie an und wir hatten die Fenster zur Straßenseite hinaus, was für uns aber nicht schlimm war. Einziger Nachtteil war, dass es scheinbar irgendein Problem mit dem Abfluss gab, denn es roch wirklich streng im Badezimmer. Man konnte aber mit einem Türschild selbst angeben, wenn man gerne eine Zimmerreinigung hatte und die Putzdamen bemühten sich sehr, den Geruch im Badezimmer zu beseitigen, was dann auch immer eine Zeitlang anhielt. Bei jeder Zimmerreinigung gab es außerdem zwei kleine Flaschen Wasser und WC-Papier. Neben dem Pool, den wir sehr gerne und viel genutzt haben, gab es auch noch einen kleinen Fitness-Raum mit ein paar wenigen Geräten. Die Mitarbeiter, die auf uns wie eine Familie gewirkt haben, da auch immer ein paar Kinder anwesend waren, waren sehr freundlich und zuvorkommend. Scheinbar ist das Hotel auch bei geführten Motorrad-Touren ein beliebter Übernachtungsspot, denn während unseres Aufenthalts kamen immer wieder solche Gruppen an. In dem Fall ist es dann für einen Tag etwas weniger ruhig und der Pool oft komplett belegt. Die Mitarbeiter haben aber auch da versucht darauf zu achten, dass z. B. kein Bier im Pool getrunken wird. Weiters ist noch zu erwähnen, dass sich direkt gegenüber ein richtig gutes Restaurant („Charlie & Lek“) und auch eine „Self-Laundry“ befinden. Ein gut bewerteter Motorrad-Verleih ist auch nur ein paar Minuten zu Fuß entfernt.

Fortbewegung in Pai:

Zu Fuß: Pai ist nicht besonders groß und innerhalb der kleinen Stadt kommt man wunderbar zu Fuß herum. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen aber ein Stück außerhalb, weshalb es sich auf jeden Fall auszahlt ein Moped zu mieten.

Roller: Bei „GM Pai Motorbike Rental“ haben wir uns einen Honda Click mit 125 cmm für insgesamt 7 Tage geliehen. Wir haben uns für diesen Verleih entschieden, da wir so viele positive Bewertungen im Internet dazu finden konnten und können diese auch nur bestätigen. Man muss ja in Thailand, wie man so liest, schon auch aufpassen, dass man beim Ausborgen eines Motorrads nicht an Betrüger gerät, die dann Unsummen bei der Rückgabe für angebliche Schäden verlangen. Bei „GM Pai“ läuft unserer Erfahrung nach alles sehr fair ab. Weil wir den Roller gleich für 7 Tage genommen und nachgefragt haben, bekamen wir einen kleinen Rabatt und der Roller kostete uns in Summe dann umgerechnet € 44,-, also ca. € 6,30 pro Tag. Im Preis waren zwei Helme und eine Handyhalterung inkludiert. Einziger Nachteil war, dass wir den Roller mit leerem Tank bekamen und sie meinten, wir sollen ihn einfach auch leer wieder zurückbringen, was für uns persönlich aber schwer zu kalkulieren war. Beim Ausleihen wird der Reisepass kopiert und eine Kaution von 3000 Baht (= ca. € 80,-) einbehalten, die wir bei der Rückgabe auch anstandslos zurückbekamen, da wir keine Schäden verursacht hatten.

Routen, die sich für Sightseeing in Pai anbieten:

Wir sind verschiedene Sehenswürdigkeiten in einer bestimmten für uns sinnvollen Reihenfolge mit dem Roller abgefahren und ich halte das hier so ähnlich einfach mal fest. Vielleicht hilft einem das ja bei der Planung, wenn man selbst wenig Zeit oder Lust hat, sich Sightseeing-Routen zu überlegen. *Die mit Sternchen markierten Sehenswürdigkeiten haben wir ausgelassen, würden sich aber durch ihre Lage anbieten.

