Koh Samet

Koh Samet – Phra Aphai Manis magische Kristallinsel

Koh Samet (oft auch: Koh Samed) ist eine kleine Insel im Golf von Thailand in der Provinz Rayong. Da sie nur ungefähr 2,5 bis 3 Autostunden von Bangkok entfernt ist (+ 10 bis 20 Minuten Speedboatfahrt), ist sie ein beliebtes Wochenendziel der Einheimischen. Sie ist bekannt für weiße Sandstrände und kristallklares Wasser. Weil sie Teil des Khao Laem Ya – Mu Ko Samet Nationalparks ist, wird eine Gebühr von 200 Baht pro Person (= ca. € 5,40) direkt bei der Ankunft am Pier erhoben. Uns wurde gesagt, dass das Nationalparkticket für 5 Tage gültig ist, aber uns hat während unseres Aufenthalts niemand nach den Tickets gefragt und so war es auch kein Problem ohne Aufzahlung länger zu bleiben. Die Insel ist wirklich klein und mit dem Motorroller kann man leicht an einem Tag alles erkunden. Dabei wird man immer wieder auf Statuen stoßen, passend zu einem epischen Gedicht, man könnte sagen eines der National-Epen Thailands, das jedes Kind in Thailand kennt. Es gilt als das längste thailändische Einzelgedicht und wurde vom Dichter Sunthorn Phu 1844 beendet, nachdem er 22 Jahre daran gearbeitet hatte. Sehr grob zusammengefasst geht es um den Prinzen Aphai Mani, der von einer Meerjungfrau vor einer Menschenfresserin gerettet wird. Das ist allerdings wirklich sehr grob zusammengefasst, denn das Gedicht besteht aus insgesamt 48.686 Versen. Die beeindruckende Statue der menschenfressenden Riesin erblickt man direkt als erstes, wenn man auf Koh Samet am Pier anlegt.

Unsere bisherigen Aufenthalte auf Koh Samet:

  • 14.06. – 20.06.2025 (6 Nächte)

Unsere Anreise nach Koh Samet:

Wir reisten von Pattaya nach Koh Samet. Da es uns so am einfachsten erschien, buchten wir unsere gesamte Weiterreise über die App „12go Asia“. Das Ticket für ca. € 20,- pro Person beinhaltete eine Fahrt mit einem Mini-Bus, der uns von unserer Unterkunft in Pattaya abholte und uns in ca. 1,5 Stunden bis zum Pier brachte. Ebenfalls im Preis war die darauffolgende Speedboat-Fahrt in ca. 15 Minuten zum Nadan Pier auf der Insel Koh Samet. Wie eigentlich immer in Thailand funktionierte der Transport einwandfrei und war gut organisiert. Vom Nadan Pier aus spazierten wir die 600m in ungefähr 9 Minuten zu Fuß zu unserer gebuchten Unterkunft.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft auf Koh Samet:

Happy@Samed: Mit unserer gebuchten Unterkunft waren wir (nicht nur des Namens wegen) richtig happy. Die Lage war für uns einfach perfekt. In wenigen Minuten konnten wir am Hat Sai Kaew (Diamond Beach) sein, dem Hauptstrand der Insel, und auch viele Restaurants und Supermärkte waren zu Fuß einfach zu erreichen. Nur der Check-in gestaltete sich anfangs etwas schwierig, da es keine Lobby oder Rezeption gab. Andere Gäste, die uns umherirren sahen, waren aber so freundlich per WhatsApp bei den Besitzern Bescheid zu geben und wenige Minuten später war schon eine freundliche Thai-Dame da, die uns unser Zimmer zeigte und alle wichtigen Infos gab. Hier empfiehlt es sich also zuvor die WhatsApp-Nummer per booking.com-Chat zu erfragen, um in Kontakt sein zu können. Das Zimmer („Deluxe Doppelzimmer mit Balkon“) kostete uns ca. € 24,50 pro Nacht und bot alles Notwendige, wie Bett, Klimaanlage, Kleiderstange, Wasserkocher, Kühlschrank und sogar ein kleines Sofa. Das Badezimmer war toll und alles wirkte noch recht neu. Vor dem Zimmer gab es Sitzgelegenheiten und per WhatsApp wurde bei Anfragen (wie Zimmerreinigung) schnell reagiert. Das Zimmer selbst hatte zwar kein Fenster, aber die Eingang-Schiebetür war komplett aus Glas, also gab es genug Tageslicht und aber auch die Möglichkeit mit einem blickdichten Vorhang zu verdunkeln. Täglich wurden übrigens Wasser, WC-Papier und Instant-Kaffee vorbeigebracht und auf dem Balkon abgestellt.

Fortbewegung auf Koh Samet:

Zu Fuß: Von unserer Unterkunft aus, war das für uns wichtigste zu Fuß erreichbar. In wenigen Minuten konnten wir am Strand sein, aber auch an mehreren Restaurants und Supermärkten (auch 7eleven).

