Varanasi

Varanasi - Heiliger Ort am Ganges:

Die Stadt Varanasi (auch: Benares oder Kashi) liegt im nordindischen Bundesstaat „Uttar Pradesh“ und gilt als spirituelle Hauptstadt Indiens. Sie ist mit dem 11. Jhdt. v. Chr. als eine der ältesten Städte Indiens datiert. In den gewundenen Straßen der Stadt stehen rund 2000 Tempel. Deshalb und weil sie am Fluss Ganges (Ganga) liegt, zieht sie unzählige Hindu-Pilger an, die in diesem heiligen Wasser baden wollen. Aber nicht nur das, denn gläubige Hindus sind der Ansicht, dass wer in Varanasi stirbt und verbrannt wird, den Kreislauf der Wiedergeburt durchbricht und dadurch ins Nirwana und Gott näherkommt. So kommen Menschen, denen Ärzte nicht mehr helfen können, häufig zum Sterben nach Varanasi, aber auch bereits Verstorbene werden oft noch nach Varanasi gebracht. Dort, am Ufer des Ganges, wird der Leichnam in Tücher gewickelt, auf einer Bambustrage in den heiligen Fluss getaucht und danach auf einem der vielen Holzhaufen am Manikarnika Ghat verbrannt. Wir waren auf unserer Reise vor Ort und durften die Verbrennungszeremonien, die übrigens 24 Stunden am Tag durchgeführt werden, beobachten. Von den Ghats (Stufen-Abschnitte am Ganges) gibt es hier insgesamt 84. Der Manikarnika Ghat wird auch Verbrennungs-Ghat genannt. Es gibt nur fünf Ausnahme-Gruppen, die hier nicht verbrannt werden: Kinder, Schwangere und Sadhus („Holy men“), weil sie alle in den Augen der Hindus bereits gottgleich sind und Menschen, die z.B. von einer Cobra gebissen wurden, da die Inder den dadurch giftigen Rauch fürchten. Die letzte Gruppe, die hier nicht verbannt wird, sind Tiere. Diese fünf Ausnahmefälle werden nach dem Tod in Tücher gewickelt und mit einem großen Stein beschwert direkt im Ganges versenkt.

Für die Verbrennungszeremonie aber wird die Leiche noch zuhause gewaschen, mit Ghee eingerieben, dann mit orangen Tüchern umwickelt und mit Blumen dekoriert. Auf einer Bambustrage wird sie dann zu eben diesem Ort gebracht. Dort wird sie mit der Trage noch einmal komplett in den Ganges getaucht und auf einem kleinen Berg zuvor dort erworbener Holzscheite verbrannt. Der Verbrennungsprozess dauert ungefähr drei Stunden. Es sind immer mehrere Stellen, an denen gleichzeitig Verbrennungen stattfinden. Zum Schluss wird das kleine übriggebliebene Aschehäufchen mit einer Art Bambuszange zum Ganges getragen. Da wir eine Tour mit einem einheimischen Führer gebucht haben, durften wir ganz nah hin. Wir standen direkt daneben und konnten einige der oben erläuterten Schritte beobachten.

Varanasi ist besonders und wir sind sehr dankbar die Erfahrung gemacht zu haben, die Stadt zu besuchen. Für Indien-Einsteiger wird der Ort nicht unbedingt als erster Stopp empfohlen und wir können uns auch gut vorstellen warum, aber für uns war dieses Eintauchen in die Kultur, auch wenn es wie ein Sprung ins kalte Wasser war, genau richtig. „Wenn wir Indien nach Varanasi schon so sehr lieben, dann lieben wir es immer und überall“, dachten wir. Und genau so war es im Grunde auch.

