Hikkaduwa

Hikkaduwa - Badeort mit vorwiegend russischen Touristen?:

Hikkaduwa ist eine kleine Küstenstadt und ein bekannter Badeort mit ca. 27.000 Einwohnern (Stand: 2012) im Südwesten Sri Lankas. Das vorgelagerte Korallenriff ist ein beliebtes Schnorchel- und Tauchrevier. Wir haben beobachtet, dass sehr viele russische Touristen in Hikkaduwa urlauben, denn Schilder vor Restaurants und Shops waren zusätzlich in russischer Sprache beschriftet, was wir sonst nirgends in Sri Lanka so bemerkt hätten.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Hikkaduwa:

Unsere Unterkunft „Mount Nature Villa“ war für uns erst sehr schwierig zu finden, da die kleinen Straßen den Hügel hinauf nicht auf Google Maps eingezeichnet waren. Mit unseren Rucksäcken bepackt irrten wir also umher und hätten es ohne die Hilfe mancher Einheimischer wohl nie gefunden. Ein sehr netter Singhalese, der sogar gut Deutsch konnte, da er lange Zeit in Köln lebte, rief für uns bei der Unterkunft an und erkundigte sich auf Singhalesisch, in welche Richtung wir mussten. Mit der kleinen Anleitung kamen wir zwar näher, aber fanden es immer noch nicht. Als es leicht zu regnen begann, durften wir uns bei einer einheimischen Familie unter dem Vordach deren Rohbaus unterstellen und warten. Da sie kaum Englisch konnten, war der Austausch sehr oberflächlich. Als sie aber hörten, dass wir aus Austria sind, wurden ihre Augen ganz groß und keine 2 Minuten später hatten wir den Bruder am Apparat, der gerade in Vorarlberg lebt und arbeitet. Der erzählte uns dann etwas über das Haus, das er hier für seine Familie inklusive zwei Zimmer für Touristen baut, damit sie ein regelmäßiges Einkommen in Sri Lanka hätten. Die Offenheit und Freundlichkeit der Einwohner Sri Lankas ist wirklich unübertroffen. Der Regen war schnell wieder vorbei und wir fanden das Haus, als wir alle im Umkreis mit den Fotos auf Booking verglichen. Dort war aber niemand und wir warteten noch eine Zeit bis ein junger Mann mit Auto ankam und uns den Schlüssel für das Zimmer im oberen Stock brachte. Es handelte sich um eine Art kleine Wohnung mit Schlafzimmer, Badezimmer, WC, große Wohnküche und Balkon. Leider war das Zimmer eher weniger sauber und hier hatten wir unsere zweite Bekanntschaft mit einer Kakerlake, diesmal im Bad. Das Bett hat gemüffelt und wir hatten hier die am wenigsten angenehmen 2 Nächte unserer ganzen Sri Lanka-Reise. Die Küche war außerdem nicht wirklich verwendbar, da der Gas-Kanister für die Kochplatte fehlte. Am zweiten Tag fragten wir die im unteren Stock lebende Familie nach einem Toaster und bekamen sofort einen Sandwich-Toaster noch in der Verpackung, mit dem wir uns dann zumindest einmal Frühstück machen konnten. Die Lage der Unterkunft war außerhalb der Stadt auf einem Hügel. Für uns war es in Ordnung, da wir gerne zu Fuß gehen und es mit Sicherheit ruhiger war, als in einer Unterkunft in der Stadt unten zu schlafen. Bezahlt haben wir übrigens umgerechnet ca. € 9,40 pro Nacht (exkl. Frühstück).

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Hikkaduwa:

Hikkaduwa Beach: Wir haben in Hikkaduwa unsere letzten Strand-Tage verbracht. Wie sonst auch üblich kann man bei den verschiedenen Beachbars eine Liege mit Sonnenschirm gegen Konsumation verwenden. Die Preise sind dort natürlich touristisch und dementsprechend hoch.

Lokale und Restaurants in Hikkaduwa:

Wir haben beim Paradise Beach Restaurant einen Mangojuice und einen Pineapplejuice um insgesamt umgerechnet € 6,12 bestellt, um die Liegen am Strand zu verwenden.

Bei Chami’s Place haben wir einmal zu Abend gegessen und für zwei Hauptspeisen, Wasser und zwei Coconutjuices insgesamt umgerechnet ca. € 10,50 bezahlt. Ein weiteres Mal haben wir dort ausgiebig für € 15,70 gebruncht und für unsere Verhältnisse wirklich viel bestellt (Pancakes, Roti, Früchteteller, Kaffee, Kokosnusssaft, Wasser).

Weiterreise zu unserem nächsten Stopp:

Mit dem öffentlichen Bus sind wir von Hikkaduwa in die Hauptstadt Colombo gefahren und haben für die Tickets umgerechnet € 1,10 pro Person bezahlt. Diese Busfahrt werden wir wohl nie vergessen, da wir im Vorbeifahren einen relativ blutigen Motorradunfall sehen mussten. Den Unfall selbst haben wir nicht beobachtet, wir sahen nur die regungslosen Körper, die auf der Straße lagen. Wenig später hörten wir glücklicherweise die Sirene des Krankenwagens, der offenbar schon gerufen war. Das Bild hat uns jedenfalls die restliche Busfahrt noch beschäftigt.

Das war unser Abenteuer in Hikkaduwa. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Hikkaduwa zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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