Route 1: I am Pai-Schriftzug – White Buddha – Wat Thung Pong* – Wat Thung Yao* – Love Strawberry Pai – Pai Canyon – Ta-Pai Memorial Bridge – Pam Bok Waterfall* – Kho Ku So Bamboo Bridge

Route 2: Wat Si Don Chai – Brunch im Fat Cat Restaurant – Wat Phra That Mae Yen & Big Buddha – Wat Mae Hi (Wat Si Chum) – Wat Sai Khao – Pai Mountain View* – Tha Pai Hot Spring* – Nightmarket Walking Street

Route 3: Wat Nam Hu* – Santichon Village* – Yun Lai Viewpoint – Morpaeng Waterfall

Route 4: Wat Sop Phaem – Conserve Natural Forest* – Muang Rae Hotsprings – Hot Springs (Mueng Pang)

Route 5: Besuch im Long Neck Karen Village* – Wanderung zum Mae Yen Waterfall*

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in und um Pai:

Pai Night Market: Der Nightmarket in Pai ist, wie es die meisten Nachtmärkte in Thailand sind, eine lange Straße, die „Walking Street“, an der man viele Stände und Shops findet. Dort kann man Kleidung, Taschen und Schmuck kaufen, aber ebenso auch unterschiedliches Streetfood probieren. Es mag auch ein wenig an der Nebensaison gelegen haben, aber uns kam der Nachtmarkt, vor allem im Vergleich zu Chiang Mai, sehr klein vor. Da man dort auch einige Bars findet, fanden wir ihn nicht ganz so charmant wie andere Nachtmärkte. Dennoch kann man hier ein gutes Shopping-Erlebnis haben, wenn man die Straße entlang spaziert.

I am PAI Schriftzug & Viewpoint: An der großen Straße kommt man hier vorbei, also lohnt es sich auch kurz stehen zu bleiben und den Ausblick zu genießen. Es gibt sonst nicht viel, außer ein Café, in dem wir aber nicht waren. Der „I am PAI“-Schriftzug ist sicherlich ein beliebter Fotospot.

White Buddha: Achtung Verwechslungsgefahr! Der White Buddha ist, wie der Name schon sagt, eine weiße Buddha-Statue, die man besichtigen kann. Uns hat der Ort sehr gut gefallen. Man gelangt über einen Weg zwischen großen Drachen-Statuen zum Buddha und es gibt dort mehrere imposante Statuen zu bestaunen. Vorsicht aber, wenn ihr euch die Rezensionen auf Google Maps anseht! Dort haben nämlich einige Menschen den Ort mit dem „Big Buddha“ verwechselt, der an einer anderen Stelle zu finden ist, nämlich auf einem Hügel. Beim „White Buddha“ handelt es sich um eine große, weiße Buddha-Statue, die man über ein paar wenige Stufen erreicht. Von dort gibt es auch einen hübschen Ausblick, aber natürlich nicht so wie von einem Hügel hinunter. Der „White Buddha“ liegt an der großen Straße und es bietet sich an dort beim Vorbeifahren einen kurzen Stopp einzulegen.

Love Strawberry Pai: Was für ein skurriler Ort! Hier kann man wohl in der Erdbeer-Saison frische Erdbeeren kaufen und leckeren Erdbeer-Shake trinken. Als wir im März dort waren, war gerade keine Saison und es waren auch kaum Menschen dort. Im Garten hat man einen wirklich hübschen Ausblick, also kann es sich lohnen, hier eine Pause für ein kühles Getränk einzulegen.