Unsere Anreise nach Varanasi:

Nach unserer Einreise über die Landesgrenze von Nepal kommend, fuhren wir erst von Sonauli aus mit einem Taxi die 100 Kilometer in ca. zwei Stunden nach Gorakhpur. Für die Fahrt bezahlten wir umgerechnet € 26,-, was natürlich teurer war, als wenn wir mit einem Bus gefahren wären. In dem Fall bevorzugten wir aber den Komfort und bereuten es auch nicht, da uns die Taxifahrer auch eine große Hilfe beim Grenzübergang waren und wir uns um nichts zu kümmern brauchten. Der Fahrer ließ uns dann direkt beim richtigen Bahnhof in Gorakhpur aussteigen und dort warteten wir auf unseren im Vorhinein gebuchten Zug. Aber erst mussten wir uns zurecht finden auf dem angeblich weltweit zweitlängsten Bahnsteig. Nachdem die passende Plattform und der richtige Waggon gefunden waren, fuhren wir in ca. 6 Stunden nach Varanasi (Bahnhof Banaras). Für die Zugfahrt von 235 Kilometern bezahlten wir über die App „12go Asia“ umgerechnet ca. € 8,90 pro Person. Wir hatten Sitzplätze der Kategorie CC AC und die Plätze sowie die Fahrt waren komfortabel.

Unsere Low(er)-Budget Unterkunft in Varanasi:

Kashika Homes: Preislich hat uns diese Unterkunft mit ca. € 11,30 pro Nacht sehr überzeugt. Ein Badezimmer mit westlicher Toilette war in unserem gebuchten Zimmer integriert und sogar Frühstück war im Preis inkludiert. Vom Bahnhof Banaras bis zur Unterkunft sind es knappe 4 Kilometer und ein Tuk Tuk von dort für diese Strecke sollte in unserem Fall 100 Rupien (= ca. € 1,13) kosten, auch wenn der Fahrer erst 200 Rupien (= ca. € 2,26) haben wollte. Von außen war für uns nicht ganz ersichtlich, dass es sich bei dem Haus um das gesuchte Hotel handelte. Ein junger Inder, der kein Englisch konnte, öffnete und bat uns herein. Nach kurzer Zeit kam der Chef, mit dem wir uns gut auf Englisch unterhalten konnten und zeigte uns das gebuchte Zimmer, mit welchem wir sehr zufrieden waren. Die Möbel und das Badezimmer kamen uns noch relativ neu vor und alles war sauber genug, um dort drei gute Nächte zu verbringen. Nachts bellten und jaulten zwar immer wieder Straßenhunde, die ihre Kreise zogen, aber das war auch bald wieder vorbei und an den Gemüseverkäufer am Morgen, der vorbeiziehend lauthals in typischem Hindi-Singsang seine Waren anbot, gewöhnten wir uns recht schnell. Da sonst wohl vorwiegend indische Touristen nächtigten, hatte der Chef zuerst kein Toilettenpapier für uns, war aber bemüht so schnell wie möglich eines zu besorgen. Da wir in Indien allerdings vorsorglich immer eine WC-Papierrolle im Gepäck hatten, war das für uns kein Problem. Durch das feuchte Klima wollten auch die frisch für uns gewaschenen Handtücher einfach nicht richtig trocknen, aber auch dafür haben wir in Form unserer Mikrofaser-Strandtücher immer eine Notlösung in unserem Gepäck. Das Frühstück war indisch und prinzipiell gut, allerdings bereitete es immer der junge Inder zu, der kein Englisch konnte und deshalb war es uns nicht möglich dazu etwas zu erfahren. Wir aßen daher nur, von dem wir relativ sicher waren, dass es wohl vegetarisch sein müsse. Die Lage des Hotels war etwas abgelegen. Da wir immer mehr zu Fuß gehen als in Tuk Tuks zu steigen, haben wir hier meist ein bisschen gebraucht, um zu unseren Zielorten zu gelangen. Für mich war es sehr spannend dabei durch die kleinen, verwinkelten Gassen zu spazieren bis man an den großen und vielbefahrenen Straßen angelangt. Da die ganze Reise für uns ein großes Abenteuer war, war die Unterkunft und ihre Lage perfekt und ich hätte kein Problem dort wieder zu nächtigen. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Preis für diese Hotelkategorie nicht für immer so günstig bleiben wird.

