Samut Songkhram

Samut Songkhram – Schwimmende Märkte am Mae-Klong

Samut Songkhram ist die Hauptstadt der gleichnamigen und Thailands flächenmäßig kleinsten Provinz und liegt etwa 70 Kilometer südwestlich von Bangkok an der Mündung des Mae-Klong-Flusses, der in den Golf von Thailand fließt. Die Gegend ist bekannt für ihre authentische lokale Lebensart, Kokosnussplantagen, den berühmten Eisenbahnmarkt und einige traditionelle schwimmende Märkte. Von Bangkok aus ist der Ort in so 1 bis 1,5 Stunden erreichbar, weshalb täglich viele Touristen für einen Ausflug ankommen und nachmittags oder abends wieder in die Hauptstadt zurückfahren. Da wir aus der anderen Richtung kamen und auf dem Weg nach Bangkok waren, entschlossen wir uns hier als Zwischenstopp ein paar Nächte zu bleiben und die Atmosphäre auch abseits der Touristen-Stoßzeiten zu spüren.

Unsere bisherigen Aufenthalte in Samut Songkhram:

  • 02.10. –05.10.2025 (3 Nächte)

Unsere Anreise nach Samut Songkhram:

Samut Songkhram erreichten wir von Phetchaburi aus. An der „Phetchaburi Bus Station“ hüpften wir in einen Minibus, dessen Endziel Bangkok war und stiegen bei der Station „Mae Klong“ aus. Für die Fahrt von ungefähr einer Stunde bezahlten wir 100 Baht pro Person (= ca. € 2,65). An der Ausstiegsstelle in Mae Klong standen Sammeltaxis bereit und wir bezahlten hier für die Fahrt zur Unterkunft noch einmal 100 Baht pro Person, was definitiv zu viel war. Wir wollten nicht handeln und fanden es in dem Moment ok, da wir auch die einzigen zwei Kunden waren. Irgendwie gönnten wir es dem schon sehr in die Jahre gekommenen Herrn. Vermutlich hätte man, um Geld zu sparen, auch einfach per App ein Taxi rufen können, wenn man Zeit und Geduld mitgebracht hätte.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Samut Songkhram:

Se’sun Amphawa: Wir wählten diese Unterkunft, da sie sich direkt an einem der schwimmenden Märkte befand. Der Amphawa Floating Market ist der beliebteste der Gegend und die Entfernung zum Eisenbahnmarkt auch nicht allzu groß. Es handelte sich um kleine, einfache Bungalows, die auf Stelzen direkt am Wasser standen. Es gab Strom, eine Klimaanlage und auch Warmwasser, also alles, was wir für ein paar Nächte brauchten. Mit inkludiertem Frühstück bezahlten wir hier umgerechnet ca. € 24,- pro Nacht. Das Frühstück war allerdings für uns eher unbrauchbar, da es sich um eine Art Minibuffet handelte, das dort für mehrere Stunden stand. Es gab in Plastikschalen verpacktes Thai-Frühstück, also Nudeln oder Reis, die immer auch mit Fleisch und vermutlich auch schon kalt waren. Außerdem konnte man sich Toastbrot toasten. Die Butter, die dort mehrere Stunden in der Hitze stand, sah wenig einladend aus. Es war allerdings wirklich nett dort auf der Holzterrasse direkt am Wasser zu sitzen. Für mich gab es eben getoasteten Toast und Bananen, die dort ebenfalls zur Entnahme lagen. Mit unserer Reisekaffeemaschine war es dank dem Spender mit heißem Wasser möglich auch selbst guten Kaffee zu machen und so war es trotzdem echt gemütlich am Vormittag dort zu rasten. Den bekannten „Amphawa Floating Market“ konnte man zu Fuß in 3 Minuten erreichen. Man brauchte nur die schmale Gasse nach vorne zu gehen und stand schon mittendrin.

Fortbewegung in Samut Songkhram:

Tuk Tuks oder Sammeltaxis: Besonders in der Gegend um die schwimmenden Märkte und den Eisenbahnmarkt herum, stehen überall am Straßenrand Tuk Tuks und Sammeltaxis. Die Preise sind oft überteuert und es zahlt sich definitiv aus hier gut zu handeln. Am einfachsten handelt man indem man die Preise für Taxis in den Taxi-Apps zeigt. Dafür ist Internet am Handy sinnvoll.

Motorroller: Wir ahnten nicht wie schwierig es sein würde hier einen Motorroller zu mieten. Im Internet waren kaum Vermieter zu finden und wir versuchten unser Glück an einem Ort, der laut Google Rezensionen zumindest schon einmal Motorroller vermietet hat. Von unserer Unterkunft konnten wir in ungefähr 15 Minuten zu Fuß dort sein, aber als wir ankamen sah es mehr wie eine Art Guesthouse aus, das gerade unbesetzt war. Alles war verriegelt und kein Mensch war auffindbar. Enttäuscht zogen wir wieder ab. Wir hatten viel geplant und wollten die Gegend gerne auf eigene Faust erkunden. Weil das nun nicht möglich war, begrenzten wir die geplanten Sehenswürdigkeiten und mussten auf Taxis ausweichen.

Taxi: Wir griffen aus Mangel eines Motorrollers mehrmals auf Taxis zurück. Die Apps funktionieren hier also ebenfalls. Allerdings mussten wir häufig länger warten, bis auch wirklich eines ankam. Tuk Tuks am Straßenrand sind hier vermutlich die bessere Wahl, wenn man gut handeln kann und Bargeld dabeihat.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Samut Songkhram:

Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.

Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.

Amphawa Floating Market: Der Amphawa Floating Market ist einer der beliebtesten Märkte der Gegend und hat nur am Wochenende, also Freitag bis Sonntag, nachmittags und abends geöffnet. Direkt am Wasser geht man hier auf schmalen Holzwegen an Shops vorbei. Zum Zeitpunkt unseres Besuches gab es nur ein einziges Verkaufsboot am Wasser und ich kann nicht sagen, ob es zu anderen Zeiten mehr sind. Aber Bootfahrten werden an jeder Ecke angeboten. Da unsere Unterkunft fast direkt am Markt war, sind wir täglich hier entlang spaziert.

Mae Klong Railway Market: Beim Mae Klong Railway Market handelt es sich um einen berühmten Eisenbahnmarkt, bei dem täglich Waren direkt auf den Eisenbahnschienen angeboten werden. Ähnlich dem wohl einzigen nur noch bekannteren Eisenbahnmarkt in Hanoi in Vietnam, fährt hier mehrmals am Tag ein Zug durch und alle Händler klappen gekonnt in Sekundenschnelle alle Markisen ein und bringen ihre Waren in Sicherheit. Ist der Zug dann im Schritttempo durchgefahren, dauert es nicht lange bis der Markt wieder so steht, wie zuvor. Die Fahrtzeiten der Züge können immer wieder wechseln, weshalb man sich am besten vorher im Internet oder in der Unterkunft dazu erkundigt. Als wir zu Besuch waren gab es vier Zug-Zeiten und wir warteten einfach so lange bis der nächste Zug (in unserem Fall um 14:30) ankam. Um das Spektakel aus der ersten Reihe beobachten zu können, nahmen wir im „Pujung Cafe“ Platz. Wir waren 30 Minuten vor Ankunft des Zuges dort und hatten noch die freie Platzwahl. Nach uns wurde es aber sehr schnell voll, daher zahlt es sich aus früh zu kommen, jedenfalls für eine gute Sicht in der vordersten Reihe. Wir bestellten jeweils ein Getränk und durften dortbleiben, bis der Zug vorbei war und wir ausgetrunken hatten.

Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:

  • Bangnoi Floating Market: Der Bangnoi Floating Market in der Provinz Samut Songkhram ist ein über 100 Jahre alter, authentischer schwimmender Markt.
  • Tha Kha Floating Market: Der Tha Kha Floating Market in der Provinz Samut Songkhram ist ein authentischer, angeblich ursprünglich erhaltener schwimmender Markt (nur Wochenende und Feiertag).
  • Damnoen Saduak Floating Market: Ein angeblich schöner schwimmender Markt, aber sehr touristisch und Preise unverschämt hoch. In den Rezensionen sprechen viele von Touristen-Abzocke.
  • Kokoszuckerfarm: Eine traditionelle Kokosnusszucker-Manufaktur (in der Nähe des Tha Kha Floating Markets), in der man angeblich den gesamten Prozess sehen, das Produkt probieren und kaufen kann.

Lokale und Restaurants in Samut Songkhram:

Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv. 

83 KOFF: Direkt im Amphawa Floating Market befindet sich an einer Ecke dieses kleine Kaffeehaus. Der Kaffee war ausgezeichnet, wenn natürlich auch nicht sehr preiswert.

  • Für 2x Americano, 1x Chocolate-Chip-Cookie bezahlten wir umgerechnet ca. € 6,30.

Hoi Hen Hao: Ein kleines Restaurant in der Nähe des Amphawa Floating Markets. Mit Englisch kommt man hier zwar nicht weiter, aber per Google Translate war es gar kein Problem. Wir sagten das Thai-Wort für „vegetarisch“ (= „mangsawira“) und sahen den Kellner fragend an. Er schlug uns dann per Google Translate ein vegetarisches Pad Thai vor, das gar nicht auf der Karte stand. Die Portion war eher klein, aber wir waren happy und fanden es gut. Der Preis war noch dazu echt fair.

  • Für 2x Veg. Pad Thai, 1x kl. Singha, 1x kl. Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 5,90.

Amphawa Floating Market: Leider kann ich mich an den Namen des Restaurants nicht mehr erinnern. Wir spazierten einfach am Amphawa Floating Market vorbei und ich fragte, ob sie vegetarische Gerichte im Angebot hätten. Sie boten uns Gebratenen Reis oder Nudeln mit Gemüse und vegetarisches Pad Thai an. Die Speisen waren gut und günstig. Auch, wenn es keine vegetarischen Gerichte im Menü gibt, zahlt es sich oft aus einfach nachzufragen. Reis oder Nudeln mit Gemüse und/oder Tofu ist oft schnell gezaubert. Das Essen hier war gut und günstig.

  • Für 2x Veg. Pad Thai, 1x Mango-Shake, 1x Wasser, 1x Coconut-Icecream bezahlten wir umgerechnet ca. € 6,70.

Weiterreise zum nächsten Stopp:

In der Nähe des berühmten Eisenbahnmarktes befindet sich eine Mini-Bus-Station. Wir spazierten vom Eisenbahnmarkt einfach zu Fuß hin und kauften vor Ort Tickets für den nächsten Tag. Für die ca. eineinhalbstündige Fahrt nach Bangkok (Station Ekkamai) bezahlten wir 100 Baht pro Person (= ca. € 2,65).

Das war unser Abenteuer in Samut Songkhram. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Samut Songkhram zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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