Pai Canyon: Der Pai Canyon oder auch „Kong Lan“ ist eine beeindruckende natürliche Sehenswürdigkeit in der Nähe von Pai. Nach dem kleinen und nicht schwer zu bewältigenden Aufstieg geht man auf schmalen Pfaden neben steilen Klippen und hat einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegende Natur. Wir haben dort nur den Ausblick genossen und wollten nicht klettern, da der Sand sehr rutschig war und wir dabei kein gutes Gefühl hatten. Wir haben aber beobachtet, wie jemand barfuß (vermutlich, um nicht so zu rutschen) auch weiter bis nach ganz hinten ging. Es ist also möglich, allerdings auf eigene Gefahr. Angeblich ist der Ort besonders zu Sonnenuntergang sehr beliebt. Eintritt wurde nicht verlangt, aber es steht eine Box, mit der um 1 Baht pro Person für die Instandhaltung gebeten wird. Unten beim Parkplatz gibt es kleine Straßenstände, bei denen man essen und trinken kann. Wir haben uns eine frische Kokosnuss gekauft und dafür sogar weniger bezahlt als in der Stadt.

Ta-Pai Memorial Bridge: Die Ta-Pai Memorial Bridge ist eine Brücke, die ursprünglich 1941 im zweiten Weltkrieg von der japanischen Armee erbaut wurde. Sie wurde angeblich mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Von oben hat man einen guten Blick auf den Pai-Fluss. Da einige der Holzbretter sehr morsch sind, muss man genau darauf achten wohin man tritt. Die Brücke stellt jedenfalls ein hübsches Fotomotiv dar. Unten am Fluss gibt es schattige Bambus-Plätze, an denen wir Menschen sitzen und manche essen gesehen haben. Oben, an der einen Seite der Brücke, stehen ein paar Stände, an denen man Souvenirs kaufen kann.

Pam Bok Waterfall: Wir sind nur bis zum Parkplatz gekommen, daher kann ich nicht berichten, wie der Wasserfall aussieht. Es zahlt sich nur aus den Wasserfall zu besuchen, wenn man auch die anderen Orte besuchen will, die im Ticketpreis von 400 Baht (= € 10,60) enthalten sind. Ohne das Ticket um diesen Preis kommt man jedenfalls nicht weiter, also entschieden wir uns den Wasserfall diesmal auszulassen.

Kho Ku So Bamboo Bridge: Hier kann man über eine ca. 800m lange Bambusbrücke, die über Felder führt, gehen. Als wir im März hier waren, waren die Felder sehr trocken und es sieht vermutlich noch hübscher aus, wenn man über sattes Grün spaziert. Der Eintritt ist aber mit 30 Baht pro Person (= ca. € 0,80) nicht sehr hoch, daher zahlt es sich aus unserer Sicht zu jeder Jahreszeit aus der Bambusbrücke einen Besuch abzustatten. Es ist schon ein sehr spezielles Gefühl über die wippende Brücke aus gewobenem Bambus zu spazieren. Am Ende der Brücke ist ein kleiner Tempel, den man besuchen kann, wenn man möchte und passend gekleidet ist.

Wat Si Don Chai: Am Eingang zu dieser kleinen Tempelanlage stehen zwei große, weiße Wächterstatuen. Geht man zwischen ihnen durch gelangt man zum Tempel, der innerhalb einer schönen, grünen Gartenanlage steht. Der Tempeleingang ist wunderschön verziert und in den Farben Rotbraun und Gold gehalten. Im Tempel ist der Fliesenboden angenehm kühl, es gibt ein paar hübsche Säulen und natürlich einen Altar mit mehreren Buddha-Statuen. Wir waren alleine dort und haben den Ort als sehr friedvoll empfunden.

Wat That Mae Yen & Big Buddha: Kommen wir jetzt zum „Big Buddha“, der in den Google Rezensionen so oft mit dem „White Buddha“ verwechselt wird. Auf dem Platz angekommen, findet man direkt einen kleinen Stand, an dem man sich gegen eine Gebühr Tücher ausleihen kann, wenn man nicht passend gekleidet sein sollte. Auch gekühlte Wasserflaschen werden dort verkauft. Wir gingen zuerst zum Tempel, dessen Türen aber verschlossen waren. Allerdings kann man dort auf einer Bank sitzen und den Blick hinunter genießen. Es gibt außerdem ein Gästebuch, in dem man blättern und in das man sich eintragen kann, wenn man möchte. Im Anschluss haben wir die fast 300 Stufen bis zum „Big Buddha“ erklommen. Die Schuhe müssen dafür nicht ausgezogen werden, aber Schultern und Knie sollen bedeckt sein. Von oben hat man einen atemberaubenden Ausblick!