Vielleicht ist noch wichtig zu erwähnen, dass wir immer bei Einbruch der Dunkelheit bereits an unserer Unterkunft waren. Zur Sicherheit der Gegend abends und nachts kann ich also nichts sagen.

Unsere Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten in Varanasi:

Durch die Stadt und einen der vielen Märkte spazieren: Es ist schon ein Abenteuer an sich einfach dort zu sein und durch die Straßen zu spazieren. In den meisten Fällen braucht man vermutlich etwas Zeit, sich an die Umgebung in Indien zu gewöhnen und kann sich schnell reizüberflutet fühlen. Für uns war also perfekt, dass wir für den ersten Tag auch nicht mehr geplant hatten, als Geld abzuheben und eine Sim-Karte zu besorgen. Das hat uns viel Zeit verschafft zu beobachten und zwischendurch immer wieder in Restaurants oder Cafés eine Pause zum Durchatmen zu machen. Auf den Straßen herrscht geschäftiges Treiben und, wie überall in Indien, wird im Verkehr fast durchgehend gehupt. Zwischendrin kann man viele Kühe und manchmal auch Schweine, die Straßen entlangschlendern sehen. Die Menschen jedenfalls kamen uns überhaupt nicht aufdringlich vor. Rikscha-Fahrer erkundigten sich, ob wir eine Fahrt benötigen und auf unsere freundliche Verneinung kam jedes Mal ein „You’re welcome!“ zurück und unsere Ablehnung wurde ausnahmslos akzeptiert. Angestarrt wurden wir schon viel, aber dass das so sein würde war uns vorher bewusst und damit konnten wir eigentlich ganz gut umgehen. Besonders reizend fanden wir eine Situation, in der uns drei Jugendliche in Schuluniform ansprachen. Sie waren sichtlich nervös, aber auch stolz ihr in der Schule gelerntes Englisch anzuwenden. Und so unterhielten wir uns ein paar Sätze lang über unsere Herkunft und ihr Alter (sie waren zwischen 15 und 17 Jahren alt), schüttelten ihre Hände und zogen weiter. Irgendwann standen wir plötzlich mitten in einem Markt. Da wir an der Stelle noch keine Sim-Karten hatten, konnte ich nicht nachsehen, um welchen Markt es sich handelte, aber ich war ohnehin so überwältigt von all den Eindrücken, dass ich in der Situation vermutlich auch gar nicht daran gedacht hätte. An beiden Seiten der Straße boten Händler ihre Waren an und eine dichte Menschenmenge schob uns die schmale Straße daran vorbei. An solchen Märkten findet man alles. Kleine Spielzeuge aus Plastik, Handyhüllen, Ketten und dicht mit Steinchen besetzte Armreifen, bunte Tücher und Kleider, aber auch Gewürze und Süßigkeiten. Man kommt hier aus dem Schauen gar nicht heraus und mein Blick wanderte, wie aus dem Zuschauerraum bei einer Partie Tennis, ständig von einer auf die andere Seite und zurück. Ich werde nie vergessen, wie wir eine Zeit lang hinter einer Mutter hergingen, die ihr Baby am Arm hatte. Das Baby sah über ihre Schulter zu uns nach hinten, hatte die Augen dabei weit aufgerissen und der Mund stand ihm offen. Es starrte uns an, als wären wir Außerirdische. Möglicherweise waren wir die ersten weißen Menschen, die es sah und irgendwie kamen wir ihm wohl sehr komisch vor. Consti zog ein paar lustige Grimassen, aber der fassungslose Blick des Babys blieb starr, so als wäre es unsicher, ob es glauben konnte, was es da sah. Diese und ähnliche Märkte gibt es in Varanasi mehrere und es lohnt sich aus unserer Sicht dort entlang zu spazieren. Wenn man in den Menschenmengen Sorge vor Taschendieben hat, dann empfiehlt es sich die wichtigen Gegenstände, wie Geldbörse und Handy, in einer Bauch- oder Brusttasche vor dem Körper zu tragen. Consti trug den Rucksack mit den Kameras, Regenschutz und ähnlichem immer am Rücken, aber wir achteten darauf, dass er dann vor mir ging, so dass ich ihn immer gut im Blick hatte. Wir sind weder in Varanasi noch sonst wo auf unserer Indien-Reise einem Dieb begegnet oder hatten eine Situation, in der uns jemand bestehlen wollte. Wir bemühen uns aber grundsätzlich – egal wo auf der Welt – in Menschenmassen gut auf unsere Taschen und Wertgegenstände zu achten.

