Mae Hong Son

Mae Hong Son – An der Grenze zu Myanmar

Mae Hong Son ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz „Mae Hong Son“. In der Stadt, welche um die 50 km von der Grenze zu Myanmar entfernt liegt, leben angeblich um die 7000 Einwohner. Sie ist ein Stopp beim beliebten „Mae Hong Son-Motorrad-Loop“ und es bietet sich an, hier eine Nacht zu bleiben. Da wir im März/April, also während der „Burning Season“ hier waren, haben wir uns dagegen entschieden den ganzen Motorrad-Loop zu fahren.

In der „Burning Season“ (meist zwischen Mitte Februar bis April/Mai, manchmal bis zu Beginn der Regenzeit) ist eine Zeit, in der große Mengen an landwirtschaftlichem Abfall verbrannt werden. Dies geschieht hauptsächlich in ländlichen Gebieten, wo Landwirte ihre Felder von alten Pflanzenresten, insbesondere Reis- und Maisstoppeln, befreien, um sie für die nächste Saison vorzubereiten. Da durch den Rauch eine schlechte Luftqualität herrscht und auch die Aussicht ziemlich getrübt ist, haben wir uns vorgenommen den Mae Hong Son-Loop lieber einmal in der Hauptsaison (Nov. – Jän.) zu fahren. Um aber trotzdem auch jetzt schon einen kleinen Einblick zu bekommen, wollten wir zumindest einen Teil des Loops sehen, weswegen wir einen Tagesausflug mit dem Motorroller von Pai aus mit Übernachtung in Mae Hong Son gemacht haben. Vom gesamten Loop, der angeblich ca. 650 km lang ist, fuhren wir also um die 100 km.

Unsere bisherigen Aufenthalte in Mae Hong Son:

  • 01.04.-02.04.2025 (1 Nacht)

Unsere Anreise nach Mae Hong Son:

Unsere Anreise nach Mae Hong Son erfolgte, wie bereits erwähnt, mit dem gemieteten Roller aus Pai. Für die Strecke brauchten wir insgesamt 2,5 Stunden (ohne Pause) und ca. eine halbe Tankfüllung. Dabei sind wir gemütlich gefahren. Die Strecke hat einige Kurven, die bergauf und -ab führen. Die Aussicht war sehr schön, aber muss natürlich ohne Nebelwand und sattem Grün der Natur dort der Wahnsinn sein. Auf der Strecke von Pai nach Mae Hong Son und retour gibt es ein paar Viewpoints, bei denen man anhalten kann. Außerdem haben wir die Schilder zu einigen Höhlen gesehen, wie der „Fish Cave“ oder „Lod Cave“.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Mae Hong Son:

P.L.P Guesthouse – Mae Hong Son: Da wir unser Gepäck in unserem Hotelzimmer in Pai ließen, wollten wir für die eine Nacht in Mae Hong Son nur ein wirklich günstiges Zimmer buchen. Gefunden haben wir das P.L.P Guesthouse und waren für die ca.  € 11,- pro Nacht sehr zufrieden. Wir hatten ein kleines Zimmer mit Ventilator und eigenem Bad. Das Bett war in Ordnung, das Badezimmer gut belüftet und mit heißem Wasser zu duschen war gut möglich. Wir hatten außerdem sogar einen Kühlschrank im Zimmer, den wir aber nicht nutzten. Das kostenfreie W-Lan funktionierte mal besser mal schlechter. Das gegenüberliegende kleine Café („Coffee for U – soi3“) gehört zur Unterkunft dazu und im Zimmer stand, dass man dort auch ein kleines, kostenfreies Frühstück ab 7:30 haben könnte. Wir haben es allerdings nicht in Anspruch genommen, also kann ich dazu nicht mehr beitragen. Da ich zuvor über booking.com gebucht hatte und das Zimmer bei der Anreise bereits bezahlt war, war der Check-in auch sehr einfach und unkompliziert. Ein Reisepass wurde fotografiert und wir bekamen den Schlüssel, den wir am nächsten Vormittag einfach wieder im Café abgaben.