Wat Mae Hi (Wat Si Chum): Die Türen von Wat Mae Hi, der in den Farben Rot und Gold gehalten ist, waren leider bei unserer Ankunft verschlossen. Auf der Anlage gibt es aber wieder eine größere Buddha-Statue zu bestaunen, die immer frei zugänglich ist.

Wat Sai Khao: Dieser Tempel hat es mir besonders angetan. Er ist in den Farben Blau und Gold gehalten, was schon alleine cool aussieht, wie ich finde. Zusätzlich gibt es aber vor dem Eingang zwei Statuen, die von weitem wie zwei Hände oder eher Klauen aussehen und ihn total speziell erscheinen lässt. Bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass es sich um siebenköpfige Drachen handelt. Wenn man innerhalb der Anlage etwas weitergeht, kann man auch wieder eine größere Buddha-Statue entdecken.

Morpaeng Waterfall: Den Morpaeng Wasserfall erreicht man sehr einfach mit dem Motorroller. Der große und relativ volle Parkplatz hat uns schon erahnen lassen, dass er wohl gut besucht sein musste. Der Eintritt von 100 Baht pro Person (= ca. € 2,70) ist auch erschwinglich, also versuchten wir unser Glück. Wie aber schon vermutet, waren am Wasserfall sehr viele, vor allem junge Leute, die teilweise auch laut Musik abspielten. Die Stimmung ähnelte dort aus unserer Sicht eher der in einem Freibad. Eigentlich möchte ich gar nicht wissen, wie es sich dort in der Hauptsaison abspielt. Der Wasserfall ist sehr nett und hat mehrere kleine Becken. Die Natur rundherum ist traumhaft schön. Für uns war zu viel los, also machten wir nur ein paar Fotos und fuhren wieder weiter. Die Rollerfahrt zum Wasserfall ist aber schon ein Erlebnis an sich, da man durch kleine, verschlafene Dörfer fährt, in denen Hühner mit ihren Küken die Straßenseite wechseln und freundliche Hunde im Schatten liegen.

Yun Lai Viewpoint: Ein Besuch beim Yun Lai Viewpoint hat sich für uns sehr ausgezahlt. Der Eintritt ist mit 20 Baht pro Person (= ca. € 0,55) eigentlich auch nicht der Rede wert. Oben hat man einen grandiosen Ausblick auf die Dörfer auf der einen Seite und auf die Hügel auf der anderen Seite. Man kann oben Getränke und Souvenirs kaufen und auch ein Herz (um 100 Baht), das Liebende mit ihren Namen und dem Datum beschriften und an den Baum hängen können. „Promises to come back together“ steht dort. Es ist jedenfalls ein hübscher Ort, um ein bisschen zu verweilen.

Wat Sop Phaem: An diesem Tempel kamen wir durch Zufall vorbei und beschlossen spontan stehenzubleiben. Der Tempel ist in der Farbe Gelb gehalten und ist mit hübschen Glasplättchen verziert. Da wir nicht passend gekleidet waren, haben wir den Tempel nicht betreten. Eine große goldene Buddha-Statue findet man auf der Anlage auch.

Muang Rae Hotsprings: Da wir nicht viel Eintritt für die Besichtigung von heißen Quellen in der Gegend um Pai bezahlen wollten, haben wir uns entschieden in einer etwas weiteren Rollerfahrt zu dieser Stelle zu gelangen. Hier gibt es nämlich direkt am Straßenrand eine Stelle, an der heißes Wasser austritt. Der Bereich ist eingezäunt, aber für jeden kostenlos zugänglich. Da das Wasser dort kochend heiß ist, gibt es keinen Badebereich. Als wir im März dort waren, waren wir völlig alleine und konnten aus der Quelle kein Wasser sprudeln sehen, aber man spürte direkt die Wärme, die von dem stehenden Gewässer dort aufstieg. Die Fahrt dorthin dauerte ungefähr 30 Minuten und man kommt vorbei, wenn man weiter zu den Mueng Pang Hot Springs möchte, was unser eigentliches Ziel war.

