Neu-Delhi - Indiens Hauptstadt:
Neu-Delhi ist die Hauptstadt Indiens, Sitz der indischen Regierung, des Parlaments und der obersten Gerichte. Sie ist ein relativ kleiner Teil der Megastadt Delhi, der mit 31,87 Millionen Einwohnern drittgrößten Metropolregion der Welt (Daten von 2021).
Uns hat Neu-Delhi richtig gut gefallen und wir hätten es sogar noch ein paar Tage länger in der Stadt ausgehalten. Wir waren begeistert von der Vielfältigkeit und den vielen teilweise schon sehr alten Sehenswürdigkeiten, von denen man einige sogar kostenfrei besichtigen kann. Allerdings muss ich auch erwähnen, dass wir hier auf die meisten Scammer unserer Indien-Reise getroffen sind. An jeder Ecke bekam Consti Komplimente für seinen Bart und im weiteren Verlauf des kurzen Gesprächs stellte sich heraus, dass uns etwas verkauft werden sollte. Da dieses Thema ein umfangreicheres ist, widme ich ihm hier gleich einen eigenen Unterpunkt, den du lesen kannst, wenn es dich näher interessiert, oder du dich vor deiner Indien-Reise darauf vorbereiten willst. Ich sag‘ hier nur so viel: Glaub ihnen kein Wort! Angebliche Tourismusbüros sind in den allermeisten Fällen nicht offiziell (auch nicht, wenn dir Ausweise gezeigt werden) und es sitzen darin Keiler, die dir ewig lang alle möglichen überteuerten Touren verkaufen wollen. Am besten einfach beharrlich dankend ablehnen und nicht nachgeben, dann sparst du dir neben Geld viele Nerven und natürlich auch Zeit. Keiner kann dich zu etwas zwingen, das du nicht willst. Denk daran: du hast einen Plan, lass die Scammer gar nicht erst reinpfuschen.


Unsere Anreise nach Neu-Delhi:
Von Agra nach Neu-Delhi waren es für uns nur ca. drei Stunden mit dem Zug (195 Kilometer) und die Tickets für die 2. Klasse mit Betten im Sleeper-Abteil kosteten uns ca. € 13,- pro Person. Dies war unsere kürzeste Zugfahrt auf unserer gesamten Indien-Rundreise. Vom Bahnhof sind wir zu Fuß zu unserer gebuchten Unterkunft gegangen. Die Strecke war so kurz, dass in ein Tuk Tuk zu steigen sich dafür nicht gelohnt hätte.


Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Neu-Delhi:
Hotel Gush New Delhi Railway Station: Die Strecke vom Bahnhof in Neu-Delhi bis zu diesem Hotel beträgt nur 650m. Man ist also in ca. 10 Minuten zu Fuß dort. Jedenfalls wenn man es gleich findet. Da das Hotel bei unserer Anreise noch nicht bzw. falsch in der App Google Maps eingetragen war, sind wir noch eine Zeit lang mitsamt Gepäck am Main Bazar umhergeirrt und konnten es erst finden, als uns der Mitarbeiter von der Rezeption am Telefon den Weg erklärte. Mittlerweile ist das Hotel aber richtig eingetragen, also sollte es auch auf Anhieb zu finden sein. Es befindet sich in einer ruhigen Seitenstraße vom Main Bazar und die Lage war für uns optimal, da man auch zu Fuß gut zur Metro gelangen konnte. Die Gegend ist sicherlich keine der schöneren in Neu-Delhi, aber das Zimmer war dafür mit umgerechnet ca. € 11,30 pro Nacht relativ günstig. Es war klein, etwas feucht, aber sauber und wir blieben dort für 4 Nächte.
Vorsicht Scammer! – Neu-Delhi Version:
Es ist ja allgemein bekannt, dass man sich überall auf der Welt in den eher größeren Städten vermehrt vor Betrügern in Acht nehmen sollte. Die Faustregel ist: Eilt dir jemand zu Hilfe, ohne dass du je nach Hilfe gefragt hast, oder gibt dir jemand scheinbar selbstlos Tipps für Dinge oder Orte, die du gar nicht wirklich am Schirm hattest oder sehen wolltest, bringt er dich vielleicht sogar dazu deinen ganzen Tagesplan, den du zuvor gut überlegt hast, umzuwerfen, und nun ein völlig anderes Ziel anzusteuern, dann sollten die Alarmglocken läuten und du erst einmal skeptisch sein. Ich will natürlich nicht gerne verallgemeinern, denn wir haben tatsächlich einige sehr selbstlose und hilfsbereite Inder auf unserer Reise getroffen und es gibt davon auch einige, versprochen. Aber es hilft immer zu überlegen: „Wollte ich diese Hilfe eigentlich? Hilft mir das auch wirklich weiter? Und was hat eigentlich er davon seinem Rat zu folgen?“ Im Grunde lernt man die verschiedenen Maschen schnell zu durchschauen, wenn man aufmerksam ist.
In unserem Fall war es häufig so, dass sehr charismatische Männer wie durch Zufall mit uns auf der Straße ins Gespräch kamen. Das ist in Indien jetzt erstmal nichts Ungewöhnliches, denn wir haben die Bevölkerung sehr oft als neugierig und freundlich wahrgenommen. Und in ein Gespräch zu kommen kostet ja auch noch nichts. Außer vielleicht ein bisschen Zeit. Jedenfalls wurde Consti bald skeptisch, als er dann schon zum dritten Mal innerhalb einer Stunde Komplimente für seinen Bart bekam. Das war in unserem Fall der Eisbrecher für die – wie ich sie nenne – „Zuspieler“, die auf den Straßen gezielt Ausschau nach Touristen halten. Sie machen Komplimente und zeigen sich interessiert mit den üblichen Fragen, woher du kommst, wie lange du bleibst, was du dir ansehen möchtest etc. Dann erwähnen sie beiläufig ein ganz tolles Tourismusbüro („Tourism Offices“) in der Nähe und geben als Tipp dort einfach mal vorbeizusehen. Wenn wir unser Handy zur Navigation nutzten, wurden wir häufig gewarnt und uns wurde geraten, es lieber wegzupacken, da es hier oft gestohlen werden soll. Diebe würden häufig mit Motorrädern vorbeifahren und sie aus der Hand reißen. Das kann natürlich tatsächlich vorkommen, aber ich wage mal zu behaupten, dass den Zuspielern nicht viel daran liegt, euch vor Dieben zu schützen. Ihr Ziel ist es nämlich euch in besagte Tourismusbüros zu bringen. Dort soll es dann gratis Stadtpläne geben und ihr könnt euch die ganz einfach abholen und euer Handy dadurch in der Tasche lassen. Ganz oft sind sie dann noch so freundlich euch direkt hinzubringen, damit ihr das Touristenbüro auch nicht überseht. An einem Tag sind wir einfach mal mitgegangen, um zu sehen was passiert. Außen an der Hausfassade des Büros wurde tatsächlich groß mit einer Tafel für „Free Maps“ geworben und als wir eintraten nahm uns ein überschwänglich freundlicher Herr mit glatt gegelten Haaren in Empfang. Er