Motorroller: Über unsere Unterkunft konnten wir total unkompliziert einen Roller mieten. Wir sagten einfach per WhatsApp Bescheid, der Roller wurde uns gebracht und weil wir ihn nur für 24 Stunden mieten wollten, am nächsten Tag wieder abgeholt. Es kostete uns 300 Baht (= ca. € 8,10) und wir mussten keine Kaution hinterlegen. Wir hätten den Roller übrigens auch nicht länger gebraucht, da die Insel so klein ist und man alles leicht an einem Tag abfahren kann.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf Koh Samet:

Bevor wir an einen Ort kommen, suche ich immer mögliche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten im Internet zusammen, um dann vor Ort spontan einfacher entscheiden zu können, was gerade passt, oder worauf wir Lust haben. Das Pensum hierbei ist nicht nur von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sondern oft auch sehr tagesabhängig. Es gibt Tage, an denen hat man einfach mehr Energie und andere wiederum, an denen braucht man etwas Pause. Auch das Wetter spielt bei uns hin und wieder eine nicht unwichtige Rolle. Wir haben das besonders bei unserem Langzeitreisen beobachtet, dass wir an manchen Tagen auch einfach dankbar über ein bisschen Pause von den vielen Eindrücken waren. Generell reisen wir sehr gerne langsamer und gemütlicher und mögen vollgepackte 10-Stunden-Sightseeing-Tage nicht unbedingt. Wir sitzen zwischendurch gerne mal im Kaffeehaus oder am Laptop, um z.B. an den Inhalten für diesen Blog zu arbeiten. Die Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die wir selbst gesehen und erlebt haben, beschreibe ich hier ausführlicher und weitere, die noch auf unserer Liste waren, führe ich ebenso an. Vielleicht sparst du dir dann ein bisschen Zeit für die Recherche.

Hinweis: Aktivitäten mit Tieren (auch Zoos, Aquarien etc.) sparen wir bewusst aus, da wir diese Orte nicht unterstützen wollen und daher in den meisten Fällen auch gar nicht erst besuchen.

Phra Aphai Mani – Statuen auf der Insel zum Thai-Gedicht:

  • Mermaid (and the child) Monument: Statue auf den Felsen zwischen Ao Phai und Hat Sai Kaew, Meerjungfrau mit Baby
  • female giant named Pisuea Samut (‘Butterfly of the Sea’): große Statue der menschenfressenden Riesin am Nadan Pier
  • Prince Phra Aphai Mani and the Mermaid – Statue: in der Nähe des Hat Sai Kaew, Statue von Phra Aphai Mani, der auf seiner Zauberflöte spielt und der Meerjungrau

Hat Sai Kaew (Diamond Beach): Der Hauptstrand der Insel ist bekannt für feinen, weißen Sand und türkisfarbenes Wasser. Wir haben hier zwei Strandtage verbracht und uns beim Tonsak Resort niedergelassen. Dort darf man gegen Konsumation die Sitzsäcke am Strand nutzen so lange man möchte. Es gibt auch frische Kokosnüsse, die zwar 100 Baht kosten, aber dafür wird auch für die Nutzung des Platzes nichts extra verlangt. Außerdem gibt es einen wunderschön dekorierten Tisch am Strand, der ein beliebtes Fotomotiv ist.

Mit Roller Insel erkunden: Wie schon erwähnt, mieteten wir für einen Tag einen Motorroller, um die Insel zu erkunden. Von unserer Unterkunft im Nordosten der Insel bis ganz an die Südspitze („Laem Toei“) brauchten wir ungefähr 20 Minuten. Wir hatten auch vor an der Küste ein paar Strände zu besuchen, aber die meisten waren leider bereits mit Resorts verbaut und nicht mehr öffentlich zugänglich.

Prao Beach: An diesem Strand im Westen der Insel kann man ganz wunderbar den Sonnenuntergang beobachten, was wir an unserem „Roller-Tag“ auch gemacht haben. Übrigens gibt es auch einen eigenen „Ao Prao Sunset View Point“, den wir allerdings nicht besuchten.

Lokale und Restaurants auf Koh Samet:

Wie bei all meinen Kostenangaben sollen sie der Orientierung dienen und, um das Preislevel der Restaurants miteinander vergleichen zu können. Die Summe ist fast immer schon mit ein bisschen Trinkgeld inklusive angegeben. Hinweis: Wir ernähren uns ausschließlich vegetarisch, vorzugsweise vegan. Das bedeutet, dass in all den angegebenen Lokalen für diese Ernährungsform auch etwas zu finden war. Möglicherweise ist dies ja für den ein oder anderen, der nicht lange suchen möchte, hilfreich. Natürlich sind Erfahrungen und Geschmack immer sehr subjektiv. 

Noina’s Kitchen – vegan & continental Food: An dem Tag, an dem wir die Insel per Motorroller erkundeten, beschlossen wir dieses Restaurant zu testen. Es war sehr ruhig gelegen und außer uns waren auch keine anderen Menschen dort. Dennoch muss ich sagen, dass wir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gut fanden. Die Portionen waren nicht besonders groß und auch nicht besser als an anderen Orten, weshalb ich den höheren Preis nicht ganz nachvollziehen konnte.