Hot Springs (Mueng Pang): Wie oben bereits erwähnt, haben wir diese ca. 45-minütige Rollerfahrt auf uns genommen, um heiße Quellen bewundern zu können, ohne dafür Eintritt bezahlen zu müssen. Als wir ankamen war wieder niemand dort. Es gab aber einen kleinen Stand, an dem man Eier erwerben hätte können, um sie im Wasser der 100°C heißen Quelle zu kochen. Dafür bekommt man einen kleinen Bambuskorb an einer langen Stange, den man dann mitsamt Ei ins Wasser halten kann. Ein typischer Schwefelgeruch steigt einem bei der Ankunft direkt in die Nase und es gibt einige Wege über das Quellwasser. Wenn man darüber geht, kann man die Hitze deutlich spüren und oft sahen wir auch das Wasser ein wenig Dampfen. Es gibt außerdem die Möglichkeit in einem nicht ganz so heißen Becken zu baden und sogar eine kleine Umkleidekabine steht dort zur Verfügung. Bei 37°C Außentemperatur war es für uns wenig verlockend in das Becken zu gehen, aber Consti hat sich an den Rand gesetzt und seine Beine hineingehalten. Weil wir auch gerne Rollerfahren war das für uns ein schöner Ausflug und eine gute Möglichkeit heiße Quellen mit kleinstem Budget zu sehen.

Tagesausflug mit dem Roller nach Mae Hong Son: In ungefähr 2,5 Stunden Moped-Fahrt (ohne Pause) gelangt man nach Mae Hong Son, die Hauptstadt der Provinz. Die Fahrt ist wirklich toll und es geht über einige Kurven bergauf und -ab an wunderschöner Natur vorbei. Da wir nicht am selben Tag wieder nach Pai zurückfahren wollten, haben wir eine Nacht dort in einem günstigen Guesthouse verbracht und einige hübsche Tempel besichtigt. Für nähere Informationen lies gerne den Blogbeitrag zu Mae Hong Son.

Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:

  • Wat Thung Pong: buddhistischer Tempel
  • Wat Thung Yao: buddhistischer Tempel
  • Wat Nam Hu: buddhistischer Tempel
  • Pai Mountain View: ein angeblich schöner Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen
  • Tha Pai Hot Spring: heiße Quelle mit mehreren unterschiedlich warmen Becken, Eintritt angeblich 300 Baht pro Person
  • Santichon Village: ein wohl für Touristen angelegter Ort, der ein chinesisches Dorf zeigen soll, angeblich gibt es traditionelle chinesische Kleidung auszuleihen und die Möglichkeit Bogen zu schießen etc.
  • Conserve Natural Forest: Hierbei soll es sich um eine Umweltorganisation handeln und einem tierleidfreien Projekt als gute Alternative zu Elephant Sanctuaries (ohne füttern, anfassen, reiten, baden etc.). Als wir vorbeifuhren, war es geschlossen und am Zaun hing eine Telefon- und WhatsApp-Nummer. Vermutlich muss man vorher einen Termin ausmachen.
  • Long Neck Karen Village: Hierbei handelt es sich wohl um einen kleinen Marktplatz, für den man 100 Baht pro Person (= ca. € 2,70) Eintritt bezahlt. Dort bieten ein paar Menschen der „Long Neck-Randgruppe“ handgemachte Dinge an und man kann wohl Fotos von ihnen machen. Ob man dem Ort einen Besuch abstatten möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die „Long Necks“ dürfen dort wohl bleiben, eben weil sie für Touristen interessant sind und daher Geld einbringen, andererseits fühlt es sich für viele auch bedrückend an Geld zu zahlen, um dort von Menschen Fotos zu machen und oft wird es sehr überspitzt mit einem „menschlichen Zoo“ verglichen. Ich möchte mir hier kein Urteil erlauben und gebe hiermit nur die Information zur Möglichkeit diesen Ort zu besuchen weiter.
  • Wanderung zum Mae Yen Waterfall: Diese Wanderung soll richtig toll sein. Bis zum Wasserfall sollen es ca. 7 km sein, die man in so 2,5 bis 4 Stunden (eine Richtung) bewältigt. Die Wanderung soll wunderschön und richtig abenteuerlich sein und man muss wohl einige kleinere Flüsse dabei überqueren. Wir hätten die Wanderung gerne gemacht, leider haben uns viele Warnschilder am Waldeingang und ein Schild mit sogar offiziellem Betretungsverbot von 01. Jänner bis 30. April 2025 aufgrund der Waldbrände und Überschwemmungen davon abgehalten.

