Nakhon Pathom – Stadt des großen Chedi
Ungefähr 50 Kilometer westlich von Bangkok befindet sich die Stadt Nakhon Pathom, die mit ihrer Gründung um 40 v. Chr. als eine der ältesten Städte Thailands gilt. Die Stadt selbst ist bekannt für das angeblich höchste buddhistische Bauwerk der Welt – den 127m hohen Phra Pathom Chedi. Auf unserem Weg von Bangkok nach Kanchanaburi wollten wir hier unbedingt einen Stopp einlegen, um die Stadt und auch den berühmten Drachentempel zu besuchen, den man von dort in ungefähr 25 Minuten mit dem Motorroller erreichen kann. Nakhon Pathom wird bisher noch nicht zu sehr von westlichen Touristen besucht, was einen Aufenthalt in der Stadt zusätzlich interessant macht.


Unsere bisherigen Aufenthalte in Nakhon Pathom:
- 28.06. – 01.07.2025 (3 Nächte)
Unsere Anreise nach Nakhon Pathom:
Wir haben einen längeren Weg mit mehreren Transportmitteln von Koh Sichang über Bangkok auf uns genommen, um Nakhon Pathom zu erreichen. In Bangkok stiegen wir am Bahnhof „Krung Thep Aphiwat Central Terminal Station“ in einen Zug, der uns in ungefähr einer Stunde an unser Ziel brachte. Die Tickets kauften wir spontan am Schalter und bezahlten 202 Baht (= ca. € 5,50) pro Person für Tickets in der 3. Klasse eines Express-Zuges. Bei unserer Ankunft fuhren wir mit einem Taxi (Grab) zur Unterkunft.




Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Nakhon Pathom:
Hop Inn Hotel: Da Nakhon Pathom mehr einheimische Touristen besuchen, war die Auswahl an Unterkünften beschränkter als an anderen Orten. Wir entschieden uns daher für die Hotelkette „Hop Inn“ und bereuten es nicht. Für knappe € 22,- pro Nacht bekamen wir ein kleines, aber feines Zimmer, das sehr sauber war und alle Annehmlichkeiten bot, die wir gerne nutzen. Täglich bekamen wir zwei Glasflaschen Wasser und WC-Papier vor das Zimmer gestellt. Einziger Nachteil waren die dünnen Wände, die uns in einer Nacht unseren schnarchenden Zimmernachbarn hören ließen. Direkt an der Straße vor dem Hotel befindet sich ein 7eleven. Die Hotelmitarbeiter konnten nicht besonders gut Englisch, waren aber sehr freundlich.



Fortbewegung in Nakhon Pathom:
Zu Fuß: Will man sich ausschließlich zu Fuß in der Stadt zu bewegen, wird man vermutlich bald an seine Grenzen stoßen und auf Motorroller oder Taxi ausweichen.
Taxi (Grab): In der Stadt kann man gut per App ein Taxi buchen und kürzere Strecken damit bewältigen.
Motorroller: MEMOTO war der einzige Rollervermieter, den wir im Internet fanden, der auch mehrere gute Bewertungen hatte. Als wir uns per Taxi hinbringen ließen, hatten wir Glück, dass jemand da war, denn eigentlich muss man sich vorher über Facebook melden, um einen Termin auszumachen. Wir bekamen den letzten Scoopy für 180 Baht pro Tag (= ca. € 4,80), ein unvergleichbar guter Preis. Wir hinterließen 1000 Baht als Kaution, die wir bei der Rückgabe auch anstandslos zurückbekamen. Alles lief unkompliziert und problemlos. Die Kommunikation läuft allerdings ausschließlich über Facebook, nicht WhatsApp.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in und um Nakhon Pathom:
Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.
Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.
Wat Samphran: Wat Samphran ist der berühmte Drachentempel, den manche Touristen vom ca. 40 Kilometer entfernten Bangkok aus besuchen. Wir fuhren von der Stadt Nakhon Pathom in ca. 25 Minuten mit dem Motorroller selbst hin und fanden ihn schon von Weitem sehr eindrucksvoll. Es gibt einen großen Parkplatz, an dem man seinen Roller kostenlos abstellen kann. Für den Eintritt in den Tempel bezahlten wir 80 Baht pro Person (= ca. € 2,10) und konnten im Inneren des Drachen bis ganz hinauf gehen. Oben gab es eine tolle Aussicht auf die Umgebung und wir bekamen einen Blumenkranz, um damit drei Runden um den Buddha zu gehen und ihm den Blumenkranz im Anschluss zu schenken. Es gibt ein Schild, das den Ablauf erklärt und man kann es den Einheimischen gleichtun, wenn man interessiert ist. Auf dem Areal gibt es auch noch einen großen goldenen Buddha, den man besuchen kann.
Übrigens befindet sich in der Nähe das „Bark’n Brew Cafe, das angeblich einen guten Blick auf den Drachentempel bietet. Leider hatte es an unserem Besuchstag (Montag) geschlossen, weshalb wir es selbst nicht testen konnten.








