Dambulla - Ort in der Nähe des Sigiriya Rock:
Dambulla ist eine Stadt in der Zentralprovinz Sri Lankas, mit ungefähr 72.000 Einwohnern (Stand: 2012). Die Stadt ist berühmt für seine buddhistischen Höhlentempel. Sigiriya ist ein Ort ganz in der Nähe, ca. 19 km von Dambulla-Stadt entfernt, und bekannt durch den ca. 200m hohen Felsen „Sigiriya Rock“, oder auch „Lion Rock“ genannt, mit seinen Ruinen der historischen Festung. Seit 1982 zählt er zum UNESCO Weltkulturerbe.
Unsere Low(er)-Budget Unterkunft zwischen Dambulla und Sigiriya:
An unseren Aufenthalt in Dambulla (im Stadtteil Pelwehera, ca. 7 km außerhalb der großen Stadt) werden wir noch sehr lange zurückdenken, denn hier hatten wir wohl die berührendste Begegnung auf unserer Reise mit Nuwan und seiner Familie. 3 Nächte schliefen wir in seinem „The Green Jungle“ für umgerechnet ca. € 11,60 pro Nacht (inkl. Frühstück). Nuwan lebt dort mit seiner Frau, seinen beiden Kindern und seinen Schwiegereltern und hat im wunderbar grünen Garten zwei sehr großzügige Zimmer für Touristen gebaut. Wie er uns später erzählt hat, war er jahrelang von früh bis spät Tuk Tuk-Fahrer, um es sich leisten zu können an diesen zwei Unterkünften insgesamt 10 Jahre lang zu bauen. Als wir dort nächtigten waren sie ungefähr seit einem Jahr fertig und er mächtig stolz darauf. Nuwan war so freundlich und zuvorkommend, wie wir es selten noch erlebt haben. Er war für unsere Fragen jederzeit verfügbar und hat all unsere Ausflugswünsche organisiert bzw. fuhr uns persönlich mit seinem Tuk Tuk, wenn er Zeit hatte. Es war ihm wirklich wichtig, dass wir uns bei ihm fühlen, als würden wir zur Familie gehören. Am letzten Abend zeigte er uns als besonderes Extra seinen geheimen Platz auf einem in der Nähe liegenden Felsen, um den Sonnenuntergang zu sehen und das war ein absolut atemberaubender Moment für uns. Wenn wir wieder einmal nach Sri Lanka kommen, wollen wir unbedingt noch einmal nach Dambulla, nicht für Sightseeing, sondern um zu sehen, wie es unserem Freund Nuwan und seiner Familie so geht.
Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Dambulla & Sigiriya:
Dambulla-Höhlentempel: Der Höhlentempel von Dambulla, auch Goldener Tempel genannt, zählt zum UNESCO Weltkulturerbe, da er angeblich einer der am besten erhaltenen Orte von Höhlenkunst weltweit ist. Es ist der größte Höhlentempelkomplex seiner Art in Sri Lanka und umfasst um die 80 Höhlen, von denen man die fünf größten besichtigen kann. Entstanden sind diese angeblich im 1. Jhdt. v. Chr. Alle Höhlen konzentrieren sich darauf die Lebensgeschichte Buddhas zu erzählen. Wir waren schwer beeindruckt und froh diese Sehenswürdigkeit nicht ausgelassen zu haben. Der Eintritt war 2000 Rupien pro Person (= ca. € 6,50) und eine kleine Spende für das Abgeben der Schuhe und eine für die Segnung durch die Mönche, wenn man das möchte, kann man auch noch dazu rechnen.
Pidurangala Rock: Natürlich besteht die Möglichkeit den Sigiriya Rock selbst über mehr als 1200 Stufen zu besteigen und die Ruinen der Felsenfestung zu besichtigen. Der Eintritt ist aber mit angeblich € 25,- pro Person ziemlich happig, weshalb wir uns dagegen entschieden haben. Unsere Wahl fiel auf den Nachbarfelsen, den Pidurangala. Der ist zwar nicht ganz so hoch, aber man hat von oben einen richtig coolen Ausblick auf den Lion Rock und die Umgebung. Der Aufstieg ist außerdem richtig abenteuerlich, was uns immer gut gefällt. Dort bezahlt man am Fuße übrigens umgerechnet ca. € 3,20 für die kleine Tempelanlage, durch die man beim Aufstieg geht. Der Weg beginnt mit einem stufenähnlichen Weg und endet mit Abschnitten, an denen auch die Arme etwas zum Einsatz kommen, da man über größere Steine klettern muss. Uns hat der Aufstieg sehr viel Spaß gemacht und der Ausblick von oben war wirklich atemberaubend.
