Koh Mak – Mini-Insel in der Provinz Trat
Im östlichen Golf von Thailand, zwischen Koh Chang und Koh Kood, befindet sich Koh Mak, eine kleine und ruhige Insel, die noch keinen Massentourismus kennt. Mit ungefähr 15 km² ist es eine vergleichsweise ziemlich kleine Insel, deren Form häufig mit der eines vierblättrigen Kleeblattes verglichen wird. Die medizinische Versorgung ist auf Koh Mak sehr eingeschränkt und auch 7eleven gibt es hier keinen. Mit dem Motorroller oder Fahrrad kann die Insel sehr einfach auf eigene Faust erkundet werden. Wir sahen auch Familien zu viert in einer Art Golfkart selbst über die Insel fahren. Es gibt also mehrere Möglichkeiten und auch zu Fuß kommt man hier ganz gut zurecht. Fest steht, Koh Mak ist ein Ort für Ruhesuchende und hat nicht viel an Action zu bieten. Möchte man also eine Zeitlang die Seele baumeln lassen, ist diese Insel wohl der perfekte Ort dafür.

Unsere bisherigen Aufenthalte auf Koh Mak:
- 28.02. – 02.03.2025 (2 Nächte)
Unsere Anreise nach Koh Mak:
Wir fuhren nach unserem Aufenthalt auf Koh Kood von dort aus mit dem Wooden Boat in etwas mehr als einer Stunde nach Koh Mak. Für das Ticket bezahlten wir umgerechnet ca. € 14,20 pro Person und im Preis inkludiert war der Transport von der Unterkunft auf Koh Kood zum Pier und die Fährfahrt mit dem Wooden Boat nach Koh Mak. Einen Shuttletransport gab es auf Koh Mak am Pier nicht, aber in den meisten Fällen kümmert sich dort das jeweilige Hotel darum, wenn man es im Vorhinein kommuniziert. Genauso wurden wir kostenfrei von einem Hotelmitarbeiter in seinem Pick-Up vom Pier abgeholt und zur Unterkunft gebracht. Hilfreich ist hier allerdings Internet am Handy, da es auf Koh Mak mehrere Pier-Möglichkeiten gibt, an denen man abgesetzt werden kann. Wir erkundigten uns beispielsweise extra im Vorhinein bei welchem Pier unser Boot stehen bleiben sollte, damit der Hotel-Mitarbeiter am richtigen auf uns warten kann, kamen dann an einem anderen an. Da wir eine Sim-Karte mit Datenvolumen hatten, war das aber auch kein Problem und wir konnten dem Hotel direkt über WhatsApp Bescheid geben. Sollte kein Internet vorhanden sein, wird einem dort aber vermutlich auch jemand mit einem Telefon behilflich sein können. Die Insel ist klein und jeder kennt quasi jeden.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft auf Koh Mak:
Baan AoKao KohMak (bei unserer Buchung noch: Koh Mak HomeHug & BeachClub): Wir buchten in diesem Hotel einen kleinen Standard Bungalow fast direkt am Strand und bezahlten dafür ca. € 22,60 pro Nacht. Die Fotos, die man nun auf booking.com zu dieser Zimmerkategorie sieht, haben mit dem Bungalow, in dem wir nächtigten, nichts zu tun. Möglicherweise wurde nach unserem Aufenthalt renoviert, daher kann ich nicht sagen wie aktuell unsere Fotos (und demnach auch Preise) noch sind. Wir reisten mit einem Freund und dieser buchte sich in eines ihrer „Zelte“ ein. Hierbei handelte es sich nicht um ein gewöhnliches Zelt, sondern eine Art große Kuppel, in der man ohne Probleme aufrecht stehen und sich bewegen konnte. Darin befand sich ein Doppelbett, andere Möbelstücke und auch eine Klimaanlage. Außerdem war ein eigenes Badezimmer angebaut und es war auch möglich auf einer eigenen Terrasse davor zu sitzen. Wenn man hier überhaupt davon sprechen kann, dann definitiv von „Glamping“. Wir durften einen Blick hineinwerfen und auch Fotos machen, daher kann ich sie hier zeigen. Die Mitarbeiter waren freundlich und wir konnten direkt in der Unterkunft einen Motorroller mieten, welcher allerdings schon in einem nicht mehr so guten Zustand war. In der Anlage gab es ein Restaurant, von dem ich aber nicht näher berichten kann. Der Strand dort soll einer der schönsten der Insel sein. Wir haben dort wohl gefühlt, haben aber keinen Vergleich zu anderen Stränden der Insel. Nebenan befand sich, vom Strand aus erreichbar, eine Bar mit einem Rooftop, von wo aus man den Sonnenuntergang gut sehen konnte. Vor unserer Abreise fragten wir wegen einem Transport zum Pier nach und wurden anstandslos mit dem Pick-up auch wieder hingefahren.