Lokale und Restaurants in Pai:

Pai hat eine große Dichte an tollen Restaurants und Cafés, die auch besonders für Vegetarier und Veganer interessant sind. Es gibt nämlich ein paar rein vegane und auch vegetarische Restaurants im Ort. Einige Cafés schließen gegen 17 Uhr und 18 Uhr, also ist es hier ratsam, die Öffnungszeiten auf Google Maps vor einem Besuch zu checken. Wir haben ein paar Lokale ausprobiert, sind aber in manche immer wieder zurückgekehrt, weil sie für uns so optimal waren. Die angegebenen Preise für unsere Restaurantbesuche im März/April 2025 sollen als Überblick dienen und sind immer bereits mit einem kleinen Trinkgeld angegeben.

Ganita Cafe: Das Ganita Cafe zählt definitiv zu einem unserer Lieblingslokale in Pai. Es gibt mehr Sitzplätze, als es von außen scheint und das ganze Team ist wirklich freundlich und aufmerksam. Die Speisen sind fast ausschließlich vegan, aber es gibt auch ein paar vegetarische, die dann extra gekennzeichnet sind. Wir waren öfter da, weil uns die Karte so zusagte und wir einiges davon probieren wollten. Wenn man kein Frühaufsteher ist, dann eignet sich das Ganita Cafe auch für Frühstück bzw. Brunch, denn es öffnet um 10:30. Das Frühstücksangebot kann sich ebenso sehen lassen. Ein wirklich wunderbarer Ort aus unserer Sicht!

  • Für 1x Poké Bowl, 1x Happy Chicken Burger, 1x Kombucha, 1x 0,5l Wasser, 1x Cheesecake haben wir umgerechnet ca. € 14,-.
  • Für 1x 1x Kokosnuss, 1x Orange-Karotten-Saft, 1x Americano, 1x Soja-Cappuccino, Kokosnuss-Porridge, 1x Joghurt mit Müsli und Früchten haben wir umgerechnet ca. € 13,- bezahlt.

Om Garden Cafe: Laptop friendly Cafe! Auch im Om Garden Cafe waren wir mehrmals zu Gast. Es besteht aus einem tollen Garten, indem man sehr gut Ruhe finden kann. Es gibt mehrere Bereiche, sodass man sich teilweise auch sehr gut von anderen Gästen abgrenzen kann und man sitzt unter einer Art Pergola, die auch etwas Abkühlung mit Ventilatoren bietet. Es ist kein Café, das auf Arbeit am Laptop ausgerichtet ist, denn es gibt kaum Steckdosen, aber es war nie ein Problem eine Akku-Ladung lang in dieser schönen Umgebung zu arbeiten. Die Speisen haben uns gut geschmeckt und auch der Kaffee ist echt gut. Die Küche schließt bereits um 16 Uhr, das Café dann um 17 Uhr, weshalb man bei Hunger früh genug einkehren sollte. Es gibt eine gute Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten und auch den Cappuccino kann man mit Soja- oder Kokosmilch bestellen.