begrüßte uns, als würden wir uns ewig kennen und freute sich, als hätte er den ganzen Tag nur auf uns gewartet. Wir wollten seine Masche gleich abwürgen und erklärten ihm, dass wir von den gratis Stadtplänen gehört hatten und wir eigentlich auch nur deshalb hier wären. Er insistierte, dass wir uns setzen und Tee trinken sollen und erklärte, dass man eine solche Einladung in Indien nicht ablehnen dürfe. Was machten wir also? Genau. Wir setzten uns und warteten auf Tee. Und spätestens da war uns völlig klar, dass wir jetzt viel Zeit verlieren würden und ganz genau darauf achten mussten, dass sich zur verlorenen Zeit nicht auch noch viel Geld gesellen würde. Während wir auf den Tee warteten breitete der freundliche Mitarbeiter einen Stadtplan aus und markierte die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, natürlich von den üblichen Fragen begleitet (Wo kommt ihr her? Wie lange seid ihr hier? Was wollt ihr sehen?). Wir blieben sehr unverbindlich und gingen nicht näher darauf ein. Dann weitete er seine Verkaufskunst auf den ganzen indischen Raum aus. Er könne uns Transporte organisieren zu anderen Städten mit Stopps dazwischen an Orten, an die natürlich sonst wenige Touristen kommen. Irgendwann war uns dieser „Tanz“ zu blöd und wir sagten ihm klipp und klar, dass wir Low-Budget-Reisende sind, die ganz sicher keine Tour buchen werden. Mehrere Male mussten wir seine Angebote ablehnen und deutlich sagen, dass wir hier kein Geld ausgeben werden, bis er es endlich akzeptierte. Der einzige Grund, warum wir noch nicht einfach aufstanden und gingen, war der Tee, der natürlich immer noch nicht da war und den es ja so unhöflich gewesen wäre abzulehnen. Das hat er also gut eingefädelt. Ein paar Minuten, die sich ehrlicherweise wie eine Ewigkeit anfühlten, saßen wir also in peinlicher Stille da, bis der Keiler beschloss nach unserem Tee zu sehen. Als er diesen brachte, erwähnte Consti noch einmal sehr höflich den kostenlosen Stadtplan, wegen dem wir ja eigentlich gekommen waren. Der Mann fing an alle Laden zu durchsuchen und reichte uns schließlich etwas mürrisch einen, mit den Worten: „Die geben wir sonst eigentlich nicht her.“ Wir verließen erleichtert das Geschäft und waren stolz auf uns, weil wir hart geblieben waren.
Die Geschichte ist aber hier noch nicht zu Ende. Ein paar Meter weiter sprach uns plötzlich ein besorgter, gut gekleideter Inder an. Er fragte, ob wir gerade dort aus diesem Tourismusbüro gekommen waren und erklärte uns, dass wir sehr vorsichtig sein müssen, da dieses Büro kein offizielles ist und viel zu teure Touren anbietet. Wir erklärten ihm, dass wir uns sowas schon gedacht und dort nichts gebucht hätten. Er sagte weiter, dass man nur Touren in staatlichen Tourismusbüros buchen sollte und man sie an den Elefanten-Statuen vor der Tür erkennt. Praktischerweise war er ein Mitarbeiter und zeigte uns sofort ungefragt seinen Ausweis, als Beweis dafür, dass es sich hier um keinen Betrug handelte. Wir winkten ab und meinten, dass wir gar keine Tour wollen, sondern auf der Suche nach einer Wäscherei wären. Da lachte er, denn zufälligerweise sollte sich laut seinen Angaben genau neben seinem, also dem offiziellen Tourismusbüro eine richtig gute Wäscherei befinden. Was für ein Glück wir nicht hatten. Er würde uns helfen ein Tuk Tuk zu einem fairen Preis dorthin zu bekommen. Wir Touristen würden ja ohnehin immer abgezockt bei den Fahrten und nur mit seiner Hilfe könnten wir den Preis der Einheimischen bezahlen. Schon winkte er eines heran und sprach in einer der indischen Sprachen mit dem Fahrer. Wir hatten an dem Tag ohnehin nicht viel vor außer die Wäscherei zu finden, also erlaubten wir uns den Spaß zu schauen, was wohl als nächstes passiert. Und tatsächlich eine so günstige Tuk Tuk-Fahrt hätten wir selbst nie aushandeln können. Für 30 Rupien (= ca. € 0,35) brachte uns der überaus freundliche Fahrer zum Connaught Place. Auf dem Weg dorthin sprach er mit uns in gutem Englisch