  • Für 2x Fried Rice with Vegetables, Tofu & Nuts, 2x kl. Wasser bezahlten wir umgerechnet ungefähr € 13,50.

Flow Beach Cafe: Im Flow Beach Cafe frühstückten wir am liebsten. Es war zwar auch etwas höherpreisiger, aber es gab gute vegane Optionen und sogar vegane Pancakes, außerdem war der Coconutmilk-Cappuccino leistbar. Dort konnte man auch direkt für 100 Baht eine Liege mieten und unter einem Sonnenschirm am wenig besuchten Strandabschnitt liegen. Nachmittags gaben sie die Liegen übrigens dann für vergünstigte 80 Baht her. Wir mochten den Ort sehr.

  • Für 1x vegane Pancakes, 1x French Toast, 1x Americano, 1x Coconut-Latte bezahlten wir umgerechnet ungefähr € 13,50.

Tip Samed Restaurant: Das Tip Samed Restaurant wird von einer freundlichen Thai Familie geführt und wir empfanden das Preis-Leistungs-Verhältnis für die Insel echt gut. Die frische Kokosnuss war relativ preiswert und es gab auch ein paar vegetarische Speisen im Menü.

  • Für 1x Red Curry, 1x Stirfried Tofu with Basil, 2x Reis, 1x fresh Coconut, 1x gr. Chang bezahlten wir umgerechnet ungefähr € 10,80.

Banana Bar: Die Banana Bar war besonders abends immer sehr gut besucht. Es war das nächste Restaurant zu unserer Unterkunft und wir aßen dort mehrmals. Das kleine Lokal wird von einer einheimischen Familie geführt und auch, wenn die Chefin auf den ersten Blick etwas hantig wirkte, waren alle sehr freundlich. Im Grunde kann jedes Gericht in der Menükarte auch in einer vegetarischen Variante bestellt werden und die Preise waren auch in Ordnung.

  • Für 1x Panang Curry, 1x Pad Kra Pao, 2x Reis, 1x kl. Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 10,-.

Stay Samed Hostel and Cafe: Als wir ankamen, sah es in erster Linie aus, als wäre es ausschließlich ein Hostel und kein Café. Es gab zwar ein paar wenige Tische, aber es wirkte eher als wäre es geschlossen oder gerade im Umbau. Als wir an der Rezeption nachfragten, machte uns die Dame leicht gestresst einen Tisch frei und bereitete uns spontan ein Frühstück bestehend aus Toast, Spiegeleiern und Kaffee. Unsere Erfahrung war ok, aber hat uns nicht noch ein zweites Mal hierhin geführt.

  • Für 2x Toast mit Butter & Marmelade und je zwei Spiegeleiern, 2x Americano bezahlten wir umgerechnet ungefähr € 8,65.

Jump at Sea: Auch auf Koh Samet gibt es fancy Kaffeehäuser, oder jedenfalls eines, nämlich das Jump at Sea. Auf dem Weg zum Strand kamen wir hier täglich vorbei und konnten nicht widerstehen, es auch einmal zu testen. Die Preise sind ziemlich hoch und für Vegetarier gibt es zum Frühstück eigentlich nur den French Toast oder eines der verschiedenen Croissants. Auch Soja-Cappuccino zu bekommen ist hier möglich, welchen ich aber aufgrund des Preises ablehnte.

  • Für 1x Almond-Croissant, 1x French Toast, 2x Americano bezahlten wir umgerechnet ungefähr € 13,-.

Weiterreise zum nächsten Stopp:

Über die PN Group buchten wir per WhatsApp unsere Rückfahrt nach Pattaya und bezahlten so nur ungefähr die Hälfte, wie bei der Hinfahrt mit „12go Asia“. Wir buchten die Fähre statt dem Speedboat, aber als wir am Nadan Pier auf Koh Samet einstiegen, konnten wir den Unterschied nur in der Größe ausmachen. Es hatten zwar mehr Menschen Platz, aber wir waren dennoch in ca. 15 Minuten am Festland. Von dort ging es nach einer kleinen Wartezeit mit dem Mini-Bus zurück nach Pattaya, wo wir direkt am Bali Hai Pier aussteigen konnten. Für die Fahrten mit Fähre und Minibus bezahlten wir insgesamt umgerechnet ca. € 9,75 pro Person. Am Bali Hai Pier in Pattaya stiegen wir in die öffentliche Fähre und bezahlten für die 30-bis-45-minütige Fahrt nach Koh Larn nur 30 Baht (= ca. € 0,80) pro Person. Es werden dort auch Speedboat-Fahrten angeboten, die allerdings teurer sind.

Das war unser Abenteuer auf Koh Samet. Was sagst du dazu? Kannst du dir vorstellen nach Koh Samet zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

Wo möchtest du jetzt hin?

Schreibe einen Kommentar