  • Für 1x Hummus mit Avocado, Tomaten und Pitta, 1x Toast mit Avocado, Tomaten und 2 Spiegeleiern, 1x Früchteteller 1x frische Kokosnuss, 1x hot Americano haben wir umgerechnet ca. € 10,70 bezahlt.
  • Für 1x hot Americano, 1x hot Cappuccino mit Kokosmilch, 1x Wasser haben wir umgerechnet ca. € 2,80 bezahlt.

Rainny Cafe: Im Rainny Cafe waren wir einmal zum Brunch und das Essen war richtig gut. Es ist ein kleines Lokal mit wenigen Tischen im Inneren und zwei oder drei Tischen an der Straße. Das Sauerteigbrot dort ist selbst gemacht und im Café gibt es einige Produkte zu kaufen, wie Schmuck und Taschen. Außerdem findet man dort einen Aufsteller mit verschiedenen Produkten, wie Honig, Ätherische Öle, Trockenfrüchte etc. Der Kaffee hat uns ehrlicherweise nicht ganz überzeugt, aber die Speisen fanden wir gut und die Mitarbeiter auch sehr lieb.

  • Für 1x Sauerteigbrot mit Avocado klein, 1x Sauerteigbrot mit Avocado und Ei, 1x Choco-Oat-Cookie, 1x Americano, 1x Oat-Cappuccino, 1 Pkg. Dry Bananas haben wir umgerechnet ca. € 11,70 bezahlt.

Fat Cat Restaurant: Dieses kleine Café bietet Frühstück und Brunch mit selbstgemachtem Sauerteigbrot, leckeren Früchten und rein pflanzlichen Optionen an. Es gibt einen unteren Bereich im Garten und einen oberen, der ein bisschen an ein Baumhaus erinnert. Man hat die Möglichkeit an einem Holztisch Platz zu nehmen oder auch sehr gemütlich auf Pölstern am Boden zu sitzen. Neben Brunch gibt es auch andere Gerichte und ein paar Süßspeisen, wie zum Beispiel vegane Banoffee-Torte. Um ehrlich zu sein, war der Kaffee nicht der beste, den wir hier hatten, aber davon abgesehen war alles wunderbar. Wir hatten großes Glück und im schönen Garten eine Blauschopf Eidechse entdeckt. Die saß, als wir gerade frühstückten, einfach am Baum neben uns und ließ sich gut fotografieren.

  • Für 1x Oat-Cappuccino, 1x Americano, 1x Müsli mit Früchten und Cocoscream, 1x Toast mit Butter und Marmelade, 1x Spiegeleier, 1x Fruchtsalat haben wir umgerechnet ca. € 11,30 bezahlt.

Aurora Vegan Khao Soy Restaurant: Dieses Restaurant war das erste, das wir nach unserer Ankunft in Pai besucht haben. Wir hatten erst eines im Visier, das näher an unserer Unterkunft gewesen wäre, aber so ziemlich alles im Umkreis hatte schon zu. Welch ein Glück, dass wir uns dann für das Aurora entschieden haben. Es ist ein kleines Restaurant mit ausschließlich veganen Speisen und wir fanden es richtig toll. Die Bedienung war eine Trans-Frau und wunderschön. Wirklich toll – das Kleid, das sie anhatte, stand ihr so ausgesprochen gut. Ich war völlig fasziniert. Als wir nur einen großen 1000-Baht-Geldschein hatten, um zu bezahlen, entschuldigte sie sich, weil sie nicht genügend Wechselgeld hätte, um rauszugeben. Ihre Lösung war dann, dass wir einfach die nächsten Tage vorbeikommen sollen, um zu bezahlen. Wirklich sehr entspannt und wir sind immer wieder so überrascht von der Freundlichkeit und dem Vertrauen, das die Menschen hier einem entgegenbringen. Wir sind dann einfach zum 7eleven an der Straße spaziert, da wir ohnehin noch Wasser kaufen wollten. Dort ist der 1000-Baht-Schein nie ein Problem und wir konnten unsere Schulden direkt im Aurora begleichen. Die Preis-Leistungsverhältnis war nebenbei erwähnt wirklich ausgesprochen gut.