und zeigte sich sehr interessiert – wieder mit den üblichen Fragen. Er blieb direkt vor dem Touristenbüro mit den Elefanten-Statuen stehen und im selben Moment öffnete sich die Türe und ein überschwänglich freundlicher Herr wollte uns mit offenen Armen empfangen. Wir bezahlten dem Fahrer 30 Rupien, hüpften aus dem Wagen und machten keine Anstalten in dieses Büro zu gehen. Wir sahen uns um, ob wir eine Art Wäscherei in der Umgebung erkennen konnten, aber natürlich gab es keine. Der Mitarbeiter des Tourismusbüros und auch der Fahrer versuchten uns noch dazu zu bringen in das Büro zu gehen, aber wir lachten nur, winkten dankend ab und gingen davon. Aus unserer Sicht verlief der Tag bisher ziemlich gut, denn wir hatten den Betrügern einen gratis Tee, eine gratis Stadtkarte und eine überaus günstige Tuk Tuk-Fahrt in eine Richtung, in die wir ohnehin mussten abgeluchst, während sie dachten uns über den Tisch ziehen zu können. Was für ein Gefühl. Mit dem Handy in der Hand als Navigationssystem machten wir uns für den letzten ungefähr 20-minütigen Fußmarsch auf den Weg und wurden nach kurzer Zeit noch einmal auf der Straße angesprochen. Wir sollen doch auf unser Handy aufpassen und dass es in dieser Richtung gar keine Wäscherei gäbe, wir doch dem tollen Tourismusbüro in der anderen Richtung einen Besuch abstatten sollen und so weiter. Für den Tag war es uns aber genug, also sagten wir nur noch: „Ja, ja, danke.“ und setzten unseren Weg fort bis wir die rausgesuchte Wäscherei tatsächlich fanden.
Wäscherei/Laundry Service in Neu-Delhi:
Shubh.kr Laundry & Dryclean Services: Wäsche waschen zu lassen ist in Indien nicht so einfach wie beispielsweise in Thailand oder anderen Ländern Südostasiens. Wir wollten in Neu-Delhi unser Glück versuchen und fanden einen Ort, an dem es möglich war unseren Wäschesack abzugeben. Es wirkte auf uns, als wäre es nicht alltäglich, dass Touristen hierhin kommen, um ihre Wäsche waschen zu lassen, sondern dass der ganze Prozess sonst eher über die verschiedenen Hotels abgewickelt wird. Wir wurden dennoch freundlich empfangen und alles lief reibungslos. Auch preislich kann man das Wäschewaschen nicht mit dem in Südostasien vergleichen. Hier wird nämlich nicht pro Kilogramm, sondern pro Wäschestück abgerechnet. Der Mann, der unseren Wäschesack entgegennahm, zählte für kleinere Teile 20 Rupien und für größere 40 Rupien zusammen und kam am Ende auf 520 Rupien (= ca. € 5,90). Wir konnten die Wäsche am nächsten Tag zur selben Zeit abholen, alles war gewaschen und nichts hat gefehlt.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Neu-Delhi:
Stadt per Metro erkunden: Die Metro in Neu-Delhi ist anders als von uns erwartet sehr sauber und ruhig. Am Eingang jeder einzelnen Station muss man erst durch einen Security-Check, was sicherstellen soll, dass keine unerlaubten Gegenstände (Waffen etc.) mitgebracht werden. Die Taschen und Rucksäcke legt man dafür auf ein Förderband für den Computer-Check und Männer und Frauen stellen sich dann getrennt von einander bei den jeweiligen Körper-Checks an. Das geht im Normalfall recht schnell, der Prozess kann natürlich in der Rush-Hour auch mal ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Bei den U-Bahnen selbst, gibt es immer auch eigene „Women-only“-Waggons für Frauen, die sich in den manchmal sehr vollen Zügen zur Rush-Hour mit viel Körperkontakt unwohl fühlen (die vordersten zwei Waggons). Diese Bereiche sind am Bahnsteig-Boden rosa gekennzeichnet und auch die Waggons selbst sind groß beschriftet. Die U-Bahn ist sauber, günstig, schnell und der größte Vorteil ist wohl, dass man wegen dem Preis auch nicht verhandeln muss. Ein Ticket bekommt man am Ticketautomaten, welcher einfach und intuitiv zu bedienen ist. Hat man hier aber nicht die passenden kleinen Geldscheine, kann man sich auch problemlos am Schalter anstellen, auf dem „Customer Care“ steht und bekommt sein Ticket dann dort von einem Angestellten ausgedruckt.