Fortbewegung in Mae Hong Son:

Motorroller: Wir reisten mit unserem 125 ccm Roller an und konnten uns dann damit in der Stadt fortbewegen. Wenn man dem Fahrzeug mal eine Pause gönnen will, kommt man aber auch problemlos zu Fuß in der Innenstadt herum, da sie nicht sehr groß ist.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Mae Hong Son:

In und um Mae Hong Son gibt es nicht übermäßig viele unterschiedliche Sehenswürdigkeiten. Man kann eine Vielzahl an Tempel besichtigen, was allerdings schon auch ein interessantes Erlebnis ist. Die Tempel sind nämlich aufgrund der Nähe zur Grenze nach Myanmar (ca. 50 km) hauptsächlich im burmesischen Stil erbaut und unterscheiden sich daher sehr von denen, die man zum Beispiel in Pai sehen kann.

Su Tong Pae Bridge & Wat Phu Samanaram: Am Weg von Pai nach Mae Hong Son haben wir hier Halt gemacht. Diese hübsche Bambusbrücke befindet sich ungefähr 12 km von der Stadt Mae Hong Son entfernt und führt über Felder zum Tempel Phu Samanaram. Sie ist nicht ganz so lang, wie die Bambusbrücke bei Pai, aber nicht minder schöner. Als wir dort waren, war weit und breit niemand, also weiß ich nicht, ob in der Hauptsaison Eintritt verlangt wird. Es sah jedenfalls nicht danach aus. Direkt vor der Brücke steht eine Spendenbox, in die man für die Instandhaltung etwas Geld einwerfen kann. Wenn man fast auf der anderen Seite ist, kommt man an einem großen goldenen Kopf mit vier Gesichtern vorbei und geht dann die Stufen hinauf zur Tempelanlage. Diese wirkt, als wäre sie schon etwas in die Jahre gekommen, aber hat auf uns eine friedvolle Ruhe ausgestrahlt. Von der Tempelanlage aus hat man eine gute Aussicht und die Kulisse muss noch schöner sein, wenn die Berge im Hintergrund nicht gerade von einer Rauchwand verdeckt sind. Vermutlich wird man dann aber den Platz mit ein paar anderen Touristen teilen müssen.

Wat Chong Kham & Wat Chong Klang: Diese beiden Tempel liegen direkt nebeneinander am Nong Chong Kham See. Es gibt einen großen, weißen Buddha, der auf den See blickt und einen gold-weißen Stupa auf der Anlage.

Wat Hua Wiang: Hier kann man einen Tempel aus Holz im typisch burmesischen Stil besichtigen. Als wir ankamen, waren gerade viele Einheimische da, die wir nicht stören wollten, weshalb wir uns ein wenig am Gelände bewegt haben und dann wieder gegangen sind.

Wat Phra Non: Wir konnten den Tempel nur von außen besichtigen, da er geschlossen war und sonst niemand auf der Anlage zu sehen war. Es soll aber sonst hier auch einen liegenden Buddha zu sehen geben. Die Statuen auf der Anlage haben uns gut gefallen und zum Schluss haben wir auch die vielen Stufen erklommen und hatten oben einen recht guten Ausblick auf die Stadt.

Wat Phra That Doi Kongmu: Hierbei handelt es sich um den wohl beliebtesten Tempel der Stadt, der auf einem kleinen Hügel liegt, aber auch mit dem Roller oder Auto gut erreichbar ist. Der Ausblick auf die Stadt von dort oben muss in der Hauptsaison und bei klarem Himmel atemberaubend schön sein.

Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:

  • Living Museum: Hierbei soll es sich um ein kleines, kostenfreies Museum handeln. Da die Infos über die Geschichte der Stadt und die lokalen Stämme der Provinz angeblich auf Thai sind, braucht man aber den Google Übersetzer, um sie zu verstehen.
  • Guan Yin Tempel: ein buddhistischer Tempel im chinesischen Stil
  • Mae Hong Son Gate: das Eingangstor der Stadt
  • Nightmarket – Walking Street: ein Nachtmarkt, der laut Google Maps nur Samstag und Sonntag geöffnet hat, wie wir im Nachhinein aber hörten angeblich doch täglich besucht werden kann

Lokale und Restaurants in Mae Hong Son:

Coffee Morning: In diesem netten Café machten wir nach unserer Ankunft Pause und tranken guten Kaffee und eine interessante Soda-Limonade. Viele Kaffeehäuser in der Gegend schließen bereits um 15 Uhr, weshalb wir uns für dieses entschieden haben und nicht enttäuscht wurden.

  • Für 2x Americano Tiramisu und 1x Butterfly-Pea and Lemon Soda haben wir umgerechnet € 5,20 bezahlt.

Ji Ji Restaurant: Dieses Restaurant war unser Favorit, weil ich gelesen habe, dass es für Vegetarier und Veganer die beste Option in Mae Hong Son sein soll. Ich wollte hier so gerne essen und habe mich bei den Öffnungszeiten wohl zu sehr auf Google Maps verlassen. Als wir nämlich gegen 19 Uhr ankamen, war leider geschlossen und ich hatte keinen Plan B überlegt. Weil wir ziemlich hungrig waren, musste schnell eine Lösung her und die war für uns das folgende Restaurant:

SAKi Curry: Zwar eigentlich unsere Notlösung, waren wir aber sehr glücklich es gefunden zu haben. Hier gibt es verschiedene japanische Currys zu wählen, die mit Reis serviert werden. Man kann den Schärfegrad selbst bestimmen. Auf der Skala von 0 bis 10 haben wir uns für 3 entschieden, was schon ziemlich scharf, aber sehr gut war. Sollte man nicht gerne scharf essen, kann man natürlich auch einfach Level 0 wählen.

  • Für 2x P. B. C. Curry mit Reis, Level 3, 1x Tofu Topping und 1x Wasser haben wir umgerechnet € 6,50 bezahlt.

Little Good Things: Dieses hübsche Café haben wir für unser Frühstück auserkoren und waren sehr angetan. Es ist zwar nicht ganz günstig, aber die Atmosphäre ist ganz wunderbar, die Mitarbeiter sehr lieb und zuvorkommend und das Essen, sowie der Kaffee waren ausgesprochen gut. Es gibt eine Auswahl an pflanzlicher Milch im Angebot und es wird selbstgemachtes Sauerteigbrot verwendet. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

  • Für 1x Aerocano, 1x Oat-Cappuccino, 1x Toast mit Erdnussbutter und Banane, 1x Toast mit Butter und 1x Spiegeleier haben wir umgerechnet ca. € 8,15 bezahlt.

Weiterreise zum nächsten Stopp:

Unsere An- und Abreise erfolgte mit dem gemieteten Roller aus Pai. Für die Strecke brauchten wir insgesamt 2,5 Stunden (ohne Pause) und ca. eine halbe Tankfüllung. Bei der Rückfahrt haben wir einmal Halt bei einem Viewpoint („Ban Luk Khao Lam View Point“) gemacht und einen zweiten Stopp dort in der Nähe in einem Café („DOI COFF“) eingelegt. Der Ausblick am Viewpoint ist in der Hauptreisezeit vermutlich empfehlenswert und der Kaffee im Doi Coff war sehr gut. Es gibt auch am Viewpoint die Möglichkeit auf die Toilette zu gehen und Kaffee zu trinken, aber wir wollten lieber das Kaffeehaus testen, das ungefähr eine Viertelstunde Fahrt vom Viewpoint entfernt liegt. Der Mitarbeiter im Café war total lieb und wir haben sogar kostenlose, frische Ananasstücke dazubekommen, weil er die gerade für sich selbst aufgeschnitten hatte und dann für uns einfach auch einen Teller mitangerichtet hat.

Das war unser Abenteuer in Mae Hong Son. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Mae Hong Son zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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