Ayutthaya – Thailands historische Königsstadt
Ungefähr 80 Kilometer nördlich von Bangkok liegt die historische Königsstadt Ayutthaya. Von 1351 bis 1767 war sie die Hauptstadt des siamesischen Königreichs und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. In 400 Jahren regierten hier insgesamt 35 Herrscher, bevor 1767 dieses wichtige Handelszentrum von den Burmesen zerstört wurde, weshalb man heute nur noch die Ruinen von Tempel und Palästen der einstigen Metropole besichtigen kann. Nach der Zerstörung von Ayutthaya gründete König Rama I. die neue Hauptstadt Bangkok. Das Zentrum Ayutthayas wird von drei Flüssen begrenzt und könnte damit schon fast als eine Art Insel durchgehen. Da Ayutthaya von Bangkok aus in ca. eineinhalb bis zwei Stunden erreichbar ist, ist es auch möglich einen Tagesausflug in die alte Königsstadt zu machen. Dann bietet es sich aber an, bereits zeitig in der Früh aufzubrechen, da der Geschichtspark in Ayutthaya sehr umfangreich ist. Da wir ausreichend Zeit hatten, beschlossen wir gleich zwei Nächte in Ayutthaya zu bleiben, um neben den historischen Sehenswürdigkeiten auch noch ein wenig Atmosphäre einzusaugen.


Unsere bisherigen Aufenthalte in Ayutthaya:
- 07.03.-09.03.2025 (2 Nächte)
Unsere Anreise nach Ayutthaya:
Von Bangkok aus gibt es verschiedene Möglichkeiten nach Ayutthaya zu gelangen. Wir haben uns für eine Fahrt mit einem Mini-Van entschieden und diese vorab über die App „12go Asia“ gebucht. Da unser Freund Michi dabei war, buchten wir drei Plätze, die uns in Summe € 13,20 kosteten (ca. € 4,40 p.P.). Vor Ort mussten wir für unser Gepäck noch ein wenig aufzahlen, was aber mit insgesamt ca. € 2,- für uns drei auch nicht wirklich ins Gewicht fiel. Abfahrort war „Mochit neues Minibus -Terminal“ und das erreichten wir, indem wir erst mit der MRT Metro (Blue Line) bis zur Station „Bang Sue“ fuhren. Von dort aus buchten wir ein Taxi über die App „Grab“, das uns den letzten Weg zum Minibus-Terminal brachte. Die Fahrt dauerte ca. eineinhalb Stunden und vom Ausstiegsort konnten wir zu Fuß zu unserer gebuchten Unterkunft gehen, da es nicht sehr weit war.
Es gibt aber ebenfalls die Möglichkeit mit dem Zug aus Bangkok nach Ayutthaya anzureisen. Es handelt sich um die Strecke „Bangkok – Chiang Mai“, bei der man bei einem Stopp in Ayutthaya die Chance hat aus- oder zuzusteigen.


Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Ayutthaya:
Baan Bussara: Auf der Booking.com-App fanden wir die Unterkunft Baan Bussara und waren sehr zufrieden mit unserem Doppelzimmer für € 19,90 pro Nacht. Die Vermieter waren sehr freundlich und weil wir für den Check-In etwas zu früh dran waren, durften wir unser Gepäck in einem kleinen Abstellraum lassen und uns bereits Fahrräder für 60 Baht (= ca. € 1,70) pro Fahrrad und Tag leihen. Die Vermieterin gab uns noch einen Plan und einige Infos zum Geschichtspark. Außerdem hatte sie eine kleine Mappe mit Angeboten, wie Bootsfahrten oder anderen Aktivitäten, für die wir uns allerdings nicht interessierten. Sie erklärte uns, dass es eine Art Geschichtspark-Package gibt, bei dem man einen Pauschalpreis für alle Eintritte bezahlt, dass aber viele Tempel kostenfrei anzusehen wären und man deshalb vorher überlegen muss, ob es sich für einen auszahlt oder nicht. Man könne auch die Eintritte einzeln entrichten und häufig würde einem das dann günstiger kommen, je nachdem natürlich, was man vorhat sich anzusehen. Wir entschieden uns die Eintritte vor Ort zu bezahlen und wissen im Nachhinein auch, dass es für uns definitiv die günstigere Wahl war. Das Zimmer war in Ordnung und vor Michis Zimmer gab es sogar einen kleinen Bereich mit Tisch, an dem wir uns abends zusammen setzten konnten. Die Lage war auch super, da wir zu Fuß in ein paar Minuten am Nachtmarkt und auch bei Restaurants und Supermärkten sein konnten. Wir hatten eine gute Zeit im Baan Bussara und würden dort auf jeden Fall wieder buchen. Auch Michi, der sonst eher nicht im low(er)-Budget-Bereich bucht, war positiv überrascht über das Preis-Leistungs-Verhältnis.