Über den Main Bazar schlendern: Da unser Hotel in einer Seitenstraße des Main Bazars lag, kamen wir hier natürlich täglich vorbei. Es ist ein typisch indischer Markt, an dem einen von jeder Seite zugerufen wird und man günstige (aber nicht sehr hochwertige) Dinge erwerben kann, wenn man gut im Handeln ist. Wir haben hier zum Beispiel jeder eine lockere, lange Hose für umgerechnet je ca. € 1,10 gekauft. In dieser Gegend ist besondere Vorsicht vor sehr freundlichen Betrügern geboten (siehe oben).






Lodi Garden: Ein Besuch in den Lodi Gärten zahlt sich aus, um dem lauten Verkehrstreiben der Stadt ein wenig zu entkommen. Die Anlage ist hübsch und für einen entspannenden Spaziergang sehr gut geeignet. Außerdem stehen dort einige Mausoleen aus dem 15./16. Jhdt., welche frei zugänglich sind. Hier posierten einige Menschen an den Eingängen der alten Gebäude und andere saßen mit Picknick in der Wiese. Die Atmosphäre nahmen wir als sehr entspannt wahr.











Dilli Haat: Hierbei handelt es sich um einen Kunsthandwerksmarkt, bei dem eine kleine Eintrittsgebühr von umgerechnet ca. € 1,10 fällig wurde. Wir waren erst unsicher, ob wir wirklich für einen Markt Eintritt bezahlen sollen, wenn es doch so viele andere kostenfrei zugängliche in der Stadt gibt, aber im Nachhinein waren wir froh, da uns der Markt richtig gut gefiel und dieser sich tatsächlich von den anderen abhob. Hier konnten wir in Ruhe entlang spazieren, ohne dass uns von allen Seiten zugerufen wurde. Es gab interessante Produkte, ein paar (Tee-)Kostproben und wir wurden an einigen Stellen gut beraten und auch fündig bei unserer Souvenir-Suche.






Lotustempel: Auch mit der Metro in ca. 45 Minuten von der Main Bazar-Gegend aus gut erreichbar ist der Lotustempel. Es handelt sich um einen Tempel der Bahai-Religion, der aber Menschen aller Religionen offensteht und bei dem auch kein Eintritt zu entrichten ist. Am Eingang gibt es wieder einen Security-Check und bei dem kurzen Spaziergang zum Tempel sieht man das futuristische Gebäude, das eine Lotusblüte darstellt, schon gut. Nach einer kurzen Ansprache und Erklärung eines Mitarbeiters erst in Hindi und dann noch in Englisch, durften wir eintreten und den Tempel auch von innen bewundern. Dort befindet sich ein einzelner großer Meditationsraum, in dem man in Ruhe sitzen und meditieren darf.




Agrasen/Ugrasen ki Baoli: Hierbei handelt es sich um ein ins Erdreich versenktes Brunnenbauwerk aus dem 14./15. Jhdt. Man muss hierfür keinen Eintritt bezahlen und es ist sehr interessant dort zu stehen und mit einem Blick diese alten Gemäuer und im Hintergrund die Hochhäuser der modernen Stadt zu sehen.


Rajiv Chowk/Connaught Place: Der nahezu kreisförmig angelegte Platz, umgeben von hohen weißen Gebäuden, ist Dreh- und Angelpunkt in Neu-Delhi. Er ist für ein klassisches Einkaufszentrum sehr großzügig angelegt worden. Hier findet man Filialen von internationalen Handelsketten, klassische Kinos, Bars und verschiedenste Cafés und Restaurants.
Weitere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten auf unserer Liste:
- India Gate: Das India Gate hätten wir gerne besucht und waren sogar zweimal mit der Metro dort. Leider war die Parkanlage für den Spaziergang dorthin gesperrt. Wir wollten uns nicht mit dem Tuk Tuk für ein paar Fotos einmal außen herum und retour bringen lassen, daher heben wir uns das für unseren nächsten Besuch in Neu-Delhi auf.
- Rotes Fort: Da wir erst kurz vorher das Rote Fort in Agra besichtigt hatten, beschlossen wir das in Delhi diesmal auszulassen. Sehenswert ist aber bestimmt.
- Humayun Mausoleum: Das Grabmal des zweiten Großmoguls Humayun soll mit außergewöhnlicher Baukunst und einer schönen Gartenanlage beeindrucken.
Lokale und Restaurants in Neu-Delhi:
Tadka4986: Dieses Restaurant war fußläufig von unserer Unterkunft aus erreichbar, ist also in der Nähe des Main Bazars und wurde zu unserem täglichen Dinner-Lokal auserkoren. Die Speisen und Getränke waren gut, günstig und wir haben alles gut vertragen. Da „Delhi Belly“ kein unbekannter Begriff ist und die Magen-Darm-Themen meint, mit denen sich wohl viele Touristen in der Stadt auseinandersetzen müssen, achteten wir hier ganz besonders darauf vertrauenswürdige Plätze zu finden. Dieses Restaurant wirbt damit mit Trinkwasser statt Leitungswasser zu kochen und die Bewertungen auf Google Maps sprachen für sich.
- Für 1x Dal Makhani, 1x Chana Masala, 1x Garlic Naan, 2x Tandoori Roti, 1x Wasser und 1x Chai Tea bezahlten wir umgerechnet ca. € 6,80.

Bistro 55 Rooftop Restaurant: Auch dieses Restaurant befindet sich in der Main Bazar-Gegend und wir waren hier zum Frühstück, wobei nur Consti westliches Frühstück bestellt hat und ich indisch gegessen habe. Man sitzt auf einer Terrasse oben mit Blick auf das wuselige Treiben unten auf den Straßen. Den Köchen kann man in der offenen Küche sogar beim Kochen zusehen.
- Für 1x Breakfast-Set, 1x Aloo Paratha, 1x Mix. Veg., 2x Roti und 1x Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 6,80.