Verbrennungsrituale am Manikarnika Ghat & Ganga Aarti am Dashashwamedh Ghat: Um die wichtigsten Ghats am Ufer des Ganges zu erkunden, entschlossen wir uns dazu eine Tour mit einem einheimischen Guide über die App „Get your Guide“ zu buchen. Der Name der Tour war „Bootsfahrt bei Sonnenuntergang mit abendlicher Aarti-Zeremonie in Varanasi“. Es handelte sich um eine dreistündige Tour und unser Guide Manish konnte sehr gut Englisch. Bis zu 10 Leute können bei dieser Gruppen-Tour dabei sein, aber da sich sonst wohl niemand eingebucht hatte, bekamen wir eine Privatführung. Treffpunkt war 16:20 und über einen Markt wurden wir durch enge Gassen, vorbei an angeblich 300 Jahre alten Häusern zum Ufer des Ganges geführt. Dort bestiegen wir ein kleines Holzboot und ein junger Inder ruderte uns drei zum Manikarnika Ghat, wo die Verbrennungszeremonien stattfinden. Dort stiegen wir aus und gingen direkt hinter die Blechwände, von denen man schon von Weitem Rauch aufsteigen sieht und standen plötzlich mitten im Geschehen. Obwohl wir der Auffassung waren, dass zu fotografieren und zu filmen dort streng verboten ist, war es offenbar kein Thema. Mehrere Menschen machten Fotos und es schien uns jedenfalls so, als ob sich auch niemand daran störte. Manish erklärte uns viel zum Hinduismus und den Traditionen, was natürlich richtig interessant für uns war. Es war so anschaulich, da wir vieles, was er uns zuvor zum Sterben und den Verbrennungen in Varanasi erzählte, dann direkt live beobachten konnten. Wir sahen, wie Menschen in Tücher gewickelte Leichen auf Bambustragen brachten, sie vollständig in den Ganges tauchten und dann feierlich hinauftrugen. Wir sahen elf brennende Holzhaufen in unterschiedlichen Stadien und auch wie das letzte Aschehäufchen mit einer Bambuszange zum Ganges getragen wurde. Einige Hindus standen dort und sahen zu. Die Söhne oder Ehemänner der Verstorbenen sind wohl immer in weiße Tücher gekleidet und ihr Kopf ist kahlgeschoren. Am Ufer brach ein Mann verzweifelt in Tränen aus. Ein paar Kühe lagen auf dem Areal, strahlten wie üblich völlige Ruhe aus und ein paar rastlose Hunde liefen durch die Menschenmenge. Worte können das Gefühl dort zu stehen kaum beschreiben.

Mit dem Boot ruderten wir dann wieder zurück zum Dashashwamedh Ghat und sahen bei der Fahrt noch die Sonne hinter der Silhouette der Stadt untergehen. Das war einer dieser Momente, in denen man still dasitzt und sich fragt, ob man das gerade alles wirklich erlebt. Ob das echt ist, oder nur ein Traum. Und es sein kann, dass von der Schönheit der Situation berührt ganz plötzlich eine Freudenträne über die Wange kullert.