Fortbewegung in Ayutthaya:
Zu Fuß: Zu Fuß konnten wir Supermärkte, den Nachtmarkt und ein paar Lokale erreichen, aber um die Ruinen des Geschichtspark anzusehen, ist es von Vorteil sich zumindest ein Fahrrad zu leihen, da das Areal recht groß ist.
Fahrrad: Ein Fahrrad bietet sich an, um Ayutthaya auf eigene Faust zu entdecken. Damit kommt man gut herum und es ist angenehm in der Hitze ein wenig Fahrtwind zu spüren. Es gibt mehrere Anbieter in der Stadt, die Fahrräder verleihen. Wir hatten das Glück direkt in unserer Unterkunft welche zu einem günstigen Preis zu bekommen.


Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Ayutthaya:
Geschichtspark Ayutthaya: Für den Geschichtspark Ayutthaya kann man einen Kombiticket-Pass um umgerechnet ungefähr € 6,- erwerben, der den Eintritt zu sechs Haupttempel beinhaltet und 30 Tage lang gültig sein soll. Wenn man sich mehrere Tage Zeit nimmt, um sich möglichst viele Tempelruinen anzusehen, dann kann sich dieses Ticket also vermutlich auszahlen. Es ist aber ebenso möglich direkt bei den jeweiligen Tempeln Eintritt zu bezahlen. Viele Ruinen sind ohnehin kostenlos zu besichtigen und für einzelne fällt dann eine Gebühr zwischen ca. € 0,50 und € 1,30 pro Person an. Je nachdem welche und wie viele der insgesamt über 40 Tempel man sehen möchte, kann man sich vorher überlegen, ob das Kombiticket sinnvoll ist. Wir haben uns dagegen entschieden und viele Orte gesehen, an denen wir keinen Eintritt bezahlen mussten. Wir hatten das Glück uns selbst im Vorhinein keine Route überlegen zu müssen, da die Vermieterin unserer Unterkunft uns einen ausgedruckten Plan gab und dort ein paar sehenswerte Tempel einzeichnete, die wir dann auch in ihrer vorgeschlagenen Reihenfolge mit dem Fahrrad abfuhren. Uns hat die Route gut gefallen und vollends ausgereicht. Ohne Tourguide ist es ohnehin schwer vor Ort tiefer in die Geschichte einzutauchen und für uns war es eben auch so spannend, mit dem Fahrrad herumzukurven und an diesen alten, hohen Gemäuern vorbeizuradeln. Die wohl bekanntesten Tempelruinen sind die von Wat Mahathat, denn dort ist der berühmte Buddhakopf im Baum zu sehen. Angeblich haben die Wurzeln des dortigen Feigenbaumes den Kopf einer Buddha-Statue erst vor ca. 65 Jahren zurück ans Tageslicht gedrückt. Diese wunderbare Verbindung von Kunst und Natur ist klarerweise ein beliebtes Fotomotiv.













Ayutthaya Night Market: Der Nachtmarkt findet jeden Abend ungefähr zu Sonnenuntergang statt und man findet dort einige Stände mit Kleidung und Souvenirs, aber hauptsächlich verschiedene Speisen. Unseren Beobachtungen nach, gab es sehr viel mit Fleisch, aber wir konnten auch gleich am Rand bei einem Wagen, der auch ein paar Tische hatte, damit man sich setzten konnte, ein paar vegetarische Gerichte bestellen. Unser Freund Michi probierte hier zum Beispiel Krokodilfleisch und ich freute mich über ein Banana-Roti.