Madan Cafe: Das Madan Cafe ist kleines Café an der Straße vom Main Bazar. Nichts Besonderes, aber ganz nett und die Preise unschlagbar. In Indien empfiehlt es sich ja immer eher Chai zu bestellen als Kaffee, besonders in so kleinen, günstigen Kaffeehäusern.
- Für 1x Kaffee, 1x Masala Chai, 1x Banana-Pancakes und 1x Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 2,50.
Cafe Delhi Heights: Hierbei handelt es sich um ein teures Café am Connaught Place. Hier trifft man auf gut gekleidete Inder in Anzügen, denn die restliche Bevölkerung kann oder will sich ein Essen oder auch Kaffee hier wohl eher nicht leisten. Es ist hübsch eingerichtet, die Kellner sind zuvorkommend und es läuft gute Musik – man fühlt sich also direkt wohl. Wir haben Kaffee und Dessert bestellt (weil uns die Speisen zu teuer waren) und zu unserem Kaffee gab es direkt ein Glas mit Keksen kostenlos dazu, welche wir aber nicht probierten. Zuvor gab es bereits Jourgebäck und Grissini mit Butter, um die Wartezeit der Bestellung zu verkürzen.
- Für 1x Americano, 1x Espresso und 2x Desserts bezahlten wir umgerechnet ca. € 8,80.






Sagar Ratna: Witzige Geschichte: eigentlich wollten wir im Restaurant „Saravana Bhavan“ essen. Das haben wir extra rausgesucht, aber als wir ankamen war die Warteschlange so lang, dass wir erst nicht wussten wohin mit uns. Ein Inder deutete dann auf das Restaurant daneben namens „Sagar Ratna“ und meinte, dass es dort ebenso gutes Essen gäbe und wir einfach dort essen sollen. Es war dort dann vermutlich etwas teurer als in dem von uns rausgesuchten Lokal, aber auch sehr gut. Die Restaurants befinden sich ebenfalls am Connaught Place ganz in der Nähe vom Cafe Delhi Heights und es handelt sich um vegetarische Südindische Küche, die ja sowieso empfehlenswert ist.
- Für 2x Dosa, 1x Dahi Vada, 1x Wasser, 1x Kaffee und 2x Gulab Jamun bezahlten wir umgerechnet ca. € 10,30.



Wenger’s: Die berühmte Bäckerei und Konditorei „Wenger’s“ wurde bereits 1924 für die in Delhi stationierten britischen Truppen gegründet. Man findet sie am Connaught Place und weil es das älteste Geschäft dort ist, ist ein Besuch dort wie eine kleine Zeitreise. Wir gingen nur hinein, um die vielen Torten und Pralinen zu sehen und kauften nichts, da wir davor bereits Kuchen gegessen hatten. Ein bisschen haben wir uns dort gefühlt wie in einer alten Wiener Konditorei.


Blue Tokai Coffee Roasters: Wer zur Abwechslung mal richtig guten Kaffee in Indien trinken möchte, geht in eine der Blue Tokai Coffee Roasters Filialen. Günstig ist der Spaß nicht, aber guuut. Dieses Café findet man in Neu-Delhi am Connaught Place und im unteren und oberen Stock saßen auch einige Inder am Laptop mit gutem Kaffee. Auch Wasser ist teuer, kommt dafür in wunderschönen Glasflaschen, die einem, nebenbei bemerkt, dann aber leider auch leer an einem der Flughäfen abgenommen werden.
- Für 1x Espresso, 1x Americano, 1x Cruffin, 1x Cookie und 1x Wasser bezahlten wir umgerechnet ca. € 10,20.


Weiterreise zu unserem nächsten Stopp:
Von Neu-Delhi ging es wieder mit dem Zug weiter und zwar nach Jaipur. Hier hatten wir zwei Plätze in der CC-AC Sitzklasse und bezahlten für die viereinhalbstündige Fahrt von 309 Kilometern ungefähr € 12,85 pro Person.


Das war unser Abenteuer in Neu-Delhi. Was sagst du dazu? Könntest du dir vorstellen nach Neu-Delhi zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.
Alles Liebe
Jasmin
Wo möchtest du jetzt hin?