Fortbewegung auf Koh Mak:
Motorroller: Roller konnten wir, wie oben bereits angesprochen, direkt über unsere Unterkunft mieten. Dieser war allerdings schon in einem nicht mehr so guten Zustand. Nummernschild gab es auch keines, worauf wir den Vermieter ansprachen. Er winkte aber nur ab – scheinbar unwichtig auf so einer kleinen Insel. Der Preis war mit ca. € 7,- pro Tag ok und uns war es nicht so wichtig. Die Hauptsache war, dass uns der Roller noch für zwei Tage über die Insel bringen würde. Und das tat er. Tanken kann man übrigens immer wieder am Straßenrand. Dort stehen dann Plastik- oder Glasflaschen mit auffällig gefärbter Flüssigkeit auf einem Tisch und ein Schild mit Preis daneben – einfach stehen bleiben und sagen wie viele Liter man tanken möchte.
Zu Fuß: Auch zu Fuß ist auf der Insel einiges erreichbar. Natürlich ist die Lage des Hotels essentiell, wenn man ausschließlich zu Fuß unterwegs sein möchte.
Unsere besuchten Strände auf Koh Mak:
Etwas, worauf man sich auf Koh Mak vorbereiten muss, sind die kleinen Quälgeister, die einem das Leben manchmal schwer machen können. Die Rede ist hier von Sandfliegen, mit denen wir auf den Inseln Koh Chang, Koh Kood und Koh Mak das erste Mal in Berührung kamen. Im Grunde sind sie absolut nicht gefährlich, aber ganz schön hinterlistig. Man bemerkt sie nämlich nicht, da sie sehr klein sind und auch ihre Stiche sind erst Stunden später spürbar. Dann dafür umso stärker. Mit Moskito-Stichen kaum vergleichbar jucken sie um ein Vielfaches mehr und es dauert leider auch länger bis sie wieder abheilen. Die Gefahr besteht einzig darin, dass man die Stiche aufkratzt und diese sich dann entzünden. Vorbeugend kann man natürlich Insektenrepellent verwenden, oder aber in einer natürlicheren Variante seine Haut vor dem Strandbesuch richtig gut mit Kokosöl einreiben. Sollte man dennoch gestochen werden, hilft eine Insektenstich-Creme gegen den Juckreiz oder ein Heater (z.B. „Heat-it“), den wir häufig benutzen. Genauso wie bei Moskitos auch, gibt es Menschen, die mehr und andere die weniger gestochen werden. Ich beispielsweise ziehe diese Tiere stark an und werde immer viel mehr gestochen als Consti. Das ist bei Moskitos schon manchmal nervig, aber auf den drei Inseln im Osten Thailands war das für mich tatsächlich noch einmal eine ganz andere Liga. Dennoch sind es die Inseln in dieser Gegend für mich absolut Wert sie zu bereisen und die Sandfliegen würden mich nicht abhalten noch einmal dorthin zu fahren. Was soll ich sagen… kein Paradies ist perfekt!
Ao Kao Beach: Unsere Unterkunft befand sich sehr weit am unteren Ende des schönen Sandstrandes. Wir verbrachten nur ein paar Stunden dort und fühlten uns wohl. Da wir am nächsten Tag die Insel mit dem Roller erkundeten, gibt es hier nicht viel von Stränden zu berichten.



Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf Koh Mak:
Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.
Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.
Mit dem Roller in alle Ecken der Insel fahren: Von oben betrachtet sieht Koh Mak für mich x-förmig aus. Die Insel ist hauptsächlich flach und daher mit dem Roller auch sehr einfach zu erkunden. Von zum Beispiel Cape Takuta ganz im Westen bis zu Cape Kradun im Osten braucht man laut Google Maps mit dem Roller wohl zwischen 20 und 25 Minuten. Mehr als ein Tag muss also theoretisch nicht für die Erkundung eingerechnet werden. Natürlich gibt es aber auch ein paar Strände, die man an weiteren Tagen testen kann.