Phra Pathom Chedi: Mit einer Höhe von ca. 127 Metern ist der Phra Pathom Chedi einer der höchsten buddhistischen Chedis (Stupas) der Welt. Wenn man mit dem Motorroller durch die Stadt fährt, kann man ihn kaum übersehen, da er immer wieder zwischen den Bäumen hervorblitzt. Er gilt als eines der bedeutendsten Wahrzeichen Thailands. Der Name bedeutet „Heiliger Chedi des Anfangs“. Der Ort ist eine bedeutende Pilgerstätte, da hier, der Überlieferung nach, der Buddhismus erstmals in Thailand Einzug hielt. Das Innere des Chedis kann nicht betreten werden. Als Besucher kann man aber auf der weitläufigen Terrasse um den Chedi herumgehen. Dafür bezahlten wir 60 Baht pro Person (= ca. € 1,60) Eintritt.


Chula Prathon Chedi (Ruins): Hier kann man die Ruinen eines Chedi betrachten, die bei Ausgrabungen im Jahr 1940 gefunden wurden. Angeblich stammen sie aus der Dvaravati-Zeit, sind also aus dem 6. bis 11. Jahrhundert. Die Ruinen sind frei zugänglich.

Wat Phra Prathon Chedi Worawihan: Hierbei handelt es sich um einen historisch bedeutenden Tempel, der einen 50 Meter hohen Chedi beherbergt, der ebenfalls aus der Dvaravati-Zeit stammen soll (6. bis 11. Jhdt.).

Lokale und Restaurants in Nakhon Pathom:
Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv.
VCare Café: Das VCare Café ist ein kleines komplett vegetarisch-veganes Lokal mit einer sehr freundlichen Besitzerin. Die Speisekarte ist zwar ausschließlich auf Thai, aber mit Google Lens kann man sie gut übersetzten lassen und so die Speisen und Getränke auswählen. Sie hat aber auch eine gekürzte englische Karte am Handy, die sie zeigt. Es gibt Kaffee mit Mandel- oder Hafermilch und die bestellten Speisen waren ganz ok, allerdings mit einigen Fleischersatzprodukten, die wir persönlich nicht so gern mögen.
- Für 1x Pad Krapao, 1x Stirfried Veg. with Rice, 1x kl. Wasser, 2x Cappuccino mit Mandelmilch bezahlten wir umgerechnet ungefähr € 9,20.




Baan Im Yen: Auch das Baan Im Yen ist ein vegetarisch-veganes Restaurant, das allerdings auch mit vielen Fleischersatzprodukten arbeitet. Wir mögen das nicht so gerne, aber das ist natürlich Geschmackssache. Das Lokal ist wirklich hübsch und es gibt auch ein paar Desserts in einer Vitrine.
- Für 1x Nudeln mit Gemüse und Fleischersatz, 1x Reis mit Gemüse und Fleischersatz, 1x kl. Wasser, 2x Espresso bezahlten wir umgerechnet ungefähr € 9,30.



Mukashi Koff: Wir waren sogar zweimal im Mukashi Koff, da es ganz in der Nähe unseres Hotels war und guten Kaffee mit sogar pflanzlicher Milch im Angebot hatte. Außerdem probierten wir Shi-O-Pan, die aussahen wir eine Art Salzstange und der japanese Doughnut war ebenfalls sehr gut und fluffig.
- Für 1x Americano, 1x Oat-Cappuccino, 2x Shi-O-Pan, 1x japanese Doughnut bezahlten wir umgerechnet ungefähr € 8,40.




Weiterreise zum nächsten Stopp:
Vom Bahnhof in Nakhon Pathom fuhren wir mit dem Zug weiter nach Kanchanaburi. Das Ticket konnten wir nicht im Vorfeld kaufen, denn am Bahnhof sagte man uns, dass wir eine Stunde vor Abfahrt kommen sollten, um ein Ticket zu bekommen. Dies klappte dann am Abfahrtstag auch ohne Probleme und wir bezahlten 100 Baht (= ca. € 2,70) pro Person für die ca. 1,5-stündige Fahrt. Wichtig ist jedenfalls die Abfahrtszeiten der Züge vorher in Erfahrung zu bringen. In unserem Fall hatte der Zug Verspätung, aber die Fahrt selbst durch die grüne Landschaft war ganz wunderbar.


Das war unser Abenteuer in Nakhon Pathom. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Nakhon Pathom zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.
Alles Liebe
Jasmin
Wo möchtest du jetzt hin?