Massage: In der Nähe unserer Unterkunft gönnten wir uns eine Massage. Consti und ich je eine 60-minütige Fußmassage für 350 Baht (= ca. € 9,90) und Michi eine Thai-Massage für einen ähnlichen Preis.




Lokale und Restaurants in Ayutthaya:
Jacket Home Cafe: Ein fancy Café mit einer verlockenden Speisekarte. Hier gibt es Bagels in vielen Varianten und auch ein paar vegane bzw. vegetarische Optionen. Man muss dafür allerdings schon ordentlich ins Börserl greifen, wie man bei uns in Österreich so schön sagt (und damit meint, dass es ziemlich teuer ist).
- Für 2x Avocado-Brot Frühstück, 1x Oat-Cappuccino, 1x Americano bezahlten wir umgerechnet ca. € 14,65.

Scoops Me Up Gelato Parlor (City Centre): Wer hat Lust auf Eis? Hier gibt’s mehrere Sorten und knackige Waffel dazu. Im Geschäft kann man das an der Theke bestellte Eis auch gleich an einem der Tische verspeisen. Der Raum ist allerdings so runtergekühlt, dass man danach schnell wieder ins Warme möchte.
- Für 1x 3 Kugeln Eis, 1x 2 Kugeln Eis bezahlten wir umgerechnet ca. € 8,45.


Celebb Rotea: In derselben Straße, in der auch unsere Unterkunft war, befand sich dieses Restaurant. Hier gibt es nur wenige vegetarische Gerichte, dafür aber kann man die berühmten Thai Roti bestellen.
- Für 1x Fried Veg. Mit Rice, 1x Banana-Roti, 1x Mocca, 1x Ice Tea, 1x Wasser, 2x Americano bezahlten wir umgerechnet ca. € 10,50.




Khaosan Bar: Da wir noch viel Zeit hatten, ehe unser Nachtzug nach Chiang Mai ging, verbrachten wir hier ein paar Stunden bei Musik, Bier und Pommes. Why not? In dieser Bar war immer etwas los. Es gab einen Billiardtisch, der gut genutzt wurde.
- Für 1x gr. Bier, 1x Frech Fries bezahlten wir umgerechnet ca. € 5,70.

Three Six Birthday Cafe: Bevor ich es vergesse: Consti und ich waren hier für Kaffee und wurden nicht enttäuscht. Ein kleines Café mit nur wenigen Tischen. Richtig cool, dass ich Cappuccino mit Hafermilch bestellen konnte.
- Für 1x Black Tonic, 1x Oatmilk-Cappuccino bezahlten wir umgerechnet ca. € 3,70.
Weiterreise zum nächsten Stopp:
Von Ayutthaya aus sind wir mit dem Nachtzug nach Chiang Mai gefahren. Die Tickets dafür haben wir schon länger im Voraus über die App „12go Asia“ gebucht und bezahlt (2. Klasse Schlafwagen, Aircon.). Wir hatten beide ein oberes Bett im Zug und die Fahrt verlief ohne Zwischenfälle und war eigentlich relativ angenehm. Wenn man einen leichten Schlaf hat, können einem eventuell die Geräusche, die ein Zug nunmal macht, etwas zu laut erscheinen. Außerdem wird die ganze Nacht das Licht nicht abgeschaltet, weshalb eine Schlafmaske ratsam sein kann, wenn man sonst Schwierigkeiten beim Einschlafen hat. Die Fahrt der ca. 625 km hat in Summe ca. 12,5 Stunden gedauert und uns ca. €24,- pro Person gekostet.
Unser Freund Michi übrigens fuhr von Ayutthaya mit dem Zug zurück nach Bangkok. Das Ticket dafür kaufte er ganz einfach am Vortag direkt in Ayutthaya am Schalter und es war sehr günstig. Den genauen Preis habe ich leider nicht mehr im Kopf, aber ich weiß noch, dass wir sehr erstaunt waren über die geringen Kosten.






Das war unser Abenteuer in Ayutthaya. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Ayutthaya zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.
Alles Liebe
Jasmin
Wo möchtest du jetzt hin?