Cape Tukata: Hierbei handelt es sich um einen Aussichtspunkt, den ich wohl als eines der Highlights der Insel bezeichnen würde. Am Parkplatz unten stellten wir unseren Roller ab und wanderten dann hinauf. Der Weg ist etwas steil und geht durch den Wald, aber man kann sich recht gut festhalten. Kaum ist man oben angekommen und tritt hinaus, steht man auch schon am Klippenrand und hat die 180°-Weite vor sich. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend. Auf dem schmalen Weg oben ist nicht sehr viel Platz, kann also sein, dass man ein wenig warten muss, wenn gerade andere Menschen oben sind. Wir hatten Glück und waren alleine dort.



Cape Kradun: Wenn man mit einem Roller auf der Insel unterwegs ist, kann man auch zu diesem Aussichtspunkt fahren. Das letzte Stück gingen wir zu Fuß durch den Wald. Als wir dort waren, haben wir auf niemand anderen dort getroffen.

Wat Samakeetham: Der kleine Tempel ist wohl der Haupttempel der Insel. Das Areal wirkte sehr ruhig und friedlich. Es gab einige bunte Statuen und einen großen Bodhi-Baum zu sehen. Wir schlugen den Gong und ließen ein paar Baht als Spende dort. Wir finden, der kleine Tempel passt total gut auf diese Insel.




Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:
- Turtle Beach: ein Strand im Norden der Insel
- Ao Pra Beach: ein Strand im Nord-Westen der Insel
- Ao Baan Yai Beach: ein Strand im Süd-Westen der Insel
- Ao Lom Beach: ein Strand im Westen der Insel
- Kajak mieten und damit z.B. zu Koh Ya: in angeblich ca. 25 Minuten paddelt man zu dieser Insel und kann dort dann gut schnorcheln
Lokale und Restaurants auf Koh Mak:
Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv.
Food Art Hut: Das war wohl eines unserer liebsten Lokale auf der Insel. Gutes Essen zu fairen Preisen.
- Für 2x vegetarische Hauptspeise, 1x Shake, 1x Bier bezahlten wir umgerechnet ca. € 13,60.





Pak Pak Vegan Food: Sogar auf dieser kleinen Insel gibt es ein veganes fancy Restaurant und ich wollte es mir nicht nehmen lassen, es noch zu testen, bevor wir die Insel wieder verlassen würden. Wir frühstückten an unserem Abreisetag hier und fanden es echt gut. Leider aber auch echt teuer.
- Für unser Frühstück bezahlten wir umgerechnet ca. € 22,70.




Little Red Oven Koh Mak: Die Pizza hier fand Consti ziemlich gut. Da es keine vegane Pizzen gab, ich auch nicht so viel Lust auf Pizza ganz ohne Käse hatte und auch nicht so großen Hunger, bestellte ich einen Früchteteller. Pizzaliebhaber kommen hier jedenfalls auf ihre Kosten.
- Für 1x Pizza, 1x Mixed Fruits, Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 10,20.



Blue House: Hier gab es vegane Burger, die wir testeten. Waren ganz gut, aber hatten natürlich auch ihren Preis.
- Für 2x Burger und 2x Fries bezahlten wir umgerechnet ca. € 20,70.

White Sand Rooftop Bar: Diese Bar befand sich neben unserer Unterkunft. Dort saßen wir auf dem Rooftop und beobachteten den Sonnenuntergang bei kühlen Getränken.
- Für 2x Iced Americano bezahlten wir umgerechnet ca. € 5,10.


Weiterreise zum nächsten Stopp:
Von Koh Mak fuhren wir wieder mit der Wooden Boat-Fähre nach Koh Chang zurück. Die Tickets besorgten wir zwei Tage zuvor dort am Pier, wo wir bei unserer Ankunft auch abgesetzt wurden. Wir bezahlten umgerechnet ca. € 14,20 pro Person und der Transport vom Bang Bao Pier auf Koh Chang bis zur Unterkunft war hier wieder inkludiert. Die Fahrt dauerte nicht ganz zwei Stunden.


Das war unser Abenteuer auf Koh Mak. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Koh Mak zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.
Alles Liebe
Jasmin
Wo möchtest du jetzt hin?