  • Für 1x Massaman Curry mit Reis, 1x Eggplant and Basil mit Tofu und Reis, 2x Wasser haben wir umgerechnet ca. € 5,- bezahlt.

Charlie & Lek: Dieses Restaurant war unserem Hotel direkt gegenüber und daher für uns sehr praktisch zu erreichen. Da es auch ausgesprochen gutes Essen gab, haben wir sogar insgesamt dreimal dort gegessen. Man kann dabei jedes Gericht entweder mit Fleisch oder mit Gemüse und/oder Tofu bestellen. Es gibt außerdem sehr leckere Shakes zu erschwinglichen Preisen. Wir mochten es dort sehr.

  • Für 1x Red Curry mit Gemüse und Tofu, 1x Penang Curry mit Gemüse, 2x Reis, 1x Banane-Kokosmilch-Shake, 1x kl. Chang, 1x gr. Wasser haben wir umgerechnet ca. € 11,30 bezahlt.

Little Cottage Cafe: Das Little Cottage Cafe ist ein kleines, süßes Café mit sehr gutem Kaffee und einer Auswahl an Torten und Kuchen. Es gab bei unserem Besuch sogar eine vegane Kuchen-Alternative und der Kaffee konnte ohne Probleme mit Hafermilch bestellt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass man auch hier ganz gut mit dem Laptop sitzen kann, wenn nicht allzu viel los ist.

  • Für 1x hot Americano, 1x hot Oat-Cappuccino, 1x Coconut-Cake haben wir umgerechnet ca. € 4,60 bezahlt.

Na’s Kitchen: In Na’s Kitchen bekommt man die Speisekarte und Zettel mit Stift. Dann kann man in Ruhe die Karte studieren und einfach selbst notieren, was man bestellen möchte. Mit dem Blatt geht man zum Tresen und bezahlt auch gleich. Wir fanden das Essen wirklich ausgesprochen gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis kann sich absolut sehen lassen.

  • Für 1x Coconut Green Curry mit Kürbis, Melanzani und Tofu, inkl. Reis, 1x Pad Kra Pow = Stirfried Basil mit Knoblauch, Chili und Tofu, inkl. Reis, 1x Coconut cream + Banana-Shake, 1x Mango-Shake und 1x kl. Flasche Wasser haben wir umgerechnet ca. € 8,50 bezahlt.

Lemon Thyme Cafe: Ein kleines Café an der Walking Street, in das wir spontan gingen. Es gibt auch pflanzliche Milch und verschiedene Kaffeebohnen, aus denen man für seinen Kaffee wählen kann. Über die Speisen können wir nicht berichten und auch zum Arbeiten am Laptop fanden wir es eher ungeeignet.

  • Für 1x hot Americano, 1x hot Oat-Cappuccino haben wir umgerechnet ca. € 4,- bezahlt.

Weiterreise zum nächsten Stopp:

Mit dem Mini-Bus reisten wir in ca. 3,5 Stunden (mit einer ca. 30-minütigen Pause) von Pai zurück nach Chiang Mai. Diesmal bezahlten wir ca. € 4,- pro Person und unsere Rucksäcke wurden wieder kostenfrei mitgenommen. Allerdings wurden wir in Chiang Mai am „Tha Phae Gate“ rausgelassen und mussten dann von dort selbst noch einen Transport zu unserem Hotel organisieren, was aber kein Problem war. Mit der App „Bolt“ konnten wir schnell ein Taxi rufen, das uns um umgerechnet € 2,40 (inkl. Trinkgeld) zu unserem Hotel brachte.

Das war unser Abenteuer in Pai. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Pai zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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