Am Dashashwamedh Ghat findet täglich nach Sonnenuntergang die berühmte „Ganga Aarti“ statt, eine Zeremonie, bei der höchst feierlich ein Feueropfer dargebracht wird. Sie findet bei jedem Wetter statt, dauert ungefähr 45 Minuten und ist für jeden frei zugänglich. Hier einen guten Platz zu bekommen, ist allerdings gar nicht so einfach, da unzählige Hindus hierher pilgern und bereits stunden vor Beginn ihre Plätze reservieren. Manish führte uns ein paar Stufen bei einem Haus hinauf, von dessen Balkon wir gegen eine kleine Gebühr die ganze Zeremonie aus wunderbar beobachten konnten. Erst von dort oben wird einem die Menschenmenge bewusst, die hier täglich der Feier beiwohnt. Menschen sitzen und stehen rund um die Feuertänzer und sogar Boote voller Schaulustiger stehen am Ganges, um eine gute Sicht zu erhaschen. Wir sahen gespannt zu und beobachteten ein paar Affen, die an den Mauervorsprüngen und Balkongeländer der Häuser herumturnten. Der Abend an den Ghats war in unserem Fall sehr entspannt und ein voller Erfolg und wir sind froh, das alles mit einem einheimischen Führer an unserer Seite erlebt zu haben. Laut Beschreibung sollten bei der Tour eigentlich zusätzlich eine Kerze mit Blume (vermutlich für den Ganges) und einheimische Snacks inkludiert sein, die wir aber nie bekamen. Insgesamt (mit den Kosten für die Balkon-Plätze) bezahlten wir ca. € 32,50 pro Person, was jetzt nicht unbedingt wenig war. Wir bereuen die Buchung dennoch nicht, da wir wohl weniger sehen hätten können, wenn wir die Ghats auf eigene Faust erkundet hätten. Außerdem haben wir im Vorfeld viel davon gehört, dass dort Scammer unterwegs sind und teilweise auch sehr aufdringliche und unangenehme Menschen den Touristen zu Leibe rücken können. Wir wollten eine positive Erfahrung bei den Ghats machen und haben uns deshalb für einen einheimischen Führer entschieden, dank dem uns dort auch niemand unangenehm ansprach. Das alles in dieser Form zu erleben war im Nachhinein betrachtet den Preis in jedem Fall wert.

Lokale und Restaurants in Varanasi:

The Cake Cottage: Dieses Café kam genau richtig, denn als wir am ersten Tag durch die Straßen spazierten war es erleichternd dem lauten und chaotischen Treiben für eine kurze Zeit zu entfliehen. Es half ungemein bei einem Kaffee und einem Stück Schokoladekuchen wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Ja, der Kaffee besteht (wie fast überall in Indien, wie wir später lernen sollten) in den meisten Fällen aus Lös-Kaffee, aber tut es in dem Moment auch. Die Mitarbeiter hinter dem Tresen waren sehr lieb und wir waren am nächsten Tag sogar noch ein weiteres Mal dort, um andere Kuchen zu testen.

  • Für 2x schwarzen Kaffee, 1l Wasser und drei verschiedene Stück Kuchen bezahlten wir umgerechnet insgesamt € 4,52.

My Kitchen: Im My Kitchen hatten wir das beste Essen in Varanasi. Erst waren wir unsicher, da der Eingang nicht direkt zu finden und dann im Restaurant kein einziger Gast war, aber das Essen war ausgesprochen gut und der Service sehr zuvorkommend. Hier würden wir jederzeit wieder essen.

  • Für 2x Roti, 2x Garlic Naan, 1x Mix. Veg., 1x Dal Tadka und 1l Wasser haben wir umgerechnet insgesamt € 6,78 bezahlt.