Herbal Garden & Ayurveda Massage: Um die Ecke unserer Unterkunft konnte man einem „Herbal Garden“ einen Besuch abstatten. Es kostete keinen Eintritt und als wir ankamen, kam schon ein sympathischer Angestellter, der uns durch den Garten führte und uns viele Informationen zu den Ayurveda-Pflanzen und ihrem Einsatz in der Heilkunst gab. Es war wirklich interessant, aber wie man sich schon denken kann, wurde erwartet, dass im Anschluss etwas im Shop gekauft wird. Zwang gab es natürlich keinen, aber man wurde schon ziemlich dazu angehalten. Zuvor gab es noch eine kleine, zehnminütige Massage, für die wir spenden sollten, was es uns wert war. Die Preise im Shop waren sehr hoch. Ich bezweifle aber auch nicht, dass es die Qualität der Produkte war. Dennoch haben wir im Endeffekt dort sicherlich mehr Geld ausgegeben, als wir eigentlich wollten.
Außerdem hat sich Consti in Dambulla eine richtige Ayurveda-Massage gegönnt. Wir hörten, dass dieser Teil des Landes der beste Ort dafür ist, da zu 100% natürliche Öle verwendet werden. Ob das wirklich stimmt, können wir natürlich nicht überprüfen. Constis Massage war jedenfalls sehr luxuriös in ziemlich edler Umgebung und hat umgerechnet € 50,- für eine Stunde gekostet.
Lokale und Restaurants in Dambulla/Sigiriya:
Wir waren abends in Restaurants rund um unsere Unterkunft essen und von allen drei Orten begeistert. Das Essen war ausgesprochen gut und die Menschen total lieb. Am ersten Abend waren wir im „Danushi Restaurant“, eine kleine selbstgebaute Hütte mit ungefähr drei Tischen, von einem entzückenden Ehepaar geführt. Sie haben außerdem einen kleinen Shop am Straßenrand und sich total gerne mit uns unterhalten. Außerdem hat sich die Frau des Hauses total über unsere positive Rückmeldung zu ihrem Essen gefreut und uns dafür gleich ein paar Toffees gratis als Nachspeise gebracht. Für zwei Hauptspeisen und eine Flasche Wasser haben wir dort umgerechnet € 6,70 bezahlt.
Am zweiten Abend waren wir im „Ceylon Gracious Kitchen“ und überwältigt von der Vielfältigkeit des vegetarischen „Reis and Curry“. Der Mitarbeiter brachte immer mehr Schälchen und tischte auf, bis der ganze Tisch voll war. Alles war ausgezeichnet und wir hatten eine wirklich gute Zeit dort. Bezahlt haben wir am Ende ungefähr € 9,-.
Am letzten Abend waren wir noch im „Ariyam“ essen. Die einheimische Familie dort hat, ähnlich wie bei Danushis, auch zwei selbstgebaute Hütten mit jeweils zwei Tischen. Das kleine Restaurant am Straßenrand war so neu, dass es noch gar keine Menü-Karten hatte und der Besitzer uns einfach aufzählte, was er so Vegetarisches für uns zubereiten konnte. Wir haben nicht alles genau verstanden und sagten ihm einfach er soll uns überraschen. Wir bekamen sehr leckeres Curry mit Roti und waren wieder sehr zufrieden. Gekostet hat es uns am Ende ungefähr € 7,80.
Weiterreise zu unserem nächsten Stopp:
Die Weiterreise war ebenso einfach wie die Anreise. Nuwan half uns an der gegenüberliegenden Bushaltestelle den richtigen Bus heranzuwinken und wir fuhren damit bis zur End-Haltestelle in der Stadt Kandy. Leider habe ich mir nicht notiert wie lange wir mit dem Bus gefahren sind, aber ich weiß noch, dass wir nur umgerechnet € 0,90 pro Person für das Ticket bezahlt haben.
Das war unser Abenteuer in Dambulla und Sigiriya. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Dambulla und Sigiriya zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.
Alles Liebe
Jasmin
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