Hungry Heads Cafe: Dieses Restaurant ist eines im „Friends-Theme“ und überall an den Wänden sind Bilder und Sprüche aus der Kultserie abgedruckt. Es gibt ein oberes Stockwerk, das allerdings von jugendlichen Indern bei lauter Musik belagert wurde, daher nahmen wir unten Platz. Die Speisekarte besteht zum Großteil aus Pizza und Burger, also bestellten wir auch dementsprechend. Die Portionen waren relativ klein. Ein zweites Mal hätte uns dieses Restaurant nicht gereizt.

  • Für 1x Pizza, 1x Burger und 1l Wasser bezahlten wir umgerechnet insgesamt € 5,20.

Satvik Restaurant (near Girja Ghar Chauraha): Da es in der Nähe unseres Treffpunktes zur geführten Tour war, aßen wir noch eine Kleinigkeit in diesem Restaurant. Wie sich herausstellte handelte es sich um ein gänzlich vegetarisches Restaurant, was unsere Wahl vereinfachte. Wir probierten hier mit Anleitung des sehr zuvorkommenden Kellners unser erstes Mal Dosa aus und waren sehr begeistert.

  • Für 1x Masala Dosa, 1x Masala Tea, 1l Wasser bezahlten wir umgerechnet insgesamt € 5,65.

Hotel APS Palace: Wir testeten das Restaurant dieses Hotels, da es sich in der Nähe des Bahnhofs befindet und wir noch einige Stunden Zeit hatten, bevor unser Zug ging. Alle anderen rausgesuchten Restaurants gab es entweder nicht (mehr) oder sie hatten geschlossen und dieses fanden wir durch Zufall beim Vorbeigehen. Die Gegend ist nicht sehr hübsch und waren wir froh schlussendlich noch einen Ort gefunden zu haben, an dem wir vor der langen Zugfahrt essen und ein wenig Zeit verbringen konnten. Das Essen war gut und wir vertrugen glücklicherweise alles. Der Kellner war überzuvorkommend und stand immer irgendwo am Rand, um uns aus den Currytöpfen nachzuschöpfen sobald unser Teller leer war.

  • Für 1x Mix. Veg., 1x Dal Tadka, 5x Roti und 1l Wasser bezahlten wir umgerechnet € 6,55.

Weiterreise zu unserem nächsten Stopp:

Für die Strecke von Varanasi nach Agra buchten wir schon länger im Vorfeld eine Zugfahrt. Die Fahrt war mit 6,5 Stunden für die 577 Kilometer angegeben und war mit ca. € 22,30 eine unserer teureren Zugfahrten in Indien. Wir hatten Sitzplätze der Kategorie CC AC, welche super komfortabel waren. Wir hatten viel Platz und es war auch kein Problem all unser Gepäck unterzubringen. Während der Fahrt bekamen wir zweimal etwas Vegetarisches zu essen und Wasser (ähnlich wie im Flugzeug) und alles war ausgesprochen gut. Ich sah erst danach auf den Tickets, die wir über „12go Asia“ gebucht hatten, dass die Speisen dort in der Preis-Aufschlüsselung aufschienen.

Das war unser Abenteuer in Varanasi. Wir hätten ehrlich nicht gedacht, dass wir uns in Indien so schnell so gut zurecht finden würden. Vielleicht waren wir auch deshalb so positiv von Indien überrascht, weil wir durch die vielen Vorurteile (vor allem Nordindien betreffend) doch so manche Sorgen im Vorfeld hatten. Was sagst du zu diesem Abenteuer? Könntest du dir vorstellen nach Varanasi zu reisen? Warst du vielleicht sogar bereits dort und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht? Lass mich gerne an deinen Gedanken oder Erfahrungen teilhaben. Sollten noch Fragen offen sein, schreibe ebenfalls gerne einen Kommentar unten.

Alles Liebe

Jasmin

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